Zurück
OTS-MeldungWKÖ/Goldschmiedehandwerk/Wolfgang Hufnagl/UNESCO/Kunst & Kultur

Goldschmiedehandwerk wird UNESCO-Kulturerbe

Österreichische Tradition offiziell in das Nationale Verzeichnis aufgenommen

16. April 2026 um 09:51
Teilen:

Das Goldschmiedehandwerk in Österreich erhält UNESCO-Anerkennung als Immaterielles Kulturerbe. Die jahrhundertealte Tradition wird damit offiziell gewürdigt.

Das Goldschmiedehandwerk in Österreich wurde am 16. April 2026 offiziell in das Nationale Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen. Damit wird eine Handwerkstradition gewürdigt, die seit Jahrhunderten tief in der österreichischen Kultur verankert ist.

Mehr als nur Schmuckherstellung

Goldschmiede fertigen nicht einfach nur Schmuck. Sie schaffen Trauringe für das gemeinsame Leben, Ehrenzeichen für besondere Verdienste, sakrale Geräte für Kirchenräume oder Erinnerungsstücke, die über Generationen weitergegeben werden. Jedes Stück ist mit Bedeutung aufgeladen und erzählt eine eigene Geschichte.

"Goldschmiede schaffen Werte, die bleiben. Unsere Arbeit verbindet handwerkliche Präzision mit Emotion, Erinnerung und kultureller Bedeutung", betont Bundesinnungsmeister Wolfgang Hufnagl. "Die Aufnahme in das Nationale Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes ist eine große Anerkennung für alle, die dieses Wissen mit Leidenschaft ausüben und an die nächste Generation weitergeben."

Alte Techniken, lebendige Gegenwart

Zum Handwerk gehören traditionelle Techniken wie Schmieden, Gravieren, Ziselieren, Treiben, Fassen und das präzise Arbeiten mit Edelmetallen und Edelsteinen. Vieles davon hat sich seit mehr als 5000 Jahren bewährt und wird bis heute in Werkstätten in ganz Österreich weitergegeben.

Die Herstellung reicht vom ersten Entwurf über das Schmelzen, Formen und Fügen bis zum letzten Finish. Die Zahl der Mitgliedsbetriebe des Goldschmiedehandwerks in Österreich liegt in den letzten Jahren stabil bei rund 560.

Tradition und Innovation

Getragen wird die Tradition von einer engagierten Gemeinschaft aus Meisterinnen und Meistern, Gesellinnen und Gesellen sowie Lehrlingen. So bleibt das Wissen nicht nur erhalten, sondern entwickelt sich weiter – zwischen überlieferten Techniken, neuen Gestaltungsideen und einem wachsenden Bewusstsein für nachhaltige Fertigung, Recycling und Qualität.

Die Eintragung in das Nationale Verzeichnis würdigt somit nicht nur die reichhaltige Geschichte, sondern stärkt auch das Bewusstsein für die Zukunft des Goldschmiedehandwerks. Goldschmiede bewahren nicht nur Techniken – sie schaffen Stücke von bleibendem Wert, die Menschen und Generationen miteinander verbinden.

Schlagworte

#UNESCO#Kulturerbe#Goldschmiede#Handwerk#Österreich

Weitere Meldungen

OTS
WKÖ

WKÖ-Gastgewerbe: Wirtschaftliche Realität bei KV-Verhandlungen

16. Apr. 2026
Lesen
OTS
WKÖ

Kraftstoff-Versorgung in Österreich vor kritischer Phase

16. Apr. 2026
Lesen
OTS
WKÖ

Kraftstoffversorgung stabil, aber kritische Phase steht bevor

16. Apr. 2026
Lesen
Alle Meldungen anzeigen