Hunderte protestieren vor Wirtschaftskammer Wien gegen 1,6-Prozent-Angebot
Nach vier ergebnislosen Verhandlungsrunden gingen Beschäftigte der Werbung und Marktkommunikation für höhere Löhne auf die Straße.
Hunderte Beschäftigte der Werbung und Marktkommunikation Wien folgten dem Aufruf der Gewerkschaft GPA und demonstrierten heute vor der Wirtschaftskammer Wien für einen fairen Kollektivvertragsabschluss. Nach vier ergebnislosen Verhandlungsrunden und einem aus Sicht der Gewerkschaft GPA inakzeptablen Arbeitgeberangebot von lediglich 1,6 Prozent setzten die Beschäftigten damit ein deutliches Zeichen für einen fairen Gehaltsabschluss.
Die Demonstration folgte auf vier Verhandlungsrunden zwischen Gewerkschaft und Arbeitgebern, die ohne Ergebnis blieben.
„Die heutige Kundgebung hat klar gezeigt, dass die Beschäftigten nicht bereit sind, dieses unzureichende Angebot einfach hinzunehmen. Wer von Kreativität, Innovationskraft und Leistung lebt, muss auch bereit sein, diese Leistung fair abzugelten“, betont Leonhard Göser, Verhandlungsleiter der Gewerkschaft GPA. „1,6 Prozent sind weit von einem fairen Abschluss entfernt. Die Arbeitgeber sind jetzt gefordert, ihre Blockadehaltung aufzugeben und endlich ein Angebot vorzulegen, das der wirtschaftlichen Realität der Branche und dem Einsatz der Beschäftigten gerecht wird.“
Gleichzeitig betont Göser die Verantwortung der Arbeitgeber bei der Sicherung der Kaufkraft: „Wenn wir in Österreich wieder zu mehr wirtschaftlicher Stabilität kommen wollen, dann muss auch die Kaufkraft entsprechend gestützt werden. Gerade in einer Branche, die zentral vom Konsumklima abhängt sollte man sich dessen bewusst sein. Dafür müssen auch die Unternehmen ihren Beitrag leisten – und das bedeutet eine angemessene Erhöhung für die eigenen Angestellten“, appelliert der Gewerkschafter.
In der nächsten Verhandlungsrunde am 19. März erwarte man sich ein spürbar verbessertes Angebot.