Gewerkschaft GPA kritisiert Blockadehaltung der Arbeitgeber trotz Rekordergebnissen
Nach drei ergebnislosen Verhandlungsrunden starten Betriebsversammlungen. 68.000 Angestellte warten auf faire Gehaltserhöhungen.
In der dritten Verhandlungsrunde für die rund 68.000 Angestellten des Finanzsektors kam es am 23. März zu keiner Einigung zwischen den Sozialpartnern. Seitens der Arbeitgeber weigert man sich weiterhin, ein Angebot zur Abgeltung der Inflation vorzulegen. Für die Gewerkschaft GPA ist das inakzeptabel.
Wolfgang Pischinger, Chefverhandler der Gewerkschaft GPA und Zentralbetriebsrat der OBERBANK, betont: "Alle Kennzahlen bestätigen uns, dass der Finanzsektor jedenfalls in der Lage ist, die Teuerung abzugelten und die Kaufkraft zu stärken." Er kritisiert, dass nach drei Verhandlungsrunden kein Angebot vorliegt.
"Das ist das Gegenteil von Wertschätzung für alle Kolleginnen und Kollegen, die den Erfolg des Finanzsektors überhaupt erst möglich machen", so Pischinger.
Anita Palkovich, Verhandlerin der Gewerkschaft GPA, kritisiert die pauschale Absage einer Abgeltung der Inflation seitens der Arbeitgeber. "Die herausragende Branchenentwicklung wird zu wenig gewürdigt, während man sich hinter schwachen Kennzahlen anderer Branchen versteckt", so Palkovich. Sie erklärt, dass von Arbeitnehmerseite zahlreiche Vorschläge, etwa zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen, eingebracht wurden.
Die Gewerkschaft GPA wird die Beschäftigten der Branche noch diese Woche im Zuge von Betriebsversammlungen über den aktuellen Verhandlungsstand informieren und weitere Maßnahmen beraten.
"Wir werden die Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben über den aktuellen Verhandlungsstand informieren und gemeinsam über weitere Maßnahmen beraten", so Pischinger und Palkovich abschließend.
Die nächste Verhandlungsrunde findet am 07. April statt.