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Mikl-Leitner besucht Wirtschaftspark IZ NÖ-Süd

Landeshauptfrau würdigt Erfolgsgeschichte des Standorts mit über 350 Unternehmen

18. März 2026 um 12:10
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Beim ecoplus connect diskutierte LH Mikl-Leitner mit Unternehmern über Zukunftspläne und die Wirtschaftsstrategie 2030+ für Niederösterreich.

Das ecoplus Wirtschaftspark IZ NÖ-Süd in Laxenburg ist seit mehr als 60 Jahren ein bedeutender Wirtschaftsstandort in Niederösterreich. Beim diesjährigen "ecoplus connect", dem traditionellen Get Together der Standortbetriebe, traf Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner mit Unternehmensvertretern zusammen, um über aktuelle Entwicklungen und Zukunftsperspektiven zu diskutieren.

Wirtschaftsstandort mit beeindruckender Bilanz

"Das IZ NÖ-Süd ist eine Erfolgsgeschichte mit unglaublicher Wirtschaftskraft", betonte Landeshauptfrau Mikl-Leitner in ihrer Ansprache. Der Wirtschaftspark beherbergt mittlerweile mehr als 350 Unternehmen, die über 12.000 Arbeitsplätze bieten. Diese beeindruckenden Zahlen unterstreichen die Bedeutung des Standorts für die regionale Wirtschaft.

Die Landeshauptfrau verwies darauf, dass Niederösterreich auf einem wirtschaftlich soliden Fundament stehe. "Wir sind stolz darauf, dass unsere Landsleute die höchste Kaufkraft im Bundesländervergleich haben", erklärte sie. Alle Regionen des Landes hätten von der wirtschaftlichen Entwicklung der vergangenen vier Jahrzehnte profitiert – seit der Landeshauptstadtwerdung St. Pöltens.

Herausforderungen der Gegenwart

Trotz der positiven Bilanz verschloss Mikl-Leitner nicht die Augen vor den aktuellen Herausforderungen. Der internationale Wettbewerb werde härter, und geopolitische Konflikte wie der Krieg in der Ukraine sowie die kriegerische Auseinandersetzung im Iran hätten "Auswirkungen auf uns". Dennoch bemerke sie, dass "Betriebe und Mitarbeiter das Beste aus der Situation machen".

Wirtschaftsstrategie 2030+ im Fokus

Ein zentrales Thema der Veranstaltung war die Wirtschaftsstrategie 2030+ unter dem Titel "Wirtschaft stärken. Zukunft sichern.". Diese wurde gemeinsam mit Experten entwickelt und verfolgt mehrere strategische Ziele:

  • Stärkung von Wirtschaft und Produktivität durch Automatisierung, Digitalisierung und Einsatz von Künstlicher Intelligenz
  • Unterstützung bei Neugründungen und Betriebsübergaben
  • Schwerpunkt auf Innovation und Forschung
  • Abbau bürokratischer Hürden und Beschleunigung von Bewilligungsverfahren

"Wir haben sehr viel vor", sagte Mikl-Leitner und sprach das verstärkte Engagement in Zukunftsbranchen wie dem Bahnbereich und der Weltraumtechnologie sowie den Transformationsprozess in Sicherheit und Verteidigung an.

Einblicke in Unternehmensentwicklungen

Die Veranstaltung bot auch Raum für Unternehmenspräsentationen. Alfred Bauer, Managing Director der Walter Real Estate GmbH, gab Einblicke in den entstehenden Walter Group Campus. Dieser neue Entwicklungsbereich soll den Wirtschaftspark weiter stärken und zusätzliche Arbeitsplätze schaffen.

Firmenjubiläen und Neuansiedlungen

Besonders gewürdigt wurden zwei Firmenjubiläen: Thomas Böttger von CWS Hygiene Österreich GmbH und Christian Tröger von der Hansgrohe Handelsges.m.b.H blickten auf die Meilensteine und Entwicklungen ihrer Unternehmen in den vergangenen Jahrzehnten zurück.

