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Marie Huber wird Niederösterreichische Weinkönigin 2026

Schranawanderin folgt Laura Hummel nach - Weinbau als zentraler Wirtschaftsfaktor

13. April 2026 um 12:41
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Die 26-Jährige aus Schranawand übernimmt das Amt der Niederösterreichischen Weinkönigin. Landeshauptfrau Mikl-Leitner würdigt die Bedeutung des Weinbaus.

Marie Huber aus Schranawand ist die neue Niederösterreichische Weinkönigin 2026. Die junge Frau wurde am Montag im Millenniumssaal des Landhauses in St. Pölten zur Nachfolgerin von Laura Hummel gekürt. Als Vizekönigin steht ihr Laura Neustifter aus Poysdorf zur Seite.

Mikl-Leitner würdigt Bedeutung der Weinkönigin

"Danke, dass ihr euch bereiterklärt, diese Tradition fortzutragen. Für uns ist die Weinkönigin ein unglaublich tolles Aushängeschild", betonte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner bei der feierlichen Krönung. Die Weinkönigin sei sowohl "das Gesicht des Weins" als auch "das Gesicht unserer Region".

Die Landeshauptfrau unterstrich die herausragende Stellung Niederösterreichs im internationalen Weinbau: "Niederösterreich ist die größte Weinbauregion Österreichs. Überall bekommt man auf der Welt niederösterreichischen Wein – egal ob in New York, Paris, Tokio oder London – und überall exzellent und mit einem hervorragenden Ruf."

Wein als Tourismus-Motor

Besonders hob Mikl-Leitner die zentrale Rolle des Weinbaus für den niederösterreichischen Tourismus hervor. "Jeder fünfte Gast, der zu uns nach Niederösterreich kommt, hat einen Grund, und der Grund liegt im Wein und in der Kulinarik. Und jede dritte Nächtigung findet in einer Weinbauregion statt", erklärte sie die wirtschaftliche Bedeutung.

Als Beispiele für erfolgreiche weinbezogene Veranstaltungen führte die Landeshauptfrau den Weinfrühling, den Weinherbst, "Kultur beim Winzer", die Heurigenkultur und die damit verbundene Geselligkeit an. "Das heißt, der Wein ist für uns ganz zentral. Die Menschen lieben den Wein, die Region, die Landschaft und unsere Veranstaltungen", so Mikl-Leitner.

Dankbare Worte an scheidende Weinkönigin

Großes Lob erhielt die scheidende Bundesweinkönigin Laura Hummel samt ihren Vizeköniginnen Ida Haimel und Viktoria Bayer. "Ihr leistet der Region unglaublich tolle Dienste, vor allem der gesamten Weinwirtschaft, aber ihr bringt auch einen Mehrwert nach dieser Funktion in euer persönliches Leben", würdigte Mikl-Leitner deren Arbeit.

Die Landeshauptfrau hob hervor, dass das Amt der Weinkönigin nicht nur der Region diene, sondern auch persönlichen Gewinn bringe: "nämlich unglaublich viel Erfahrung und ganz viele nationale und internationale Kontakte". Laura Hummel und ihr Team hätten "das sensationell gemacht" und für viele "schöne Begegnungen" gesorgt.

Neue Weinkönigin zeigt sich dankbar

Marie Huber zeigte sich sichtlich erfreut über das ihr entgegengebrachte Vertrauen: "Der Weinbau begleitet mich seit meiner Jugend, und die Verbindung aus Tradition, Handwerk und Kultur prägt meinen Lebensweg. Es ist mir eine große Ehre, Niederösterreich als Botschafterin unserer Weinkultur vertreten zu dürfen."

Besonders freue sie sich darauf, neue Menschen kennenzulernen und den Erfahrungsaustausch zu pflegen. Die neue Weinkönigin bringt eine fundierte Ausbildung und praktische Erfahrung mit in ihr Amt.

Ratschläge der scheidenden Königin

Laura Hummel, die ihr Amt noch bis August innehat, reflektierte über ihre Zeit als Bundesweinkönigin: "Es ist ein Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergangen ist." Sie betonte die besondere Verbindung zu ihren Stellvertreterinnen: "Wir teilen die gleiche Leidenschaft und sind gute Freundinnen geworden."

