Österreich unterstützt EU-Beitrittsziel Montenegros für 2028
Zweiter Nationalratspräsident Haubner und Montenegros stellvertretender Ministerpräsident Ibrahimović diskutierten über EU-Beitritt und bilaterale Zusammenarbeit.
Der Zweite Nationalratspräsident Peter Haubner empfing heute den stellvertretenden Ministerpräsidenten und Außenminister Montenegros, Ervin Ibrahimović, im österreichischen Parlament. Im Zentrum des Gesprächs standen der EU-Beitrittsprozess Montenegros sowie die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern.
Haubner betonte, dass Österreich bei den EU-Beitrittsbemühungen an der Seite Montenegros stehe. Montenegro sei "auf dem richtigen Weg" und das "ambitionierte Ziel" des EU-Beitritts im Jahr 2028 werde seitens Österreichs unterstützt. Europa müsse zusammenstehen, um die EU-Integration der Westbalkanländer zu forcieren, da die damit einhergehende Stärkung Europas aufgrund der aktuellen globalen Verwerfungen für beide Seiten wichtig sei.
Ibrahimović bezeichnete Montenegro als Stabilitätsfaktor am Westbalkan und hob die Chancen und Ressourcen der Region für die gesamte EU hervor.
Haubner zeigte sich über die guten wirtschaftlichen Beziehungen erfreut, die noch ausbaufähig seien. Österreichische Unternehmen würden gerne in Montenegro investieren und Wachstumsmöglichkeiten vorfinden. Zudem hätten die Österreicherinnen und Österreicher Montenegro als attraktives Reiseziel erkannt.
Beide Gesprächspartner waren sich einig, die Zusammenarbeit im Energiebereich weiter intensivieren zu wollen. Laut Haubner kann Montenegro durch sein Engagement für erneuerbare Energien in diesem Bereich Vorreiter in Europa werden.
Der Zweite Nationalratspräsident unterstrich die gute Zusammenarbeit zwischen dem montenegrinischen und dem österreichischen Parlament. In Bezug auf junge Menschen setze das österreichische Parlament stark auf die Vermittlung der demokratischen Grundwerte, etwa durch die Angebote der Demokratiewerkstatt.
Haubner sah in diesem Bereich Möglichkeiten zur weiteren Zusammenarbeit der beiden Parlamente. Ibrahimović stimmte zu, dass Montenegro in Bezug auf die Öffnung des Parlaments für junge Menschen von den Erfahrungen Österreichs profitieren könne.