Gleichzeitig stellten sich drei neu angesiedelte Unternehmen vor:

  • Die Johanniter NÖ-Wien Rettungs- und Einsatzdienste mildtätige GmbH
  • Die Rite-Hite Austria GmbH
  • Die Denzel Robotics GmbH

Diese Neuansiedlungen zeigen, dass der Standort weiterhin attraktiv für Unternehmen verschiedener Branchen ist.

Auszeichnung für Nachhaltigkeit

ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki zeigte sich besonders stolz auf eine kürzliche Auszeichnung: "Besonders stolz sind wir auf die kürzliche Verleihung des ERDREICH-Preises für das IZ NÖ-Süd. Ausgezeichnet wurde der Wirtschaftspark für das Engagement im Flächenrecycling und die nachhaltige Standortstrategie."

Diese Auszeichnung unterstreicht, dass der Wirtschaftspark nicht nur wirtschaftlich erfolgreich ist, sondern auch bei Nachhaltigkeit und Umweltschutz Maßstäbe setzt.

E-Mobilität am Standort

Ein praktisches Beispiel für nachhaltige Mobilität ist das seit einem Jahr in Betrieb befindliche E-Scooter-Verleihsystem. "Der Vorteil für Mitarbeitende von im IZ NÖ-Süd angesiedelten Betrieben ist, dass die Leihgebühren entfallen", erklärte Miernicki. Die Zahlen sprechen für sich: Seit dem Start im März 2023 haben sich 690 Nutzer registriert und insgesamt 6.130 Kilometer zurückgelegt.

Kommunale Unterstützung

Laxenburgs Bürgermeister David Berl unterstrich die Bedeutung des Wirtschaftsparks für die Region: "Der Bezirk Mödling ist einer der wirtschaftsstärksten in ganz Österreich. Ein unglaubliches Asset und wir sind als Standortgemeinde sehr stolz und dankbar, dass Sie als Unternehmer das möglich machen."

Berl betonte, dass es in der Verantwortung der Politik liege, für einen guten Standort zu sorgen. In diesem Zusammenhang sprach er die Bemühungen an, eine Haltestelle der Aspangbahn am IZ umzusetzen. Diese Infrastrukturmaßnahme würde die Anbindung des Wirtschaftsparks an das öffentliche Verkehrsnetz weiter verbessern.

ecoplus als Wirtschaftsmotor

Als Wirtschaftsagentur des Landes Niederösterreich betreibt ecoplus insgesamt 16 Wirtschaftsparks im Eigentum oder in Beteiligung in ganz Niederösterreich. Das IZ NÖ-Süd ist einer der erfolgreichsten dieser Standorte und zeigt, wie durch professionelle Standortentwicklung und kontinuierlichen Dialog mit den Unternehmen wirtschaftlicher Erfolg gefördert werden kann.

Die Veranstaltung "ecoplus connect" ist dabei mehr als nur ein gesellschaftliches Ereignis – sie dient dem wichtigen Austausch zwischen Politik, Standortentwicklern und Unternehmen. Dieser Dialog ist entscheidend für die kontinuierliche Weiterentwicklung des Wirtschaftsparks und die Anpassung an sich ändernde Marktbedingungen.

Ausblick in die Zukunft

Mit der Wirtschaftsstrategie 2030+ hat Niederösterreich einen klaren Fahrplan für die kommenden Jahre. Der Fokus auf Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Innovation entspricht den Anforderungen einer modernen Wirtschaft. Gleichzeitig zeigt die Auszeichnung für Nachhaltigkeit, dass wirtschaftlicher Erfolg und Umweltschutz Hand in Hand gehen können.

Das IZ NÖ-Süd steht exemplarisch für diese Entwicklung: Ein traditionsreicher Standort, der sich kontinuierlich modernisiert und dabei sowohl wirtschaftliche als auch ökologische Ziele verfolgt. Die mehr als 350 Unternehmen und über 12.000 Arbeitsplätze sind das beste Zeugnis für diese erfolgreiche Strategie.

Der regelmäßige Dialog zwischen allen Beteiligten – von der Landespolitik über die Standortentwickler bis hin zu den Unternehmen – wird auch in Zukunft ein wichtiger Erfolgsfaktor für den Wirtschaftspark bleiben.

Schlagworte

#Niederösterreich#Wirtschaft#Mikl-Leitner#ecoplus#Wirtschaftspark

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