Zino Weinstein startet Petition für Debatte über unvollendeten Nordturm
Der Wiener Künstler Zino Weinstein möchte mit seinem Kunstprojekt "Volksbegehren des Geistes" eine Diskussion über die Vollendung des Stephansdoms anstoßen.
Der Stephansdom in Wien ist ein Wahrzeichen, das seit Jahrhunderten das Stadtbild prägt. Der Nordturm ist seit langem unvollendet. Genau diese Tatsache hat den Wiener Künstler Zino Weinstein dazu bewegt, eine Initiative zu starten.
Mit einer Online-Petition im Rahmen seines Kunstprojekts "Volksbegehren des Geistes" ruft Weinstein dazu auf, den jahrhundertelang unvollendeten Nordturm neu zu denken. Die Petition soll eine öffentliche Diskussion darüber anstoßen, ob historische Architektur ausschließlich bewahrt – oder auch weiterentwickelt werden kann.
"Der Stephansdom ist eines der wichtigsten Bauwerke Europas – und doch haben wir aufgehört, über seine Vollendung zu sprechen", sagt Weinstein. "Unsere Vorfahren bauten Kathedralen über Generationen hinweg. Warum fehlt uns heute der Mut, solche Projekte weiterzuführen?"
Weinstein präsentiert einen eigenen künstlerischen Entwurf für einen möglichen Turmabschluss. Dieser versteht sich ausdrücklich als Denkanstoß: "Es geht nicht darum, dass mein Entwurf gebaut wird. Es geht darum, dass wir wieder darüber sprechen, ob große Bauwerke weitergedacht werden dürfen."