40 Produkte geprüft - Eigenmarken schlagen Markenprodukte
Der Verein für Konsumenteninformation testete 40 gefüllte Pasta-Produkte. Das Ergebnis: lange Zutatenlisten und hoher Verarbeitungsgrad.
Gefüllte Pasta aus dem Kühlregal ist für viele Österreicherinnen und Österreicher die schnelle Lösung für den Feierabend. Doch wie empfehlenswert sind Tortellini, Ravioli und Co. wirklich? Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat 40 Pasta-Produkte aus heimischen Supermärkten unter die Lupe genommen.
Im Rahmen des Testformats "Etiketten:Check" prüften die VKI-Experten Zusammensetzung, Nährwerte, Verarbeitungsgrad und Verbraucherfreundlichkeit der Verpackungen. 15 von 40 Produkten erhielten eine "gute" Bewertung, 23 schnitten "durchschnittlich" ab, und zwei Produkte wurden als "weniger zufriedenstellend" eingestuft.
Über alle Gruppen hinweg zeigt sich im Test, dass Eigenmarken tendenziell besser abschneiden als Markenprodukte. Als besonders gut bewertete Produkte nennt der VKI mehrere fleischlose Varianten, darunter Chef Chef Select (Kärntner Kasnudeln sowie Ricotta Spinat-Nudeln) und Simply Good (Tortelloni Ricotta und Spinat).
"Die Zutatenliste ist bei vielen Produkten oft sehr lang", erklärt VKI-Ernährungswissenschafterin Nina Eichberger. Neben klassischen Zutaten wie Hartweizengrieß, Eiern oder Käse finden sich regelmäßig auch Aromen, Süßmolkenpulver oder verschiedene Zusatzstoffe in den Produkten.
Im Test schnitten Produkte mit kürzeren Zutatenlisten, ohne zugesetzte Aromen oder Zusatzstoffe, tendenziell besser ab.
Beim Nutri-Score erhielten die meisten getesteten Produkte eine C-Bewertung, teilweise D. "Gefüllte Pasta ist damit zwar eine praktische, ernährungsphysiologisch aber meist nicht besonders ausgewogene Wahl", betont Nina Eichberger.
Als gelegentliche Mahlzeit kann gefüllte Pasta eine Option sein; idealerweise sollte sie mit einer Gemüsebeilage oder einem Salat kombiniert werden, so die Empfehlung der VKI-Expertin.
Rund zwei Drittel der überprüften Produkte sind zudem als "sehr hoch verarbeitet" einzustufen, da sie diverse Zusatzstoffe oder Aromen enthalten.
Ein Kritikpunkt des VKI: Viele Hersteller geben nicht an, aus welcher Haltungsform die verwendeten Eier stammen. "Für viele Konsument:innen ist das jedoch eine wichtige Kaufentscheidung", so Nina Eichberger. "Klar deklarierte Herkunftsangaben der Rohstoffe bieten mehr Transparenz und können ein Qualitätsmerkmal sein."
Zwei Produkte erhielten unter anderem wegen mangelnder Verbraucherfreundlichkeit der Verpackung die Bewertung "weniger zufriedenstellend". Die Schrift war teilweise schwer lesbar - zu klein, verschwommen oder unzureichend kontrastiert. Auch Allergene wurden weniger deutlich hervorgehoben als bei anderen Herstellern.
Überprüft wurde Pasta mit Füllungen aus Spinat, Ricotta, Fleisch oder Pilzen sowie regionale Klassiker wie Kärntner Kasnudeln.
SERVICE: Die ausführlichen Testergebnisse gibt es online auf www.vki.at/gefuellte-pasta-2026.