Österreichischer Konzern nutzt physikalische KI für intelligente Lieferketten
Körber kooperiert mit NVIDIA, um mit digitalen Zwillingen und physikalischer KI die Logistikbranche zu transformieren.
Der Technologiekonzern Körber hat eine Zusammenarbeit mit NVIDIA angekündigt. Im Zentrum der Kooperation steht die Entwicklung digitaler Zwillinge von Lagern und Logistikanlagen mithilfe von NVIDIA-Omniverse-Bibliotheken und physikalischer KI.
Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit steht die Anwendung sogenannter physikalischer KI: KI-Systeme, die die physikalische Welt durch physikbasierte Simulationen verstehen und mit ihr interagieren.
Mithilfe der NVIDIA-Omniverse-Bibliotheken wird Körber physikgetreue digitale Zwillinge erstellen, die reale Abläufe mit fotorealistischer Präzision abbilden. Dabei fließen Daten und Erfahrungen des Unternehmens in der Logistik- und Paketlogistik ein.
Die digitalen Zwillinge ermöglichen Szenariotests, schnelles Prototyping und das Training fortschrittlicher Robotik in virtuellen Umgebungen, bevor diese in einer realen Anlage zum Einsatz kommen.
So lassen sich komplexe Szenarien wie Spitzenauslastungen, Systemausfälle oder Layoutänderungen simulieren, ohne reale Betriebsabläufe zu stören.
Die Zusammenarbeit nennt als relevante Branchen unter anderem Pharma, Fast-Moving Consumer Goods (FMCG), Lebensmittel und Getränke, Kurier-, Express- und Paketdienste (KEP), Einzelhandel und E-Commerce.
Helena Garriga, Mitglied des Körber-Konzernvorstands und verantwortlich für das Geschäftsfeld Supply Chain, sagt: "Die Zusammenarbeit mit NVIDIA ist ein entscheidender Moment für Körber und die Lieferkettenbranche. Durch die Integration der hochmodernen KI- und Simulationsfunktionen von NVIDIA mit unserem fundierten operativen Know-how definieren wir neu, was intelligente Logistik leisten kann, und liefern unseren globalen Kunden skalierbare, anpassungsfähige und zukunftsfähige Lösungen."
Körber treibt KI, Automatisierung und Simulation konzernweit voran. Skalierbare digitale Modelle und erprobte Methoden werden schrittweise in weiteren Bereichen eingesetzt, um Innovation und Kundennutzen im gesamten Konzern zu stärken.
Stephan Seifert, CEO von Körber, sagt: "Die digitalen Zwillinge, die wir gemeinsam mit NVIDIA entwickeln, stellen einen großen Fortschritt für unsere Kunden dar. Sie ermöglichen es, komplexe Abläufe in einer vollständig virtuellen Umgebung zu entwerfen, zu simulieren und zu optimieren - lange bevor Hardware installiert wird. So verkürzen wir den Weg von der Idee bis zum Go-live, ermöglichen schnellere und fundiertere Entscheidungen und erzielen messbare Leistungssteigerungen. Diese Technologiepartnerschaft unterstreicht unser klares Bekenntnis, nachhaltigen Mehrwert für unsere Kunden zu schaffen - und ist ein weiterer wichtiger Schritt auf unserem Weg in die Zukunft mit LIFE 2035."