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Wien lädt zur Safe Democracy Convention ein

Hochkarätige Experten diskutieren über Digitale Souveränität

24. März 2026 um 13:21
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Am 26. März treffen sich Politiker und IT-Experten im Wiener Rathaus zur zweiten Safe Democracy Convention über digitale Demokratie.

Die österreichische Hauptstadt Wien wird am 26. März 2025 erneut zum Schauplatz einer wichtigen Diskussion über die Zukunft der Demokratie im digitalen Zeitalter. Die zweite Auflage der "Safe Democracy Convention" im Wiener Rathaus widmet sich dem hochaktuellen Thema der Digitalen Souveränität - einer Frage, die angesichts geopolitischer Spannungen und zunehmender Cyberbedrohungen immer relevanter wird.

Hochkarätige Expertenrunde zur digitalen Transformation

Organisiert wird die Veranstaltung von Innovation in Politics in Zusammenarbeit mit Wiens Demokratiestadtrat Jürgen Czernohorszky. Besonders bemerkenswert ist die Teilnehmerliste, die führende Köpfe der deutschen und österreichischen Digitalisierungslandschaft versammelt.

Mit Dirk Schrödter, Minister für Digitalisierung und Chef der Staatskanzlei Schleswig-Holstein, kommt ein ausgewiesener Experte für staatliche Digitalisierungsstrategien nach Wien. Schleswig-Holstein gilt als Vorreiter bei der digitalen Transformation der öffentlichen Verwaltung in Deutschland und hat bereits mehrere innovative Projekte zur digitalen Bürgerbeteiligung umgesetzt.

Laura Dornheim, IT-Referentin und Chief Information Officer (CIO) der Landeshauptstadt München, bringt praktische Erfahrungen aus der kommunalen IT-Landschaft mit. München hat sich in den vergangenen Jahren als eine der digitalisierten Städte Deutschlands profiliert und setzt verstärkt auf Open-Source-Lösungen und digitale Bürgerdienste.

Wien als Vorreiter für sichere Demokratie

Auf österreichischer Seite wird Klemens Himpele, CIO der Stadt Wien, seine Expertise einbringen. Wien hat sich bereits als innovativer Standort für digitale Verwaltung etabliert und verschiedene Pilotprojekte zur digitalen Bürgerbeteiligung gestartet. Die Stadt setzt dabei besonders auf Datenschutz und Transparenz - zentrale Elemente der digitalen Souveränität.

Stadtrat Jürgen Czernohorszky, zuständig für Klima, Umwelt, Demokratie und Personal, betont die Bedeutung der Veranstaltung: "Angesichts der geopolitischen Spannungen und der daraus entstehenden Unsicherheit für die Demokratie im digitalen Raum rückt die Frage der Digitalen Souveränität immer stärker ins Zentrum."

Digitale Souveränität als Schlüsselthema

Das Konzept der Digitalen Souveränität umfasst verschiedene Aspekte: Von der technologischen Unabhängigkeit über Datenschutz bis hin zur demokratischen Kontrolle über digitale Infrastrukturen. Für Städte und Länder bedeutet dies konkret, eigene Kompetenzen aufzubauen und nicht vollständig von großen Tech-Konzernen abhängig zu sein.

Die Diskussion ist besonders relevant vor dem Hintergrund zunehmender Cyberangriffe auf demokratische Institutionen und der Konzentration digitaler Macht bei wenigen globalen Plattformen. Experten fordern daher verstärkt europäische Lösungen und eine größere Kontrolle über die digitale Infrastruktur.

Praktische Ansätze in der kommunalen Verwaltung

Städte wie Wien und München haben bereits konkrete Schritte unternommen, um ihre digitale Souveränität zu stärken. Dazu gehören der Einsatz von Open-Source-Software, die Entwicklung eigener digitaler Plattformen und die Stärkung der IT-Kompetenzen in der Verwaltung.

Ein wichtiger Aspekt ist auch die Bürgerbeteiligung: Digitale Tools sollen nicht nur die Verwaltung effizienter machen, sondern auch die demokratische Teilhabe stärken. Dabei müssen jedoch Datenschutz und Transparenz gewährleistet sein.

Innovation in Politics als Veranstalter

Die Safe Democracy Convention wird von Innovation in Politics organisiert, einem Institut, das sich der Stärkung demokratischer Prozesse durch innovative Ansätze widmet. CEO Martina Fürrutter wird ebenfalls an der Diskussion teilnehmen und die Ergebnisse der Konferenz präsentieren.

Das Institut hat sich zum Ziel gesetzt, Best Practices im Bereich der digitalen Demokratie zu identifizieren und zu verbreiten. Die Safe Democracy Convention ist dabei ein wichtiges Format, um Erfahrungen auszutauschen und neue Ansätze zu diskutieren.

Pressegespräch im Wiener Rathaus

Das Pressegespräch zur Safe Democracy Convention findet am Donnerstag, 26. März 2025, um 09:00 Uhr im Steinsaal II des Wiener Rathaus statt (Eingang Lichtenfelsgasse). Medienvertreter sind herzlich eingeladen, benötigen jedoch einen gültigen Presseausweis für den Zutritt.

Die Veranstaltung verspricht wichtige Impulse für die Diskussion über die Zukunft der Demokratie im digitalen Zeitalter zu liefern. Angesichts der aktuellen Herausforderungen - von Desinformation über Cyberangriffe bis hin zur digitalen Kluft - ist der Austausch zwischen Experten aus verschiedenen Ländern und Bereichen von großer Bedeutung.

Ausblick auf die Konferenz

Die Safe Democracy Convention wird voraussichtlich konkrete Handlungsempfehlungen für Städte und Regionen erarbeiten. Dabei geht es um praktische Fragen wie die Auswahl geeigneter Technologien, die Entwicklung digitaler Kompetenzen und die Gestaltung bügerfreundlicher Online-Services.

Ein besonderer Fokus liegt auf der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit: Digitale Herausforderungen machen nicht an Landesgrenzen halt, daher sind gemeinsame europäische Ansätze gefragt. Die Teilnahme von Experten aus Deutschland und Österreich unterstreicht diesen Aspekt.

Die Ergebnisse der Konferenz werden nicht nur für Fachkreise von Interesse sein, sondern auch für Bürgerinnen und Bürger, die sich für die Zukunft der digitalen Demokratie interessieren. Wien positioniert sich damit einmal mehr als innovativer Standort für demokratische Innovation und digitale Transformation.

Schlagworte

#Digitale Souveränität#Safe Democracy Convention#Wien#Czernohorszky#Digitalisierung

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