Landeshauptfrau Mikl-Leitner nimmt „Quelle Naßtal
Die neue Wasserversorgungsanlage in Muggendorf wurde feierlich eröffnet und sichert nachhaltig die Trinkwasserversorgung der Gemeinde.
In der niederösterreichischen Gemeinde Muggendorf wurde ein bedeutender Meilenstein für die Zukunftssicherung erreicht: Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner nahm gemeinsam mit Bürgermeisterin Elisabeth Hollinger die neue Wasserversorgungsanlage "Quelle Naßtal" offiziell in Betrieb. Das Projekt stellt einen wichtigen Baustein für die nachhaltige Entwicklung der Region dar.
Bei der feierlichen Eröffnung betonte Mikl-Leitner die Bedeutung des Projekts in herausfordernden Zeiten: "Wasser ist Leben, und diese Quelle ist eine Lebensader für die Gemeinde." Die Landeshauptfrau verwies auf die weltweiten Krisen und Spannungen, denen man lokal zwar nicht begegnen könne, unterstrich jedoch die Verantwortung, "dass unsere Familien gut leben können, Arbeitsplätze entstehen und erhalten bleiben und unsere Regionen stark bleiben."
Die neue Wasserversorgungsanlage ist besonders vor dem Hintergrund des Klimawandels von großer Bedeutung. "In Zeiten, in denen Quellen versiegen und Wasser knapper wird", seien Investitionen in eine sichere Wasserversorgung wichtiger denn je, erklärte die Landeshauptfrau. Sie unterstrich, dass sauberes Trinkwasser keine Selbstverständlichkeit sei und großen planerischen sowie baulichen Aufwand erfordere.
Ein besonderes Merkmal der neuen Anlage ist ihre nachhaltige Konzeption. Vizebürgermeister und Wassermeister Michael Gschaider stellte die technischen Details vor: "Für die Energie, die für die Desinfektionsanlage benötigt wird, wurde eine Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher installiert. Das heißt, wir sind hier auch Blackout-sicher und können die Wasserversorgung auch ohne Notstromaggregat über längere Zeit sicherstellen."
Diese innovative Lösung zeigt, wie moderne Infrastrukturprojekte Versorgungssicherheit und Umweltschutz miteinander verbinden können. Die Gemeinde Muggendorf setzt damit ein Zeichen für zukunftsorientierte Investitionen in kritische Infrastruktur.
Die Notwendigkeit für die neue Wasserversorgung entstand vor einigen Jahren, als die Trinkwasserreserven der Gemeinde knapp wurden. Bürgermeisterin Elisabeth Hollinger erinnerte an diese herausfordernde Situation: "Als plötzlich die Trinkwasserreserven etwas knapp wurden", sei dies der Beginn der Überlegungen zu einer neuen Wasserversorgung gewesen.
"Als Gemeinde müssen wir auf die Bedürfnisse unserer Bewohner eingehen. Wir haben viele Aufgaben zu erfüllen, und eine sehr wichtige ist die Sicherung der Wasserversorgung", betonte Hollinger die Verantwortung der Gemeindevertreter für ihre Bürgerinnen und Bürger.
Besondere Würdigung erhielt der verstorbene Johann Goldbacher, der durch den Verkauf des benötigten Grundstücks die Umsetzung des Projekts erst ermöglicht hatte. Mikl-Leitner dankte posthum für seinen wichtigen Beitrag zur Realisierung der Wasserversorgungsanlage.
Die neue Wasserversorgung ist Teil einer umfassenden Entwicklungsstrategie für Muggendorf. Die Landeshauptfrau verwies auf weitere zukunftsweisende Investitionen in der Gemeinde, darunter den neu gestalteten Dorfplatz, den "MyraGreissler" als sozialen Treffpunkt, den Glasfaserausbau, den Neubau von Gemeindestraßen sowie die geplante Errichtung eines neuen Bauhofs.
"In Muggendorf wird klug investiert – jeder Euro ist hier gut angelegt", fasste Mikl-Leitner die positive Entwicklung der Gemeinde zusammen. Diese Investitionen zeigen, wie ländliche Gemeinden durch strategische Planung ihre Zukunftsfähigkeit stärken können.
Der emeritierte Bischofsvikar Pater Amadeus Hörschläger verlieh der Eröffnung eine besondere spirituelle Dimension durch die Segnung der neuen Wasserversorgungsanlage. "Wasser ist wichtig, denn Wasser ist Leben. Und eine solche Quelle ist ein Geschenk", sagte er bei der Zeremonie.
Die Bedeutung des Projekts spiegelte sich auch in der prominenten Teilnahme zahlreicher politischer Vertreterinnen und Vertreter wider. Zur offiziellen Inbetriebnahme kamen Nationalratsabgeordnete Petra Tanzler, Landtagsabgeordneter Matthias Zauner und Bezirkshauptmann Markus Sauer. Auch die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der umliegenden Gemeinden nahmen an der Feierlichkeit teil, was die regionale Bedeutung des Projekts unterstreicht.
Musikalisch wurde der Festakt vom Bläserquartett der Musikkapelle Pernitz gestaltet, was der Veranstaltung einen festlichen Rahmen verlieh.
Das Projekt "Quelle Naßtal" zeigt exemplarisch, wie kleinere Gemeinden durch vorausschauende Planung und Investitionen ihre Lebensqualität und Zukunftsfähigkeit sichern können. Die Kombination aus moderner Technik, nachhaltiger Energieversorgung und Versorgungssicherheit macht die Anlage zu einem Vorzeigeprojekt für andere Gemeinden.
Besonders in Zeiten des Klimawandels und zunehmender Wetterextreme gewinnt eine sichere Wasserversorgung an Bedeutung. Die neue Anlage in Muggendorf ist nicht nur ein technisches Bauwerk, sondern ein Symbol für Verantwortung und Weitsicht in der Gemeindepolitik.
Mit der erfolgreichen Inbetriebnahme der "Quelle Naßtal" hat Muggendorf einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunftssicherung gemacht und gleichzeitig Standards für nachhaltige Infrastrukturprojekte gesetzt. Die Gemeinde kann nun auf eine zuverlässige und umweltfreundliche Wasserversorgung bauen, die auch künftigen Generationen zugutekommen wird.