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Wohnminister Babler startet neues Beratungsgremium

Erstes ehrenamtliches Wohngremium tagt im Bundesministerium

10. April 2026 um 09:51
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Vizekanzler Andreas Babler empfing Experten zur ersten Sitzung des neuen Wohnbau-Gremiums im Ministerium.

Vizekanzler und Wohnminister Andreas Babler hat am 9. April die erste Sitzung des neuen ehrenamtlichen Gremiums "Wohnen" im Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport abgehalten. Das Beratungsgremium soll künftig wichtige Impulse für die österreichische Wohnpolitik liefern.

Wohnen als Grundrecht im Fokus

"Wohnen ist ein grundlegendes Bedürfnis und ein Grundrecht aller Menschen. Es betrifft nicht nur ein Dach über dem Kopf, sondern auch Lebensqualität, Sicherheit und die Möglichkeit zur gesellschaftlichen Teilhabe", erklärte Babler bei der Auftaktveranstaltung. Mit dieser Aussage unterstrich der Vizekanzler die zentrale Bedeutung der Wohnpolitik für die österreichische Gesellschaft.

Die Einrichtung des Gremiums ist Teil der im Regierungsprogramm festgeschriebenen Maßnahmen, um leistbares Wohnen zu einem zentralen Politikthema in Österreich zu machen. Das Wohn- und Immobilienwesen wird dabei als wichtige Querschnittsmaterie behandelt, die verschiedene gesellschaftliche Bereiche betrifft.

Koordination zwischen den Ebenen

Eine der größten Herausforderungen in der österreichischen Wohnpolitik liegt in der komplexen Zuständigkeitsverteilung. "Die Wohnfrage ist ein wichtiges gesellschaftliches Thema, das breite Aufmerksamkeit verdient. In Österreich sind Zuständigkeiten im Wohnbereich auf mehrere Ebenen verteilt – Bund, Länder und Gemeinden übernehmen jeweils unterschiedliche Aufgaben. Umso wichtiger ist es, diese Ebenen besser aufeinander abzustimmen", betonte Babler.

Diese föderale Struktur macht eine koordinierte Herangehensweise besonders wichtig. Das neue Gremium soll dabei helfen, die verschiedenen Akteure und ihre Interessen besser zu vernetzen und abzustimmen.

Vielfältige Expertise im Gremium

Das ehrenamtliche Beratungsgremium setzt sich aus einem breiten Spektrum von Fachleuten zusammen. Vertreter der Immobilienwirtschaft, gesetzlicher Interessensvertretungen, Mieterschutzorganisationen, zuständiger Ministerien, Sozial- und Umweltschutzorganisationen sowie aus Architektur und Forschung bringen ihre jeweilige Expertise ein.

Martin Orner, Leiter der Abteilung Wohnstrategie des Bundesministeriums, dankte den Teilnehmern für ihre Bereitschaft: "Beim Thema Wohnen stehen wir vor großen Herausforderungen, wir danken daher den Teilnehmer:innen des Gremiums für ihre Unterstützung und Bereitschaft, ihren Beitrag zur Verbesserung der Leistbarkeit des Wohnens, zum Klimaschutz im Wohnbau, zur Stärkung des sozialen Wohnbaus und zu vielen anderen wichtigen Themen zu leisten."

Zentrale Themenbereiche

Das Gremium wird sich mit verschiedenen wichtigen Aspekten der Wohnpolitik beschäftigen:

  • Verbesserung der Leistbarkeit des Wohnens
  • Klimaschutz im Wohnbau
  • Stärkung des sozialen Wohnbaus
  • Koordination zwischen verschiedenen Verwaltungsebenen
  • Nachhaltige Stadtentwicklung

Diese Themen spiegeln die aktuellen Herausforderungen am österreichischen Wohnungsmarkt wider. Steigende Preise, demografischer Wandel und Klimaziele erfordern innovative Lösungsansätze.

Regelmäßige Beratung geplant

Unter der Leitung des Wohnministeriums wird sich das Gremium künftig zweimal jährlich treffen, um den weiteren Handlungsbedarf im Bereich "Wohnen" zu diskutieren und konkrete Maßnahmen abzuleiten. Zusätzlich sind themenbezogene Einzeltermine vorgesehen, um spezifische Fragestellungen zu bearbeiten.

Diese regelmäßige Beratung soll sicherstellen, dass die Wohnpolitik kontinuierlich an die sich ändernden gesellschaftlichen Bedürfnisse angepasst wird. Das Gremium fungiert dabei als wichtige Schnittstelle zwischen Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.

Bedeutung für die Zukunft

Die Einrichtung des Beratungsgremiums zeigt, dass die Bundesregierung das Thema Wohnen ernst nimmt und verschiedene Stakeholder in die Politikgestaltung einbeziehen möchte. In Zeiten steigender Wohnkosten und wachsender Herausforderungen durch den Klimawandel ist ein koordiniertes Vorgehen besonders wichtig.

Das neue Gremium könnte damit zu einem wichtigen Instrument werden, um die österreichische Wohnpolitik zukunftsfähig zu gestalten und die Lebenssituation der Bürgerinnen und Bürger zu verbessern. Die Zusammenarbeit verschiedener Expertinnen und Experten verspricht dabei praxisnahe und umsetzbare Lösungsvorschläge.

Mit dieser Initiative setzt Vizekanzler Babler ein klares Signal für die Priorität des Themas Wohnen in der aktuellen Regierungsarbeit. Die kommenden Sitzungen werden zeigen, welche konkreten Maßnahmen aus den Beratungen hervorgehen werden.

Schlagworte

#Wohnpolitik#Andreas Babler#Wohnbau#Österreich#Regierung

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