Intelligente Systeme können Energieverbrauch drastisch senken
Moderne Gebäudetechnik wird zum zentralen Hebel für Klimaschutz und günstigeres Wohnen - neue Ausbildungsoffensive startet.
Anlässlich des Tags der Gebäudetechnik am 27. März unterstreichen Christian Bräuer, Bundesinnungsmeister der Elektriker, und Anton Berger, Bundesinnungsmeister der Installateure, die zentrale Bedeutung intelligenter und nachhaltiger Systeme für Energieeffizienz, leistbares Wohnen und Klimaschutz.
„Gebäudetechnik ist heute weit mehr als reine Infrastruktur“, betont Christian Bräuer. Durch intelligente Erzeugung, Speicherung und Vernetzung von Energie sowie den gezielten Einsatz von Systemen der Gebäudeautomation lassen sich Prozesse optimieren und Energiekosten für Haushalte und Unternehmen nachhaltig senken. Die technologischen Lösungen stehen bereit: Smart-Home-Anwendungen, energieeffiziente Heizsysteme und die intelligente Vernetzung von Energieproduktion und -verbrauch werden im OTS als relevante Technologien genannt.
Mit Blick auf die europäische Gebäuderichtlinie kommt es nun auf die konkrete Umsetzung in Österreich an. Aus Sicht der Branchenvertreter braucht es dabei klare Schwerpunkte: mehr energetische Sanierungen statt rein thermischer Maßnahmen, eine konsequente Steigerung der Energieeffizienz sowie eine stärkere Digitalisierung im Gebäudebereich.
„Entscheidend ist nun die konsequente und praxisorientierte Umsetzung“, so Bräuer. Intelligente und nachhaltige Systeme ermöglichen es laut OTS, Energie gezielt zu steuern, Verluste zu minimieren und so Kosten zu senken.
Anton Berger hebt die Bedeutung von Ausbildung hervor: „Der Stellenwert der Installations- und Gebäudetechnik hat durch die Digitalisierung und die Dekarbonisierung immens an Bedeutung gewonnen.“ Die OTS nennt, dass in der neuen Lehrausbildung für Installateurinnen und Installateure innovative Technologien und Green Skills eine Rolle spielen und dass die Veröffentlichung dieser Lehrinhalte noch in diesem Jahr erwartet wird.
Der Bereich Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechnik umfasst laut OTS 7.650 Mitgliedsbetriebe mit einer Bruttowertschöpfung von 2.515 Mio. Euro, Umsatzerlösen von 7.135 Mio. Euro, 36.056 Beschäftigten und 4.182 Lehrlingen.
Der Bereich Elektro-, Gebäude-, Alarm- und Kommunikationstechnik umfasst laut OTS 16.000 Mitgliedsbetriebe mit einer Bruttowertschöpfung von 4.507 Mio. Euro, Umsatzerlösen von 11.913 Mio. Euro, 54.883 Beschäftigten und 6.294 Lehrlingen.
Die OTS stellt zusammenfassend fest: Die technologischen Lösungen sind vorhanden; entscheidend ist deren konsequente Umsetzung. Mit geeigneter Ausbildung und Umsetzung können intelligente und nachhaltige Gebäudetechniksysteme nach Ansicht der Branchenvertreter einen Beitrag zu Energieeffizienz, Klimaschutz und leistbarem Wohnen leisten.