Arval-Studie zeigt Wandel bei Unternehmensfahrzeugen trotz steigendem Kostendruck
92% der österreichischen Unternehmen erwarten stabiles Flottenwachstum. Gebrauchtfahrzeuge werden Standard, E-Mobilität setzt sich durch.
Österreichs Unternehmen zeigen sich trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten optimistisch bezüglich ihrer Fuhrparks. Das aktuelle Fuhrpark- und Mobilitätsbarometer 2026 des Arval Mobility Observatory belegt: 92 Prozent der heimischen Betriebe rechnen in den nächsten drei Jahren mit gleichbleibenden oder wachsenden Flottenvolumen.
"Der Optimismus zieht sich durch alle Unternehmensgrößen. Zwar werden Fahrzeuge im Schnitt länger genutzt als früher, wir beobachten dennoch ein Wachstum", erklärt Gregor Bilik, Geschäftsführer von Arval Austria. Die Studie basiert auf Interviews mit 10.157 Unternehmensentscheidern in 33 Ländern, davon 300 in Österreich.
Trotz des grundsätzlichen Optimismus stehen Unternehmen vor neuen Herausforderungen. Steigende Treibstoffpreise und wirtschaftliche Unsicherheiten erhöhen den Druck, Mobilität effizienter zu gestalten. "Die aktuelle Preisralley an den Zapfsäulen sorgt für Verunsicherung. Wir rechnen damit, dass Unternehmen noch schneller auf E-Mobilität, Gebrauchtfahrzeuge und alternative Mobilitätslösungen umsteigen wollen", so Bilik.
Ein besonders markanter Trend zeigt sich beim Einsatz von Gebrauchtfahrzeugen. 91 Prozent der befragten österreichischen Unternehmen setzen bereits darauf oder planen deren Integration in ihre Flotten. Damit liegt Österreich über dem europäischen Durchschnitt und zeigt, wie sich Gebrauchtfahrzeuge vom Nischensegment zu einem festen Bestandteil moderner Fuhrparks entwickeln.
Leasinganbieter spielen dabei eine zentrale Rolle, indem sie geprüfte Fahrzeuge mit transparenten Kostenmodellen und integrierten Services anbieten. "Mittlerweile kommen auch elektrische Fahrzeuge der ersten Generation verstärkt auf den Gebrauchtwagenmarkt. So können sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen, die bisher zögerten, einfacher in die E-Mobilität einsteigen", erläutert Bilik.
Die Elektrifizierung österreichischer Unternehmensflotten schreitet voran. 73 Prozent der Unternehmen mit Pkw-Flotten nutzen bereits elektrifizierte Antriebe oder planen deren Einsatz in den kommenden drei Jahren. Hauptmotivatoren sind dabei geringere Treibstoffkosten und reduzierte Umweltauswirkungen.
"Trotz fehlender Förderungen investieren heimische Unternehmen konsequent in den Mobilitätswandel", betont Bilik. "Das Angebot entwickelt sich dynamisch weiter: Neue Modelle, größere Reichweiten und mehr Auswahl erleichtern den Umstieg."
Trotz des Fortschritts bei der E-Mobilität identifiziert die Studie die Ladeinfrastruktur als Bremsfaktor. 42 Prozent der befragten Unternehmen sehen fehlende öffentliche Ladepunkte als Haupthindernis, während 39 Prozent auf mangelnde Lademöglichkeiten zu Hause verweisen.
Mehr als die Hälfte investiert in Ladepunkte am eigenen Standort oder plant dies kurzfristig. Zusätzlich statten Arbeitgeber ihre Mitarbeitenden mit Wallboxen aus oder bieten flexible Ladelösungen an.
"Mit dem flexiblen Arval Energy Cable unterstützen wir Unternehmen dabei, das Laden zu Hause einfach und zusätzlich günstiger abzuwickeln", erklärt Bilik.
Kaum ein österreichisches Unternehmen verzichtet heute auf Angebote zur Mitarbeitermobilität. Neben klassischen Dienstwagen sind vor allem Öffi-Zuschüsse weit verbreitet: 41 Prozent der Unternehmen unterstützen ihre Beschäftigten hier finanziell.
Alternative Mobilitätsmodelle gewinnen an Bedeutung:
Bei den Finanzierungsmodellen für Fuhrparks dominiert in Österreich das Finanzierungsleasing mit 44 Prozent, gefolgt vom klassischen Fahrzeugkauf mit 36 Prozent. Full-Service-Leasing ist zwar noch weniger verbreitet als in anderen europäischen Ländern. 22 Prozent der Unternehmen planen den Umstieg auf Full-Service-Leasing oder eine vermehrte Nutzung in den nächsten drei Jahren.
"Unternehmen brauchen heute vor allem eines: volle Kostenkontrolle. Genau hier spielt Full-Service-Leasing seine Stärke aus, mit klar kalkulierbaren Raten und weniger Komplexität im Fuhrpark", sagt Bilik.
Das Marktforschungsunternehmen Ipsos führte die Interviews zwischen dem 25. August und 11. November 2025 durch. Die Teilnehmer wurden per Telefon rekrutiert und befragt, wobei alle befragten Unternehmen mindestens ein Fahrzeug betreiben.
Die Verteilung der österreichischen Befragten:
Arval ist auf Full-Service-Fahrzeugleasing und neue Mobilitätslösungen spezialisiert und wurde 1989 gegründet. Arval befindet sich vollständig im Besitz von BNP Paribas. Bis Ende Dezember 2025 hat Arval weltweit 1,9 Millionen Fahrzeuge verleast.