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Gastronomie unter Druck: Personalkosten belasten Betriebe

WKÖ-Analyse zeigt strukturelle Unterschiede zwischen großen und kleinen Gastrobetrieben

15. April 2026 um 09:21
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Neue Branchenanalyse zeigt: Kleine Gastronomiebetriebe leiden besonders unter gestiegenen Mitarbeiterkosten und Preisdruck.

Kleine Betriebe besonders betroffen

Eine aktuelle Analyse zur Lage der österreichischen Gastronomie zeigt, dass vor allem kleine Betriebe infolge von Preissteigerungen und gestiegenen Mitarbeiterkosten unter Druck stehen. Höhere Umsätze helfen laut der Untersuchung wenig, wenn sie aufgrund gestiegener Vorleistungen rein preisgetrieben sind, während das operative Ergebnis und die Gästefrequenz weiterhin unter dem Vor-Pandemie-Niveau verharren.

"Zwar konnte sich die Branche dank Verbesserungen bei Effizienz und Sparsamkeit in einzelnen Kennzahlen stabilisieren, insgesamt steht sie jedoch weiterhin vor großen Herausforderungen", fasst Alois Rainer, Obmann des Fachverbandes Gastronomie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die Ergebnisse des neuen Gastronomie-Fitness-Checks zusammen.

Strukturelle Unterschiede in der Branche

Die Branchenanalyse der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank (OeHT), Prodinger und Kohl & Partner verdeutlicht strukturelle Unterschiede innerhalb der Gastronomie: Größere Betriebe mit über 100 Sitzplätzen konnten ihr Betriebsergebnis im Vergleich zu kleineren Betrieben stärker steigern.

Ein Blick in die Bilanzdaten zeigt, dass sich die Eigenkapitalquote leicht verbessert hat, während kleine Betriebe mit einem Jahresumsatz von bis zu einer Million Euro weiterhin häufig negative Ergebnisse vor Steuern aufweisen.

Personalkosten als zentraler Kostentreiber

Als zentraler Kostentreiber bleiben die Mitarbeiterkosten bestehen: In kleinen Betrieben liegt der Personalaufwand bei über 42,11 Prozent des Umsatzes, in größeren Betrieben bei 39,39 Prozent. Im Verhältnis zum Umsatz ist der Anteil damit im Vergleich zum Vorjahr erneut leicht gestiegen.

Vor diesem Hintergrund unterstreicht Rainer, dass die Branche derzeit keine zusätzlichen Belastungen stemmen kann, und erwartet von der Arbeitnehmerseite die notwendige Bereitschaft, einen ausgewogenen und wirtschaftlich tragfähigen Kollektivvertrag-Abschluss zu ermöglichen.

Schlagworte

#Gastronomie#WKÖ#Personalkosten#Branchenanalyse

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