Traditionelles Handwerk trifft auf modernste Technik in der Ausbildung
Die renommierte Weinbauschule Krems investiert in eine neue Brennerei-Anlage und verbindet damit alte bäuerliche Tradition mit modernster Technik.
Die Weinbauschule Krems hat eine neue Schnapsbrennerei in Betrieb genommen. Die Schule setzt dabei traditionelle bäuerliche Handwerkskunst mit moderner Technik zusammen und betont damit die Bedeutung von Qualität in der Ausbildung.
„Die neue Anlage ist weit mehr als eine technische Investition. Sie ist ein klares Bekenntnis zur Qualität in der Ausbildung – denn alte Handwerkskunst trifft hier auf moderne Technik. Somit gehen Bildung und Handwerk Hand in Hand“, betont Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister. Sie dankt den Lehrkräften und Angestellten der Fachschule Krems für ihr Engagement und ihre Leidenschaft, mit der sie die bäuerliche Tradition des Schnapsbrennens weiterführen.
Direktor Dieter Faltl sagt: „Die neue Brennerei ist ein Meilenstein für die Weinbauschule Krems, denn sie verbindet das Beste aus zwei Welten: das unersetzliche Wissen erfahrener Lehrkräfte sowie Brennmeister und der Einsatz zeitgemäßer Technik.“
Auszeichnungen bei der Ab-Hof-Messe in Wieselburg werden in der OTS als Beleg für den guten Namen der Schule in der Welt der Edelbrände genannt.
Brennmeister Christian Engel, der an der Weinbauschule für das Schnapsbrennen verantwortlich ist, erklärt Anforderungen an einen Edelbrand: „Einem Edelbrand dürfen weder Aromen, Zucker noch sonstige Zusatzstoffe beigemengt werden – dies ist gesetzlich vorgeschrieben. Daher gilt es, das Aroma der Frucht beim Brennen möglichst intensiv zu erhalten.“
Engel erläutert, dass die Qualität bereits bei der Auswahl der Früchte beginnt: ausgereifte und qualitativ hochwertige Früchte werden zu Maische zerkleinert und vergoren. Beim Brennen und der Destillation ist die sorgfältige Kontrolle des passenden Temperaturverlaufs und langjährige Erfahrung gefragt, um hochwertige Edelbrände herzustellen.
Die Marillen und Äpfel, die dabei in den Bottich kommen, wachsen auf dem Schulgelände.