Die Vielfältigkeit des Amtes hob Hummel besonders hervor: "Man ist sowohl bei traditionellen Festen wie Kellergassenfesten dabei, hat aber auch internationale Auftritte." Sie bezeichnete ihre Zeit als Weinkönigin als "bereichernde Zeit" und gab ihrer Nachfolgerin einen wichtigen Rat mit auf den Weg: "Genießt die Zeit in vollen Zügen, bleibt authentisch, gestaltet das Amt auf eure Art und Weise."

Professioneller Auswahlprozess

NÖ Weinbaupräsident Reinhard Zöchmann würdigte die Arbeit der scheidenden Repräsentantinnen: "Ihr wart tolle Botschafterinnen." Mit der heutigen Wahl wurden die Weinkönigin und ihre Vizeköniginnen nach zweijähriger Amtszeit planmäßig abgelöst.

Im Vorfeld der Prämierung mussten sich die Bewerberinnen einer Fachjury stellen, die aus Vertretern des Weinbauverbandes Niederösterreich, der niederösterreichischen Weinwirtschaft sowie Medienvertretern besteht. Diese Jury kürte im Anschluss an die Präsentationen die Siegerin.

Porträt der neuen Weinkönigin

Marie Huber stammt aus Schranawand und ist tief im Weinbau verwurzelt. Sie absolvierte die HBLA für Wein- und Obstbau Klosterneuburg mit Auszeichnung und erwarb dort fundiertes Fachwissen in Weinbau und Kellerwirtschaft.

Besonders hervorzuheben ist ihre wissenschaftliche Arbeit: Ihre Diplomarbeit zur Evaluierung weinsensorischer Analysemethoden war so bemerkenswert, dass deren Ergebnisse in der Fachzeitschrift "Der Winzer" veröffentlicht wurden. Dies zeigt ihre fachliche Kompetenz bereits während der Ausbildung.

Praktische Erfahrung im In- und Ausland

Neben ihrer theoretischen Ausbildung sammelte Marie Huber umfassende praktische Erfahrung. Sie arbeitete sowohl im elterlichen Weingut als auch bei Praktika im In- und Ausland, unter anderem in einem Schweizer Weingut. Diese internationale Erfahrung wird ihr in ihrer neuen Rolle als Botschafterin des niederösterreichischen Weins zugutekommen.

Auch im direkten Gästekontakt bringt sie langjährige Erfahrung aus dem Heurigen- und Servicebereich mit – eine wichtige Qualifikation für die repräsentativen Aufgaben einer Weinkönigin.

Vizekönigin mit kreativer Ader

Laura Neustifter aus Poysdorf, die neue Vizekönigin, ist ebenfalls tief im Weinbau verwurzelt. Sie wuchs im familieneigenen Weinbaubetrieb auf und war schon früh in alle Bereiche des Weinguts eingebunden – vom Heurigenbetrieb über Veranstaltungen bis hin zur Arbeit im Keller und in den Weingärten.

Nach ihrer Ausbildung an der Agro-HAK in Mistelbach, die sie mit Matura und landwirtschaftlicher Facharbeiterprüfung abschloss, absolvierte sie ein Kolleg für Grafik- und Kommunikationsdesign in Wien. Diese einzigartige Kombination aus fachlicher Kompetenz und kreativer Gestaltung ermöglicht es ihr, den Wein auch aus neuen, modernen Perspektiven zu präsentieren.

Niederösterreich als Weinbau-Nummer eins

Die Zahlen unterstreichen die Bedeutung Niederösterreichs für den österreichischen Weinbau: Als größte Weinbauregion des Landes spielt das Bundesland eine zentrale Rolle für die gesamte heimische Weinwirtschaft. Der internationale Erfolg niederösterreichischer Weine in Metropolen wie New York, Paris, Tokio und London zeigt die hohe Qualität und den ausgezeichneten Ruf der Region.

Die touristische Bedeutung ist ebenfalls beachtlich: Mit einem Fünftel aller Gäste, die wegen Wein und Kulinarik nach Niederösterreich kommen, und einem Drittel aller Nächtigungen in Weinbauregionen ist der Weinbau ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor für das Bundesland.

Marie Huber und Laura Neustifter haben nun zwei Jahre Zeit, als Botschafterinnen der niederösterreichischen Weinkultur zu wirken und die erfolgreiche Arbeit ihrer Vorgängerinnen fortzusetzen. Mit ihrer fachlichen Kompetenz und persönlichen Ausstrahlung sind sie bestens gerüstet für diese verantwortungsvolle Aufgabe.

Schlagworte

#Weinkönigin#Niederösterreich#Weinbau#Marie Huber#Mikl-Leitner

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