BMLUK lädt zur Pressekonferenz mit Wirtschaft und Forschung
Minister Totschnig und Wirtschaftsvertreter stellen neue Studienergebnisse zur Kreislaufwirtschaft vor und diskutieren Zukunftsstrategien.
Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) lädt am 23. März 2026 zu einer bedeutsamen Pressekonferenz über den aktuellen Stand der Kreislaufwirtschaft in Österreich. Die Veranstaltung unterstreicht die wachsende Bedeutung nachhaltiger Wirtschaftsmodelle für die österreichische Industriepolitik.
Bundesminister Norbert Totschnig wird gemeinsam mit führenden Vertretern der österreichischen Wirtschaft den Status quo der Kreislaufwirtschaft präsentieren. Neben dem Minister nehmen Harald Hauke, Vorstandssprecher der ARA und Koordinator des Senats der Kreislaufwirtschaft, Agatha Kalandra, Vorständin von PwC Österreich, sowie Robert Nagele, Vorstand von BILLA und Senator im Senat der Kreislaufwirtschaft, an der Pressekonferenz teil.
Diese Zusammensetzung der Teilnehmer verdeutlicht den ganzheitlichen Ansatz, den Österreich bei der Entwicklung der Kreislaufwirtschaft verfolgt. Politik, Forschung, Beratung und Handel arbeiten gemeinsam an nachhaltigen Lösungen für die Zukunft.
Ein besonderer Höhepunkt der Pressekonferenz wird die Präsentation neuer Studienergebnisse von PwC und dem Senat der Kreislaufwirtschaft sein. Diese Studien dürften wichtige Erkenntnisse über den aktuellen Entwicklungsstand und die Potenziale der Kreislaufwirtschaft in Österreich liefern.
Die Kreislaufwirtschaft gilt als zentraler Baustein für eine nachhaltige Transformation der österreichischen Industrie. Durch die Verlängerung von Produktlebenszyklen, die Reduzierung von Abfall und die effizientere Nutzung von Ressourcen können sowohl ökologische als auch ökonomische Vorteile erzielt werden.
Das BMLUK positioniert die Kreislaufwirtschaft als zentrales Fundament der österreichischen Industriepolitik. Diese strategische Ausrichtung spiegelt den internationalen Trend wider, wonach nachhaltige Wirtschaftsmodelle zunehmend an Bedeutung gewinnen. Die Europäische Union hat bereits umfassende Pläne für eine Kreislaufwirtschaft vorgelegt, die darauf abzielen, Ressourcenverbrauch zu reduzieren und Umweltbelastungen zu minimieren.
Für österreichische Unternehmen ergeben sich durch die Kreislaufwirtschaft neue Geschäftsmöglichkeiten und Wettbewerbsvorteile. Innovative Ansätze in den Bereichen Recycling, Wiederverwendung und nachhaltiges Design können zu Kosteneinsparungen und einer verbesserten Marktposition führen.
Die ARA (Altstoff Recycling Austria) spielt als größtes Sammel- und Verwertungssystem für Verpackungen in Österreich eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung der Kreislaufwirtschaft. Mit Harald Hauke als Koordinator des Senats der Kreislaufwirtschaft bringt die Organisation umfassende Expertise in den Bereichen Sammlung, Sortierung und Verwertung von Wertstoffen ein.
PwC Österreich trägt durch Beratungsdienstleistungen und Studien zur wissenschaftlichen Fundierung der Kreislaufwirtschaft bei. Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft unterstützt Unternehmen bei der Transformation zu nachhaltigen Geschäftsmodellen.
BILLA als einer der größten Lebensmittelhändler Österreichs repräsentiert den Handelssektor, der eine wichtige Rolle bei der Implementierung kreislaufwirtschaftlicher Prinzipien spielt. Von der Verpackungsoptimierung bis zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen gibt es im Handel zahlreiche Ansatzpunkte für nachhaltige Verbesserungen.
Die Umstellung auf eine Kreislaufwirtschaft bringt sowohl Herausforderungen als auch Chancen mit sich. Zu den Herausforderungen zählen die Notwendigkeit erheblicher Investitionen in neue Technologien und Prozesse, die Anpassung bestehender Geschäftsmodelle sowie die Schaffung geeigneter regulatorischer Rahmenbedingungen.
Gleichzeitig bietet die Kreislaufwirtschaft erhebliche Chancen für Innovation und Wachstum. Neue Geschäftsfelder entstehen in den Bereichen Reparatur, Refurbishment und Recycling. Unternehmen können durch effizienteren Ressourceneinsatz Kosten senken und ihre Abhängigkeit von Rohstoffimporten reduzieren.
Österreich bewegt sich mit seinen Bemühungen um die Kreislaufwirtschaft im Einklang mit internationalen Entwicklungen. Die Europäische Union hat mit dem European Green Deal und dem Circular Economy Action Plan ambitionierte Ziele für die Transformation zu einer nachhaltigen Wirtschaft formuliert.
Auch andere Länder setzen verstärkt auf kreislaufwirtschaftliche Ansätze. Die Niederlande haben beispielsweise das Ziel formuliert, bis 2050 vollständig zirkulär zu wirtschaften. China hat die Kreislaufwirtschaft bereits in den 1990er Jahren als strategisches Ziel definiert und umfassende Programme zur Umsetzung entwickelt.
Die Pressekonferenz im BMLUK dürfte wichtige Weichenstellungen für die weitere Entwicklung der Kreislaufwirtschaft in Österreich bringen. Die Präsentation der neuen Studienergebnisse wird voraussichtlich konkrete Handlungsempfehlungen und Zielwerte enthalten.
Darüber hinaus werden wahrscheinlich neue Kooperationen zwischen Politik, Wirtschaft und Forschung angekündigt. Solche Partnerschaften sind entscheidend für die erfolgreiche Implementierung kreislaufwirtschaftlicher Prinzipien in der Praxis.
Die Pressekonferenz findet am 23. März 2026 um 10:00 Uhr im Pressezentrum des BMLUK am Stubenring 1 im 5. Stock in Wien statt. Der Eingang erfolgt über das Sozialministerium. Medienvertreter werden gebeten, sich bis spätestens Montagfrüh unter [email protected] anzumelden.
Die Veranstaltung bietet eine wichtige Gelegenheit, sich über die neuesten Entwicklungen in der österreichischen Kreislaufwirtschaft zu informieren und direkt mit den führenden Akteuren aus Politik und Wirtschaft in Kontakt zu treten. Die vorgestellten Studienergebnisse werden voraussichtlich wichtige Impulse für die weitere Diskussion über nachhaltige Wirtschaftsmodelle in Österreich geben.