Die AKM – Verwertungsgesellschaft für Musikschaffende und Musikverlage in Österreich – hat ihre Jahresbilanz 2024 veröffentlicht und die Zahlen sind beeindruckend. Die Gesellschaft schüttete 125 Millionen Euro an ihre rund 28.000 Mitglieder aus, was einer Steigerung von 4,4 % im Vergleich zum Vorjah
Die AKM – Verwertungsgesellschaft für Musikschaffende und Musikverlage in Österreich – hat ihre Jahresbilanz 2024 veröffentlicht und die Zahlen sind beeindruckend. Die Gesellschaft schüttete 125 Millionen Euro an ihre rund 28.000 Mitglieder aus, was einer Steigerung von 4,4 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Wie kam es zu diesem bemerkenswerten Erfolg? Wir werfen einen Blick hinter die Kulissen und analysieren die Kernergebnisse, die diesen Erfolg möglich gemacht haben.
Im Jahr 2024 konnte die AKM ihre Lizenzerträge auf insgesamt 131,15 Millionen Euro steigern, was einem Plus von 3,4 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Diese Erträge setzen sich aus Inlands- und Auslandslizenzen zusammen, wobei die Erträge aus dem Inland 117,4 Millionen Euro und die aus dem Ausland 13,7 Millionen Euro betrugen. Die Erhöhung der Auslandslizenzen um 4,5 % zeigt, dass österreichische Musik auch international immer mehr Anklang findet.
Lizenzerträge sind Einnahmen, die aus der Nutzung von Musikwerken entstehen. Wenn ein Musikstück im Radio gespielt oder bei einem Konzert aufgeführt wird, fällt eine Lizenzgebühr an, die von der AKM eingezogen und an die Urheber verteilt wird. Diese Einnahmen sind entscheidend für die Künstler, da sie eine wichtige Einkommensquelle darstellen.
Ein weiterer bemerkenswerter Aspekt der Bilanz 2024 ist die Senkung der Verwaltungskosten auf 6,14 %, was die AKM unter den internationalen Durchschnitt vergleichbarer Organisationen bringt. Trotz einer Abrechnungsgenauigkeit von 99,98 %, die nahezu keine Fehler zulässt, hat die AKM Wege gefunden, effizienter zu arbeiten.
Die Senkung der Verwaltungskosten wird durch den Einsatz moderner Technologien und optimierter Prozesse erreicht. Automatisierte Systeme zur Erfassung und Verteilung der Lizenzerträge spielen dabei eine entscheidende Rolle. Zudem setzt die AKM auf eine schlanke Organisationsstruktur, die unnötige Bürokratie vermeidet.
Die Konzert- und Veranstaltungsbranche boomt weiterhin, was sich in einem deutlichen Zuwachs bei den Live-Aufführungen widerspiegelt. Auch der Bereich der mechanischen Wiedergabe, Kabelweiterleitung und Online-Nutzung zeigt ein moderates Wachstum. Besonders der konstante Anstieg beim Musikstreaming trägt erheblich zu den gestiegenen Lizenzerträgen bei.
Streaming-Plattformen wie Spotify und Apple Music sind heute die Hauptquelle für Musikgenuss. Sie bieten Künstlern die Möglichkeit, ein breites Publikum zu erreichen und gleichzeitig Einnahmen durch Lizenzerträge zu generieren. Der digitale Wandel hat die Musikindustrie grundlegend verändert, und die AKM hat sich erfolgreich an diese Veränderungen angepasst.
Trotz der positiven Entwicklung gibt es weiterhin Herausforderungen. Die AKM hebt den Handlungsbedarf bei der Sichtbarkeit heimischer Musik hervor. Österreichische Werke sind in nationalen Radioprogrammen und auf Streaming-Plattformen weiterhin unterrepräsentiert. Hier braucht es zusätzliche Förderung, um das kreative Potenzial des Landes besser zur Geltung zu bringen.
Um die Sichtbarkeit zu erhöhen, könnten gezielte Marketingkampagnen und Kooperationen mit Medienhäusern sowie Streaming-Diensten helfen. Auch die Förderung neuer Talente und die Unterstützung von Musikprojekten, die die Vielfalt der österreichischen Musikszene widerspiegeln, sind wichtige Maßnahmen.
Die AKM zeigt, dass es möglich ist, in einem dynamischen Umfeld erfolgreich zu sein und dabei die Interessen der Künstler zu wahren. Mit einer stabilen und wachstumsstarken Bilanz setzt die AKM Maßstäbe für andere Verwertungsgesellschaften. Die Kombination aus effizienten Verwaltungsstrukturen, dem Fokus auf digitale Einnahmequellen und der Förderung heimischer Musik könnte als Modell für die Zukunft dienen.
Der vollständige AKM Jahresbericht 2024 mit detaillierten Kennzahlen sowie Einblicke in bedeutende Projekte sind auf der offiziellen Webseite der AKM unter akm.at/publikationen verfügbar.