WK-Präsident Mandl sieht in EU-Mercosur und Australien-Deal wichtige Impulse für heimische Exporteure
Die Wirtschaftskammer Kärnten begrüßt die jüngsten Handelsabkommen der EU. Präsident Mandl verspricht sich davon neue Exportchancen für das Land.
Die österreichische Exportwirtschaft kann auf neue internationale Märkte blicken: Die jüngsten Handelsabkommen der Europäischen Union stoßen in Kärnten auf positive Resonanz. Wirtschaftskammer-Präsident Jürgen Mandl sieht in den Vereinbarungen mit Australien und den Mercosur-Staaten wichtige Weichenstellungen für die heimische Wirtschaft.
"Besonders für ein kleines, exportstarkes Bundesland wie Kärnten sind offene Märkte und verlässliche Handelsbeziehungen entscheidend", betont Mandl die strategische Bedeutung der neuen Abkommen. "Freihandelsabkommen sind kein Selbstzweck, sondern sichern Arbeitsplätze, Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit."
Besonders optimistisch zeigt sich die Kärntner Wirtschaft bezüglich des neuen Abkommens zwischen der Europäischen Union und Australien. Nach jahrelangen Verhandlungen konnte hier ein Durchbruch erzielt werden. Das Abkommen sieht den Abbau von Zöllen und Handelshemmnissen vor und eröffnet europäischen Unternehmen neue Marktchancen.
"Das ist ein wichtiger Impuls für die Wirtschaft und ein starkes Zeichen für internationale Zusammenarbeit in herausfordernden Zeiten", so Mandl.
Auch das vorläufige Inkrafttreten des Mercosur-Abkommens mit 1. Mai bewertet der WK-Präsident positiv. Die Vereinbarung mit den südamerikanischen Staaten soll den Handel erleichtern und große Teile der Zölle abbauen.
"Dieses Abkommen schafft Zugang zu einem der größten Wachstumsmärkte der Welt und bringt unseren Betrieben konkrete Vorteile", erklärt Mandl.
Mandl spricht bei seiner Einschätzung auch aus eigener unternehmerischer Erfahrung: "Ich bin selbst als Händler von Backmaschinen international tätig und weiß, wie wichtig verlässliche Rahmenbedingungen für den Export sind. Jeder Abbau von Bürokratie und Zollschranken erleichtert den Unternehmen die Arbeit enorm."
"Wir werden schon bald eine Wirtschaftsmission nach Venezuela entsenden, um frühzeitig neue Märkte zu erschließen und heimische Betriebe zu unterstützen", kündigt Mandl an.
Über die regionalen Auswirkungen hinaus sieht Mandl in den Handelsabkommen auch eine strategische Dimension für Europa: "Europa muss seine wirtschaftlichen Beziehungen weiter diversifizieren und stärken. Die aktuellen Abkommen sind wichtige Schritte in die richtige Richtung – jetzt gilt es, diesen Weg konsequent weiterzugehen."
Die positive Bewertung der Handelsabkommen durch die Wirtschaftskammer Kärnten spiegelt die Erwartungen wider, dass sich neue Exportmöglichkeiten für heimische Unternehmen ergeben. Die Entwicklung der Handelsbeziehungen wird aber auch davon abhängen, wie Unternehmen die neuen Möglichkeiten nutzen.