Die alpine Tourismusbranche steht vor einem strukturellen Wendepunkt. Neue Beherbergungsformen wie Serviced Apartments, Branded Residences und Workation-Konzepte verändern Geschäftsmodelle und Investmentstrategien.
Am 7. Mai 2026 versammeln sich beim Alpine Hospitality Summit im Grand Tirolia Kitzbühel rund 300 Branchenexpertinnen und -experten, um über die Zukunft der alpinen Beherbergung zu diskutieren.
Im Zentrum der aktuellen Diskussion stehen Serviced Apartments, Branded Residences und hybride Nutzungskonzepte, die die klassische Hotellerie erweitern und in Teilen transformieren.
Die Falkensteiner Michaeler Tourism Group (FMTG) zählt zu den Pionieren im Bereich Serviced Apartments und Buy-to-let-Modelle im alpinen Raum und hat früh begonnen, klassische Hotelkonzepte um immobilienbasierte Geschäftsmodelle zu erweitern. Otmar Michaeler, CEO der Gruppe, ordnet die aktuellen Entwicklungen in der Branche ein und zeigt auf, was das für die alpine Ferienhotellerie bedeutet.
Wie sich Service-Apartment-Entwicklungen räumlich manifestieren, zeigt Anja Pangerl von Blocher Partners. Das international tätige Architektur- und Designbüro beschäftigt sich mit der Schnittstelle von Raum, Nutzung und Lebensstil. Anhand von Projekten wie dem „Val Val“ in Andermatt wird deutlich, dass sich hybride Beherbergungsformen herausbilden, die Elemente von Hotel und Wohnung verbinden. Architektur steuert Funktionalität, Aufenthaltsqualität und Identität.
Wie sich dieser Wandel auch im Bestand vollzieht, zeigt das Projekt rund um das Hotel Tyrol in Kitzbühel, vertreten durch Mag. Theodor Poppmeier. Mit dem aktuellen Neu- und Umbau wird Tradition in ein modernes Hotelkonzept überführt. Großzügige Grundrisse, getrennte Wohn- und Schlafbereiche sowie integrierte Arbeitsmöglichkeiten spiegeln veränderte Anforderungen der Gäste wider.
Markus Promberger, Gastgeber des AMA Stay in den Dolomiten, stellt ein Aparthotel mit 39 Zimmern und 39 Studios vor, das konsequent auf Workation ausgerichtet ist. Im Zentrum steht das sogenannte „Dolomiten Office“ mit Coworking-Spaces, Seminarflächen und flexiblen Nutzungsmodellen.
Regulatorische Rahmenbedingungen wie die Diskussion um Freizeitwohnsitze, Raumordnung und Widmung prägen maßgeblich, welche Modelle im alpinen Raum realisierbar sind. Während international etablierte Finanzierungsmodelle wie Buy-to-let bekannt sind, stößt ihre Anwendung in Österreich zunehmend auf politische und gesellschaftliche Debatten. Zugleich können solche Modelle zur Finanzierung und Modernisierung touristischer Infrastruktur beitragen.
Die Verzahnung von Hospitality, Immobilienwirtschaft und Markenführung markiert einen Wandel im alpinen Tourismus. Serviced Apartments, Branded Residences und Workation-Konzepte sind Ausdruck veränderter Lebensstile und Mobilität. Der Alpine Hospitality Summit bietet eine Plattform, um Fragen zur Positionierung der alpinen Hotellerie zwischen Tradition, Transformation und Regulierung zu diskutieren.
Termin & Ort
Datum / Uhrzeit: Donnerstag, 7. Mai 2026 | 10:00 – 18:00 Uhr
Ort: Grand Tirolia Kitzbühel, Eichenheim 10, 6370 Kitzbühel
Teilnahmekonditionen
Weitere Informationen: www.alpine-hospitality-summit.at
Langlebigkeits-Symposium am Vortag: Bereits am Mittwoch, 6. Mai 2026, lädt die Prodinger Tourismusberatung unter dem Titel „Hospitality meets Longevity“ zu einer spezialisierten Branchenplattform nach Kitzbühel. Das Symposium widmet sich den Auswirkungen des Megatrends Longevity auf Hotellerie, Tourismus und Hotelentwicklung.
Weitere Informationen zum Symposium und zur Anmeldung finden sich unter www.hospitality-meets-longevity.at