Bezirksvorsteher Dietmar Baurecht kontert Kritik der Grünen mit Fakten zur Stadtentwicklung
Die SPÖ weist Kritik am Westbahnareal-Projekt zurück und betont den langfristigen Planungsprozess mit Bürgerbeteiligung.
Die Entwicklung des Westbahnareals in Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus sorgt für politische Diskussionen. SPÖ-Bezirksvorsteher Dietmar Baurecht wehrt sich gegen Kritik der Grünen und stellt die Fakten zur geplanten Stadtentwicklung klar. Das Projekt befindet sich noch in einer frühen Planungsphase; eine tatsächliche bauliche Umsetzung ist frühestens ab 2030 möglich.
Baurecht kritisiert den Umgang der Grünen mit dem Westbahnareal-Projekt scharf: "Was wir derzeit von den Grünen erleben, ist einmal mehr der Versuch, ein langfristiges Stadtentwicklungsprojekt durch gezielte Verunsicherung politisch zu instrumentalisieren." Der Bezirksvorsteher betont, dass bei einem so wichtigen Stadtentwicklungsgebiet ein kühler Kopf und verlässliche Fakten nötig seien.
Das Westbahnareal befinde sich weiterhin in einer frühen Entwicklungsphase. Konkrete Bauvorhaben oder fertige Detailpläne existieren nicht. Der Planungsprozess erfolgt in Abstimmung mit Fachleuten, den zuständigen Stellen der Stadt und unter Einbindung der Bevölkerung.
Die SPÖ nennt Details zum geplanten Projekt. Ein Großteil der Fläche werde als Grün- und Freiraum gesichert, die Bebauung solle ausschließlich auf bereits versiegelten Flächen erfolgen. Es ist die Rede von einem durchgehenden Landschaftspark von ca. 5 Hektar – mehr als viermal so groß wie der Reithofferpark.
Da die Flächen den ÖBB gehören, brauche es für die Realisierung eines Parks dieser Größe einen Ausgleich zwischen Grün- und Freiflächen und ergänzenden Nutzungen (z. B. Wohnen, Bildung, Arbeiten. Teile des Parks sollen angehoben werden, damit darunter auch andere Nutzungen möglich sind und er barrierefrei zugänglich ist.
Die Entwicklungsfläche soll einer detaillierten Analyse unterzogen werden und es werde eine Mikroklimasimulation durchgeführt. Ziel sei, dass die Luftströme aus dem Wienerwald weiterhin wirken können. Durch Entsiegelung, Regenwassermanagement und Baumpflanzungen verbessere sich das Mikroklima zusätzlich.
Die Umsetzung des Projekts ist nach Angaben Baurechts frühestens ab 2030 möglich, da die ÖBB die Flächen unter anderem bis dahin noch für Bau- und Betriebszwecke benötigt. Bereits mehr als 700 Menschen haben sich in den Beteiligungsformaten eingebracht. Alle Ergebnisse seien dokumentiert und öffentlich zugänglich.
"Diese Entwicklung ist eine große Chance für Rudolfsheim-Fünfhaus – ökologisch, städtebaulich und sozial. Das ist ein Gewinn für den gesamten Bezirk", betont Baurecht.
Die von den Grünen geäußerte Kritik weist Baurecht entschieden zurück. Er wirft ihnen vor, bewusst ein Zerrbild zu zeichnen: "Wer jetzt so tut, als stünde morgen der Bagger vor der Tür, verdreht bewusst die Fakten." Statt sich seriös mit den tatsächlichen Planungsgrundlagen auseinanderzusetzen, werde ein Bedrohungsszenario konstruiert, das mit der Realität nichts zu tun habe.
"Das ist keine verantwortungsvolle Oppositionsarbeit, sondern reine Stimmungsmache", so Baurecht. Die Entwicklung des Westbahnareals erfolge mit Hausverstand, mit Augenmaß, mit der Bevölkerung und auf Basis klarer Fakten.
Baurecht hebt hervor, dass gerade bei Projekten dieser Größenordnung ein langfristiger, transparenter Planungsprozess notwendig sei: "Die Menschen erwarten sich zu Recht, dass Politik Lösungen erarbeitet und nicht Probleme erfindet. Es geht darum, heute die richtigen Weichen für morgen zu stellen."
Abschließend richtet Baurecht einen Appell an die politischen Mitbewerber: Unterschiedliche Meinungen gehören zur Demokratie – entscheidend sei jedoch, wie man damit umgehe. "Wer Verantwortung trägt, sollte an Lösungen mitarbeiten und den Dialog suchen."
Die SPÖ werde diesen Weg weiterhin gehen: faktenbasiert, mit sozialem Ausgleich und mit einem klaren Bekenntnis zu nachhaltiger Entwicklung. "Das Westbahnareal bietet große Chancen – und wir werden alles daransetzen, diese im Sinne der Menschen im Bezirk zu nutzen", so Baurecht abschließend.