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Wiener Handel: Ostern wird zum drittwichtigsten Geschenkanlass

Umsätze steigen auf 62 Millionen Euro - Trend zu größeren Ostergeschenken verstärkt sich

23. März 2026 um 11:00
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Ostern gewinnt im Wiener Handel zunehmend an Bedeutung. Pro Kopf werden rund 50 Euro für Ostergeschenke ausgegeben.

Der Osterhase bringt dem Wiener Handel immer größere Geschenke - und damit auch höhere Umsätze. Laut einer aktuellen Umfrage der KMU Forschung Austria im Auftrag der Wirtschaftskammer Wien schenken mittlerweile 77 Prozent der Wienerinnen und Wiener zu Ostern Geschenke. Pro Person werden dabei durchschnittlich rund 50 Euro ausgegeben, was einem Gesamtumsatz von etwa 62 Millionen Euro entspricht.

Ostern etabliert sich als wichtiger Geschenkanlass

Diese Zahlen bedeuten einen deutlichen Anstieg gegenüber den Vorjahren. 2024 lag der Gesamtumsatz noch bei 56 Millionen Euro, 2025 bei 60 Millionen Euro. Damit hat sich Ostern nach Weihnachten und Geburtstagen bereits zum drittwichtigsten Geschenkanlass in Wien entwickelt.

"Ostern wird von vielen Familien gezielt für Geschenke genutzt - zunehmend auch für größere Anschaffungen", erklärt Margarete Gumprecht, Obfrau der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer Wien. "Was früher vor allem kleine Mitbringsel waren, sind heute immer öfter auch größere Geschenke."

Dieser Wandel zeigt sich besonders deutlich in der Art der verschenkten Produkte. Während früher hauptsächlich kleine Aufmerksamkeiten den Osterkorb füllten, werden heute vermehrt auch Artikel gekauft, die traditionell eher zu Weihnachten oder Geburtstagen verschenkt wurden.

Spielwarenhandel profitiert stark vom Ostergeschäft

Besonders der Spielwarenhandel profitiert von dieser Entwicklung. Rund zehn Prozent des gesamten Jahresumsatzes werden in der Osterzeit erzielt. Von den 246 Wiener Geschäften, die dem Einzelhandel mit Spielwaren zugeordnet sind, sind 136 spezialisierte, meist inhabergeführte Fachgeschäfte mit rund 460 Mitarbeitern.

Der Trend geht dabei verstärkt zu Produkten, die Kinder aktiv beschäftigen und ihre Kreativität fördern. Viele Eltern achten bewusst auf einen Ausgleich zur Bildschirmzeit und greifen daher zu:

  • Baukästen und Konstruktionsspielen
  • Kreativ- und Bastelsets
  • Gesellschaftsspielen
  • Produkten von bekannten Marken wie Duplo und Playmobil

Ein weiterer Trend im Kinderzimmer sind bunte, vielseitige Elemente zum Bewegen, Lernen und kreativen Spielen, etwa Stapelsteine, Indoor-Kletterwände oder Sitzsäcke. Bei jüngeren Kindern stehen außerdem Bilderbücher und Plüschtiere hoch im Kurs.

Sportartikel- und Fahrradhandel mit Frühlingsboom

Auch der Sportartikel- und Fahrradhandel verzeichnet zur Osterzeit eine erhöhte Nachfrage. In Wien gibt es 343 Einzelhändler für Sportartikel, 141 für Fahrräder und 55 Verleiher von Fahrrädern und Sportgeräten. Besonders gefragt sind Kinderfahrräder, Roller und Laufräder sowie entsprechendes Zubehör.

"Mehr als 60 Prozent der Kinderfahrräder werden im Vorfeld von Ostern verkauft", berichtet Gumprecht. Neben den großen Filialisten profitieren auch zahlreiche inhabergeführte Geschäfte, die sich auf spezielle Sportarten wie Skifahren, Laufen, Radfahren, Tennis oder Triathlon spezialisiert haben.

Wetter als entscheidender Faktor

Das Wetter spielt eine entscheidende Rolle für den Erfolg des Ostergeschäfts. Die wichtigsten zwei Wochen sind jene vor den Osterfeiertagen. Je später Ostern im Jahr liegt und je besser das Wetter ist, umso stärker ist die Nachfrage nach Outdoor-Spielwaren.

"Heuer liegt Ostern zwar recht früh, aber wir hatten zuletzt schönes Wetter. Dadurch liefen besonders Schaukeln, Rutschen und Sandspielzeug, Skateboards, Hüpfbälle, Hula-Hoops und Seifenblasen-Sets gut", so Gumprecht. "Die Leute wollen raus, das Spiel an der frischen Luft ist momentan der Renner."

Kleine Mitbringsel bleiben wichtig

Trotz des Trends zu größeren Geschenken bleibt das Segment der kleineren Mitbringsel stabil und wichtig für den Handel. Besonders häufig nachgefragt werden:

  • Sammelartikel verschiedener Art
  • Kreativ- und Bastelprodukte
  • Klassische Spielwaren
  • Ferngesteuerte Fahrzeuge

Diese kleineren Geschenke ergänzen oft die größeren Anschaffungen und sorgen für zusätzliche Umsätze in verschiedenen Handelsbereichen.

Wirtschaftliche Bedeutung für Wien

Die 62 Millionen Euro Umsatz zu Ostern bedeuten einen wichtigen Wirtschaftsfaktor für Wien. Der Handel profitiert nicht nur direkt von den Verkäufen, sondern auch von den damit verbundenen Arbeitsplätzen und der Belebung der Geschäftsstraßen.

Die positive Entwicklung des Ostergeschäfts zeigt auch, dass sich die Konsumgewohnheiten der Wiener verändern. Familien planen gezielter und investieren bewusst in sinnvolle, langlebige Geschenke für ihre Kinder. Dies kommt besonders dem lokalen Fachhandel zugute, der durch kompetente Beratung und spezialisiertes Sortiment punkten kann.

Ausblick auf das weitere Jahr

Die starken Osterumsätze sind ein positives Signal für den Wiener Handel. Sie zeigen, dass die Konsumenten bereit sind, Geld für Geschenke auszugeben, wenn der Anlass stimmt. Für die Händler bedeutet dies auch, dass sie ihre Sortimente und Marketingstrategien entsprechend anpassen können, um von diesem Trend zu profitieren.

Die Entwicklung hin zu größeren, wertigeren Ostergeschenken dürfte sich auch in den kommenden Jahren fortsetzen. Besonders Produkte, die Kreativität fördern, zur Bewegung animieren oder einen pädagogischen Wert haben, stehen dabei im Fokus der Eltern.

Schlagworte

#Wiener Handel#Ostern#Geschenke#Spielwaren#Sportartikel#Wirtschaftskammer Wien

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