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Karawankentunnel: Neue Röhre nach 7,5 Jahren Bauzeit eröffnet

191 Millionen Euro Investition stärkt Verbindung nach Slowenien

18. März 2026 um 16:41
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Die ASFINAG hat die neue Tunnelröhre des Karawankentunnels feierlich eröffnet. Bis 2029 folgt die Generalsanierung der alten Röhre.

Nach siebeneinhalb Jahren Bauzeit ist ein wichtiger Meilenstein für die Verkehrsinfrastruktur zwischen Österreich und Slowenien erreicht: Am 18. März wurde die neu errichtete Röhre des Karawankentunnels auf der A11 Karawankenautobahn feierlich eröffnet. Bei dem Fest waren Verkehrsminister Peter Hanke, Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer sowie das Top-Management der ASFINAG anwesend.

Historische Freigabe mitten im Tunnel

Bei der Eröffnung fand die offizielle Freigabe direkt an der Staatsgrenze zwischen Österreich und Slowenien mitten im Tunnel statt. Dort waren unter anderem die slowenische Infrastrukturministerin Alenka Bratušek und DARS-Vorstand Andrej Ribič anwesend.

"Mit diesem neuen Tunnel setzen wir einen wichtigen Meilenstein für die Zukunft der Region. Eine moderne und leistungsfähige Infrastruktur ist die Grundlage für Lebensqualität, wirtschaftliche Stärke und regionale Entwicklung", betonte Verkehrsminister Peter Hanke bei der Eröffnungsfeier.

Stufenweise Verkehrsumlegung ab 20. März

Die Verkehrsumlegung erfolgt schrittweise: Ab dem 20. März wird der Verkehr von Slowenien kommend in Fahrtrichtung Österreich durch die neue Tunnelröhre geleitet. In Fahrtrichtung Slowenien wird noch etwa eine Woche die Bestandsröhre genutzt. Spätestens am 27. März wird der neue Tunnel im Gegenverkehr betrieben, bis die Generalsanierung der alten Röhre erfolgt.

Die Sanierungsarbeiten an der Bestandsröhre beginnen danach; die Fertigstellung ist für Mitte 2029 vorgesehen.

Massive Investitionen in die Infrastruktur

Die ASFINAG investierte insgesamt 191 Millionen Euro in den Tunnelneubau. Für die Generalsanierung der alten Tunnelröhre sind weitere 123 Millionen Euro veranschlagt. Gemeinsam mit den Investitionen der slowenischen DARS fließen etwa 570 Millionen Euro in den Vollausbau des Karawankentunnels.

"Mit dieser Investition stärken wir nicht nur die Mobilität, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes - und tragen nachhaltig zum wirtschaftlichen Aufschwung bei", erklärte Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer.

Herausforderungen während der Bauzeit

Die ursprünglich geplante Bauzeit verlängerte sich aufgrund einer Verzögerung bei der Vergabe und hydrogeologisch herausfordernden Bedingungen auf slowenischer Seite, wodurch die Gesamtbauzeit siebeneinhalb Jahre betrug.

ASFINAG-Vorstand Hartwig Hufnagl hob das deutliche Plus für die Verkehrssicherheit sowie die nationale und regionale Wertschöpfung durch die Investition hervor.

Technische Daten und Ausstattung

Die neue Tunnelröhre hat eine Länge von 7.948 Metern, davon entfallen 4.402 Meter auf österreichisches Gebiet. Alle 330 Meter wurden Fluchtwege, also Querverbindungen zur bestehenden Tunnelröhre, errichtet.

Nach Abschluss der Generalsanierung werden beide Tunnelröhren hinsichtlich Ausstattung, insbesondere Sicherheitsausrüstung, auf dem technischen Letztstand sein. Zusätzlich zu moderner Lüftung, Beleuchtung, Verkehrssensorik und Videoanlage werden beide Tunnelröhren mit einer Sicherheitsausstattung ausgerüstet, die im Fall einer Störung ein Umschalten auf temporären Gegenverkehr innerhalb weniger Minuten ermöglicht.

EU-Förderung und internationale Zusammenarbeit

Das Projekt Karawankentunnel wurde von der Europäischen Union im Rahmen des Programms Connecting Europe Facility (CEF) in der Planungsphase mit 3,35 Millionen Euro gefördert; für die Bauphase gab es eine Förderung von 9,4 Millionen Euro.

Neubau der Mautstelle Rosenbach geplant

Noch vor der Fertigstellung des Vollausbaus wird die Hauptmautstelle Rosenbach im neuen ASFINAG-Design neu gebaut. Die ersten Vorarbeiten haben Anfang März 2026 begonnen, die Fertigstellung ist für Ende 2027 vorgesehen. Der Neubau der Mautstelle bedeutet eine zusätzliche Investition von etwa 30 Millionen Euro.

Beim Neubau wird besonderer Wert auf nachhaltige Bauweise und die Verwendung erneuerbarer Rohstoffe, wie insbesondere Holz, gelegt. Das Dach der neuen Mautstelle wird mit einer Photovoltaikanlage versehen; die Gebäude werden mittels Luftwärmepumpe beheizt und gekühlt.

Weitere Informationen

Die Bestandsröhre ist bereits 35 Jahre in Betrieb und wird im Rahmen der Generalsanierung grundlegend modernisiert. Die Gesamtverkehrsfreigabe ist für Mitte 2029 vorgesehen.

Schlagworte

#Karawankentunnel#ASFINAG#Verkehrsinfrastruktur#Österreich#Slowenien#Tunnelbau

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