Umsätze steigen auf 62 Millionen Euro - Trend zu größeren Ostergeschenken verstärkt sich
Ostern gewinnt im Wiener Handel zunehmend an Bedeutung. Pro Kopf werden rund 50 Euro für Ostergeschenke ausgegeben.
Laut einer aktuellen Umfrage der KMU Forschung Austria im Auftrag der Wirtschaftskammer Wien schenken rund 77 Prozent der Wienerinnen und Wiener zu Ostern Geschenke. Pro Kopf werden dafür im Schnitt rund 50 Euro ausgegeben. Daraus ergibt sich ein Gesamtumsatz von rund 62 Millionen Euro.
Im Vergleich zu den Vorjahren lag der Gesamtumsatz bei 56 Millionen Euro im Jahr 2024 und 60 Millionen Euro im Jahr 2025. Ostern hat sich damit nach Weihnachten und Geburtstagen zum drittwichtigsten Geschenkanlass etabliert.
„Ostern wird von vielen Familien gezielt für Geschenke genutzt - zunehmend auch für größere Anschaffungen“, sagt Margarete Gumprecht, Obfrau der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer Wien. „Was früher vor allem kleine Mitbringsel waren, sind heute immer öfter auch größere Geschenke.“
Der Spielwarenhandel erzielt rund um Ostern etwa zehn Prozent seines Jahresumsatzes. Von den 246 Wiener Geschäften, die dem Berufszweig „Einzelhandel mit Spielwaren“ zugeordnet sind, sind 136 Standorte spezialisierte, kleine Fachgeschäfte. Diese meist inhabergeführten Geschäfte beschäftigen rund 460 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Im Spielwarenhandel zeigt sich ein verstärkter Fokus auf Produkte, die Kinder aktiv beschäftigen und Kreativität fördern. Besonders nachgefragt werden Baukästen, Kreativ- und Bastelsets sowie Konstruktionsspiele. Bei jüngeren Kindern werden außerdem Bilderbücher und Plüschtiere genannt.
Auch der Sportartikel- und Fahrradhandel verzeichnen in dieser Zeit eine erhöhte Nachfrage. In Wien gibt es 343 Einzelhändler für Sportartikel, 141 für Fahrräder und 55 Verleiher von Fahrrädern, Sportartikeln oder Sportgeräten. Besonders gefragt sind Kinderfahrräder, Roller und Laufräder sowie entsprechendes Zubehör. „Mehr als 60 Prozent der Kinderfahrräder werden im Vorfeld von Ostern verkauft“, so Gumprecht.
Für das Kaufverhalten entscheidend mitverantwortlich ist das Wetter: Am wichtigsten für den Handel sind die zwei Wochen vor den Osterfeiertagen. Je später Ostern liegt und je besser dementsprechend meist das Wetter ist, umso stärker ist die Nachfrage nach Outdoor-Spielwaren. „Heuer liegt Ostern zwar recht früh, aber wir hatten zuletzt schönes Wetter. Dadurch liefen besonders Schaukeln, Rutschen und Sandspielzeug und -kästen, Skateboards, Hüpfbälle, Hula-Hoops und Seifenblasen-Sets gut. Die Leute wollen raus, das Spiel an der frischen Luft ist momentan der Renner,“ so Gumprecht.
Kleinere Mitbringsel bleiben ein fester Bestandteil des Ostergeschäfts. Besonders häufig nachgefragt werden Sammelartikel, Kreativ- und Bastelprodukte sowie klassische Spielwaren. Auch Baukästen, Gesellschaftsspiele, ferngesteuerte Fahrzeuge sowie Produkte von Duplo und Playmobil zählen zu den beliebten Geschenken.