Europäischer Globalisierungsfonds unterstützt Wiedereingliederung von 420 Beschäftigten
Das EU-Parlament hat 1,8 Millionen Euro für ehemalige KTM-Mitarbeiter freigegeben. Weiterbildung soll rasche Rückkehr in den Arbeitsmarkt ermöglichen.
Das Europäische Parlament hat am Donnerstag die Freigabe von 1,8 Millionen Euro aus dem Europäischen Globalisierungsfonds (EGF) beschlossen. Rund 420 ehemalige Beschäftigte des oberösterreichischen Motorradherstellers KTM sollen mit diesem Geld bei der Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt unterstützt werden.
Die Gelder sollen für Weiterbildungs- und Umschulungsmaßnahmen eingesetzt werden, um den Betroffenen eine rasche Rückkehr in die Arbeitswelt zu ermöglichen.
Reinhold Binder, Bundesvorsitzender der Produktionsgewerkschaft (PRO-GE), zeigt sich erfreut über die Entscheidung des EU-Parlaments: "Mit dieser Entscheidung hat das EU-Parlament dazu beigetragen, Menschen, die ihren Arbeitsplatz bei KTM in Mattighofen verloren haben, wieder eine Perspektive zu geben. Österreich braucht Fachkräfte und wir können es uns nicht leisten, auf die Erfahrung und das Engagement dieser Menschen zu verzichten."
Binder erläutert in einem weiteren Statement: "Bei KTM haben eine Reihe schwerwiegender Managementfehler und die Gier nach kurzfristiger Rendite dazu geführt, dass mehr als tausend Personen ihren Arbeitsplatz verloren haben." Er verweist dabei auch auf großzügige Corona-Förderungen für das Unternehmen.
Die Gewerkschaft PRO-GE betont, dass Unternehmer, die öffentliches Geld erhalten, Verantwortung für ihre Beschäftigten tragen müssen. "Nur so können wir verhindern, dass Steuergeld dazu verwendet wird, die Anteilseigner reicher zu machen, während die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf der Strecke bleiben", so Binder.