Schranawanderin folgt Laura Hummel nach - Weinbau als zentraler Wirtschaftsfaktor
Die 26-Jährige aus Schranawand übernimmt das Amt der Niederösterreichischen Weinkönigin. Landeshauptfrau Mikl-Leitner würdigt die Bedeutung des Weinbaus.
Marie Huber aus Schranawand ist die neue Niederösterreichische Weinkönigin 2026. Die Wahl fand am Montag im Millenniumssaal im Landhaus in St. Pölten statt. Als Vizekönigin steht ihr Laura Neustifter aus Poysdorf zur Seite.
"Danke, dass ihr euch bereiterklärt, diese Tradition fortzutragen. Für uns ist die Weinkönigin ein unglaublich tolles Aushängeschild", betonte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Die Weinkönigin sei sowohl "das Gesicht des Weins" als auch "das Gesicht unserer Region".
Die Landeshauptfrau unterstrich die herausragende Stellung Niederösterreichs im internationalen Weinbau: "Niederösterreich ist die größte Weinbauregion Österreichs. Überall bekommt man auf der Welt niederösterreichischen Wein – egal ob in New York, Paris, Tokio oder London – und überall exzellent und mit einem hervorragenden Ruf."
Besonders hob Mikl-Leitner die zentrale Rolle des Weinbaus für den niederösterreichischen Tourismus hervor. "Jeder fünfte Gast, der zu uns nach Niederösterreich kommt, hat einen Grund, und der Grund liegt im Wein und in der Kulinarik. Und jede dritte Nächtigung findet in einer Weinbauregion statt", erklärte sie.
Als Beispiele für weinbezogene Veranstaltungen nannte die Landeshauptfrau den Weinfrühling, den Weinherbst, "Kultur beim Winzer" und die Heurigenkultur. "Das heißt, der Wein ist für uns ganz zentral. Die Menschen lieben den Wein, die Region, die Landschaft und unsere Veranstaltungen", so Mikl-Leitner.
Großes Lob erhielt die scheidende Bundesweinkönigin Laura Hummel samt ihren Vizeköniginnen Ida Haimel und Viktoria Bayer. "Ihr leistet der Region unglaublich tolle Dienste, vor allem der gesamten Weinwirtschaft, aber ihr bringt auch einen Mehrwert nach dieser Funktion in euer persönliches Leben", würdigte Mikl-Leitner deren Arbeit.
Die Landeshauptfrau sagte weiter: "nämlich unglaublich viel Erfahrung und ganz viele nationale und internationale Kontakte". Hummel und ihr Team hätten "das sensationell gemacht" und für viele "schöne Begegnungen" gesorgt.
Marie Huber sagte: "Der Weinbau begleitet mich seit meiner Jugend, und die Verbindung aus Tradition, Handwerk und Kultur prägt meinen Lebensweg. Es ist mir eine große Ehre, Niederösterreich als Botschafterin unserer Weinkultur vertreten zu dürfen."
Sie freue sich darauf, neue Menschen kennenzulernen und den Erfahrungsaustausch zu pflegen.
Laura Hummel, die ihr Amt noch bis August innehat, sagte: "Es ist ein Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergangen ist." Sie betonte die Verbindung zu ihren Stellvertreterinnen: "Wir teilen die gleiche Leidenschaft und sind gute Freundinnen geworden."
Hummel hob die Vielfältigkeit des Amtes hervor: "Man ist sowohl bei traditionellen Festen wie Kellergassenfesten dabei, hat aber auch internationale Auftritte." Sie nannte ihre Zeit als Weinkönigin eine "bereichernde Zeit" und gab ihrer Nachfolgerin den Rat: "Genießt die Zeit in vollen Zügen, bleibt authentisch, gestaltet das Amt auf eure Art und Weise."
NÖ Weinbaupräsident Reinhard Zöchmann würdigte die Arbeit der scheidenden Repräsentantinnen: "Ihr wart tolle Botschafterinnen." Mit der heutigen Wahl wurden die Weinkönigin und ihre Vizeköniginnen nach zweijähriger Amtszeit abgelöst.
Im Vorfeld der Prämierung mussten sich die Bewerberinnen einer Fachjury stellen, die aus Vertretern des Weinbauverbandes Niederösterreich, der niederösterreichischen Weinwirtschaft sowie Medienvertretern besteht. Diese Jury kürte im Anschluss an die Präsentationen die Siegerin.
Marie Huber stammt aus Schranawand und ist im Weinbau verwurzelt. Sie absolvierte die HBLA für Wein- und Obstbau Klosterneuburg mit Auszeichnung und erwarb dort Fachwissen in Weinbau und Kellerwirtschaft.
Ergebnisse ihrer Diplomarbeit zur Evaluierung weinsensorischer Analysemethoden wurden in der Fachzeitschrift "Der Winzer" veröffentlicht. Neben ihrer Ausbildung sammelte sie praktische Erfahrung im elterlichen Weingut sowie bei Praktika im In- und Ausland, unter anderem in einem Schweizer Weingut. Zudem hat sie Erfahrung im Heurigen- und Servicebereich.
Laura Neustifter aus Poysdorf wuchs im familieneigenen Weinbaubetrieb auf und war in verschiedene Bereiche des Weinguts eingebunden – vom Heurigenbetrieb über Veranstaltungen bis zur Arbeit im Keller und in den Weingärten.
Nach ihrer Ausbildung an der Agro-HAK in Mistelbach, die sie mit Matura und landwirtschaftlicher Facharbeiterprüfung abschloss, absolvierte sie ein Kolleg für Grafik- und Kommunikationsdesign in Wien. Diese Ausbildungskombination ist im OTS so genannt.
Niederösterreich ist die größte Weinbauregion Österreichs und spielt eine zentrale Rolle für die heimische Weinwirtschaft. Der internationale Erfolg niederösterreichischer Weine und die touristische Bedeutung des Weinbaus wurden von Landeshauptfrau Mikl-Leitner hervorgehoben.