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Korosec: Pensionisten sind nicht der „Bankomat der Nation"

Seniorenbund-Präsidentin verweist auf 8,4 Mrd EUR Beitrag zur Budgetsanierung

26. April 2026 um 19:01
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Seniorenbund-Chefin Korosec kritisiert den 8,4 Mrd EUR Beitrag der Pensionistinnen und Pensionisten und fordert volle Pensionsanpassung für alle.

Korosec: Pensionisten sind nicht der „Bankomat der Nation“

Der Budgetdienst des Parlaments beziffert den Beitrag der Pensionistinnen und Pensionisten zur Budgetsanierung durch die neue Teilpension, Änderungen der Korridorpension, Erhöhung der Krankenversicherungsbeiträge und die gedeckelte Pensionsanpassung auf rund 8,4 Mrd EUR.

Ingrid Korosec, Präsidentin des Österreichischen Seniorenbundes, bezeichnet diese Summe als „Mammut-Beitrag“ und fordert einmal mehr „volle Pensionsanpassung für alle“: „Mittlere Pensionen ab 2.500 EUR sind keine „Luxuspensionen“. Sie mussten bei 8 von 9 Pensionsanpassungen der vergangenen Jahre durch „Deckel“ nachhaltig Pensionskürzungen erfahren, obwohl sie dafür ihr Leben eingezahlt haben. In Kombination mit der anhaltenden Teuerung bedeutet das realen Kaufkraftverlust. Daher ist eine volle Pensionsanpassung für alle gerade jetzt angemessen und notwendig. Pensionistinnen und Pensionisten sind nicht der Bankomat der Nation.“

Eine klare Absage erteilt Korosec zudem der Diskussion um „Pensionskürzungen für Lohnnebenkostensenkung“: „Die Entlastung der arbeitenden Menschen ist richtig und notwendig. Dafür habe ich mich immer eingesetzt – und wir haben mit dem Freibetrag für arbeitende Pensionistinnen und Pensionisten auch gezeigt, wie Entlastung gelingen kann. Ich warne aber davor, durch „Umverteilungspolitik“ die arbeitende Generation gegen die Pensionisten auszuspielen.“

Korosec fordert mutige Politik und definiert, was sie darunter versteht: „Mutige Politik bedeutet für mich: visionär zu denken, soziale Fairness sicherzustellen und Vertrauen in das System zu stärken. Bei Pensionen zu kürzen ist keine mutige Politik – das ist der einfachste und gleichzeitig unfairste Weg.“

Als Alternative verweist Korosec auf Christoph Badelt, Präsident des Fiskalrates, und dessen Einschätzung zur langfristigen Finanzierbarkeit des Gesundheitssystems: „Wir brauchen endlich eine Finanzierung aus einer Hand im Gesundheitsbereich, weniger Doppelgleisigkeiten im System und eine klare Prioritätensetzung bei den Ausgaben und Förderungen. Das wäre mutige Politik – nicht Kürzungen bei den Pensionen.“

Abschließend betont Korosec: „Wer immer nur bei den Pensionen ansetzt, wählt den einfachsten Weg – aber nicht den richtigen. Wir brauchen mutige Lösungen, die wirtschaftlich vernünftig sind und gleichzeitig das Vertrauen der Menschen in unser Sozial-, und Pensionssystem erhalten.“

Kontakt: holdhaus communications, Mag. Karin Holdhaus, Telefon: 0664 8562044, E-Mail: [email protected]

Schlagworte

#Pensionen#Budget#Regierungspolitik#Senioren#Arbeit

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