Die österreichische Landwirtschaft steht vor enormen Herausforderungen: Während Supermärkte ihre Marktmacht immer stärker ausspielen, kämpfen Bäuerinnen und Bauern um faire Preise für ihre Produkte...
Bundesminister Norbert Totschnig startete am 13. April 2026 an der HBLA Klosterneuburg die Initiative "Fairness-Büro macht Schule" – ein Projekt, das künftige Hofübernehmerinnen und Hofübernehmer bereits während ihrer Ausbildung für faire Wettbewerbsbedingungen in der Lebensmittelkette sensibilisieren soll.
Das Projekt bringt rechtliche und wirtschaftliche Themen direkt in jene Schulen, in denen die Zukunft der Landwirtschaft ausgebildet wird. "Wer künftig in der Landwirtschaft tätig sein will, sollte die Zusammenhänge entlang der Wertschöpfungskette verstehen, wirtschaftliche Entwicklungen einordnen und die eigenen Rechte kennen", lautet einer der zentralen Gedanken, die bei der Auftaktveranstaltung betont wurden.
Im Mittelpunkt des Projekts stehen praxisorientierte Workshops. Das Fairness-Büro vermittelt, wie die Lebensmittelkette funktioniert, welche Kräfte entlang der Wertschöpfung wirken und warum faire Rahmenbedingungen für Bäuerinnen und Bauern entscheidend sind.
Das Workshop-Programm umfasst unter anderem: Rechtliche Grundlagen und Marktkonzentration im Lebensmittelhandel, Verhandlungstechniken inklusive Simulationen, die Grundlagen der Wertschöpfungskette bei Lebensmitteln, den Vergleich von No-Name- und Markenprodukten sowie die Aufgaben des Fairness-Büros und das Faire-Wettbewerbsbedingungen-Gesetz.
In einem zweiten Schritt sind die Schülerinnen und Schüler selbst gefordert. Sie erarbeiten eigene Inhalte und vertiefen ihr Wissen anhand praktischer Beispiele.
Das Fairness-Büro stellt sein Angebot in den Schulen vor. "Mit 'Fairness-Büro macht Schule' bringen wir unser Angebot vor Ort an jene Schulen, an denen künftige Hofübernehmerinnen und Hofübernehmer ausgebildet werden", erklärt Doris Hold vom Fairness-Büro.
Zum Abschluss werden die Schülerinnen und Schüler als "Fairness-Botschafterinnen und -Botschafter" ausgezeichnet. Das Projekt soll nach und nach auch an weiteren Schulstandorten fortgesetzt werden.
Bei Interesse melden Sie sich unter: fairness-buero.gv.at