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Äthiopien-Hilfe: Österreichisches Projekt rettet Leben in Tigray

18. März 2026 um 11:23
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In der kriegsgebeutelten äthiopischen Region Tigray herrscht eine stille Krise: Über eine Million Menschen sind auf der Flucht vor den Folgen eines zweijährigen Bürgerkriegs, der tiefe Wunden hinterließ. Während die internationale Aufmerksamkeit längst anderen Brennpunkten gilt, kämpfen Hunderttausende täglich ums Überleben – um sauberes Trinkwasser, um Nahrung, um grundlegende Hygiene. Die österreichische Entwicklungsorganisation Jugend Eine Welt hat gemeinsam mit den Salesianern Don Boscos Wasserentnahmestellen saniert und neu errichtet; in Adwa versorgt ein neu errichteter Brunnen täglich über 10.000 Menschen mit Wasser.

In der kriegsgebeutelten äthiopischen Region Tigray herrscht eine stille Krise: Über eine Million Menschen sind auf der Flucht vor den Folgen eines zweijährigen Bürgerkriegs, der tiefe Wunden hinterließ. Während die internationale Aufmerksamkeit längst anderen Brennpunkten gilt, kämpfen Hunderttausende täglich ums Überleben – um sauberes Trinkwasser, um Nahrung, um grundlegende Hygiene. Die österreichische Entwicklungsorganisation Jugend Eine Welt hat gemeinsam mit den Salesianern Don Boscos Wasserentnahmestellen saniert und neu errichtet; in Adwa versorgt ein neu errichteter Brunnen täglich über 10.000 Menschen mit Wasser.

Solarbetriebene Wasserentnahmestation in Adwa

Die Trinkwasseranlage wurde auf dem Gelände der Salesianer Don Boscos in Adwa errichtet und arbeitet vollständig solarbetrieben. "Die Wasserentnahmestation steht allen Bewohnerinnen und Bewohnern von Adwa rund um die Uhr frei zur Verfügung", erklärt Wolfgang Wedan, Globaler Nothilfe-Koordinator von Jugend Eine Welt. "Jeder kann so viel Wasser entnehmen, wie er für Trinken, Kochen oder Hygiene benötigt."

Neben den Wasserentnahmestellen umfasst das von der Austrian Development Agency (ADA) im Rahmen von International Partnerships Austria unterstützte Projekt auch Sanitäranlagen sowie eine Abwasserentsorgung. "Toiletten wurden errichtet, zusätzlich entstanden Duschanlagen. Alles barrierefrei, damit Kinder, ältere Menschen oder Personen mit körperlichen Beeinträchtigungen – darunter viele Kriegsversehrte – dauerhaft und würdevoll Zugang haben", so Wedan. Zusätzlich wurden an weiteren Standorten in Adwa, Shire und Mekele Brunnen saniert. Von dort aus wird auch Trinkwasser in weiter entfernte Lager für Binnenvertriebene transportiert. Eigens angemietete Wassertankwagen bringen bis zu 20.000 Liter Trinkwasser in die Camps.

Dramatische Zustände in Flüchtlingslagern

Jugend Eine Welt engagiert sich seit über 20 Jahren in der Tigray-Region in der Bildungs- und Entwicklungsarbeit. Seit dem Ausbruch des Bürgerkriegs im Jahr 2020 unterstützt Jugend Eine Welt die Don Bosco-Partner vorwiegend bei dringend notwendigen Nothilfeprojekten.

Die Lage der Bevölkerung bleibt dramatisch. In den Lagern für Binnenvertriebene fehlt es an Wasser, Nahrung, Medikamenten und hygienischen Einrichtungen. Oft steht nur eine Toilette für viele Camp-Bewohnerinnen und -Bewohner zur Verfügung. "Da Wasser ohnehin schon ein Luxusgut ist, wird es natürlich nicht zur Reinigung der Toiletten eingesetzt. Der Gestank ist unmenschlich. Und noch viel schlimmer: Die sanitären Verhältnisse sind lebensgefährlich", erzählt Br. Tedros Hawku, Projektpartner von Jugend Eine Welt, bei seinem Besuch in Wien. "Krankheiten, die durch mangelnde Hygiene und verunreinigtes Wasser entstehen, nehmen zu. Infektionen breiten sich aus, dazu kommen Fälle von Cholera. Viele Menschen können sich keine medizinische Behandlung leisten."

Ihre Spende sichert Überleben

Dementsprechend herzzerreißend sind die Begegnungen mit den notleidenden Menschen. "Viele haben ihre Hoffnung verloren. Sie wissen, dass sie auf fremde Hilfe angewiesen sind und hoffen, dass sie zumindest mit Wasser und Brot versorgt werden", schildert Wedan. Erst vor wenigen Tagen traf eine neue Hilfslieferung von Jugend Eine Welt in Adwa ein. Dank 4.700 Kilogramm Mehl können in den nächsten Wochen täglich 3.000 Brote gebacken werden, die sofort an die hungernden Menschen, vor allem an Kinder, verteilt werden. "Bitte helfen auch Sie mit Ihrer Spende. Sie sichert Überleben!", appelliert Reinhard Heiserer.

Jugend Eine Welt-Spendenkonto: AT66 3600 0000 0002 4000 | Onlinespenden unter www.jugendeinewelt.at/spenden | Spenden sind steuerlich absetzbar!

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