Deutsche Presse-Agentur vernetzt traditionelle Redaktionen mit digitalen News-Creatorn
Die dpa bringt mit ihrem neuen Programm Medienhäuser und News-Creator zusammen, um faktenbasierte Information in sozialen Medien zu stärken.
Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) startet ein Programm zur Zusammenarbeit zwischen traditionellen Redaktionen und digitalen News-Creatorn. Unter dem Titel "dpa Creator x News, supported by Google" sollen Medienhäuser und Creator vernetzt werden.
Das von der Google News Initiative unterstützte Projekt wurde auf der Berliner Konferenz "Navigating the Future of News" vorgestellt.
"Viele Menschen stoßen heute auf Nachrichten zuerst auf Social Media - häufig vermittelt von Menschen, die nicht aus klassischen Redaktionen kommen", erklärt Teresa Dapp, Geschäftsführerin der dpa-infocom. "Mit dem Programm Creator x News wollen wir diesen Wandel aktiv mitgestalten und Zusammenarbeit ermöglichen, die faktenbasierte Information auch in digitalen Öffentlichkeiten stärkt", betont Dapp.
Gerrit Rabenstein, Head of News Partnerships, Central Europe bei Google, sagt: "Emerging News Voices sind zu wichtigen Stimmen im digitalen Nachrichtenumfeld geworden. Creator x News eröffnet Raum für neue Formen journalistischer Zusammenarbeit."
Die Google News Initiative bringt Trainings zu KI-Anwendungen und digitalen Werkzeugen ein. Trainerinnen und Trainer der dpa ergänzen das Programm mit Workshops zur journalistischen Praxis.
Den Auftakt des Programms bildet eine mehrmonatige Arbeitsphase mit News-Influencern und digitalen Journalistinnen und Journalisten. Sie beschäftigen sich unter anderem mit journalistischen Standards, Geschäftsmodellen im digitalen Journalismus sowie mit dem Einsatz von KI-Tools im redaktionellen Alltag.
Kern des Projekts sind Kooperationen zwischen Creator und Medienhäusern. In Projektpartnerschaften arbeiten beide Seiten direkt zusammen und testen neue Formate und Arbeitsweisen. Beispielsweise sollen klassische journalistische Recherchen in Social-Media-Formate übersetzt werden. Auch ein Austausch von Kompetenzen ist vorgesehen - etwa, wenn Creator Redaktionen beim Community-Management unterstützen oder Medienhäuser ihre Erfahrung zu Medienrecht, journalistischer Ethik und redaktionellen Prozessen einbringen.
Die Erfahrungen aus dem Programm sollen systematisch ausgewertet werden. Geplant ist unter anderem die Veröffentlichung eines Branchen-Whitepapers mit Best Practices für Kooperationen zwischen Redaktionen und Creator. Zum Abschluss des Programms Ende November richten die Partner ein Event in Hamburg aus. Dort sollen die Ergebnisse vorgestellt und diskutiert werden.