Von brasilianischen Rhythmen bis Vivaldi für Kinder
Niederösterreich bietet im März ein abwechslungsreiches Konzertprogramm: Familienkonzerte, Klassik, Jazz und zeitgenössische Musik an verschiedenen Veranstaltungsorten.
Die niederösterreichische Kulturlandschaft präsentiert sich im März 2025 von ihrer vielfältigsten Seite. Von Horn bis Schwechat, von klassischen Konzerten bis zu experimenteller Musik bieten die Veranstaltungsorte des Bundeslandes ein reichhaltiges Programm für alle Altersgruppen und Musikgeschmäcker.
Das Kunsthaus Horn wird am 18. März gleich zweimal zum musikalischen Mittelpunkt. Die Jeunesse Horn lädt bereits um 16 Uhr zum Familienkonzert "Brasilien, das Land meiner Träume" ein. Dieses speziell für Kinder zwischen vier und zehn Jahren konzipierte Programm ermöglicht spielerisches Kennenlernen verschiedener Instrumente, Rhythmen, Lieder und Tänze der brasilianischen Kultur.
Am selben Abend um 19.30 Uhr folgt das SAGS Quartet aus Südtirol mit dem anspruchsvollen Programm "Boulangerie". Das Ensemble präsentiert eine bemerkenswerte Bandbreite klassischer und zeitgenössischer Werke: von Gabriel Faurés Pavane für Chor und Orchester op. 50 über Edvard Griegs Suite "Aus Holbergs Zeit" bis hin zu modernen Kompositionen wie Philip Glass' "Mishima / Closing" und George Gershwins drei Préludes.
Das Stadttheater Wiener Neustadt wartet mit einem außergewöhnlich dichten Programm auf. Am 18. März widmet sich Sopranistin Miriam Kutrowatz, begleitet von Andreas Fröschl am Klavier, ab 19.30 Uhr dem Thema "Frauenfiguren" in Werken von Franz Schubert, Hugo Wolf und Richard Strauss.
Drei Tage später, am 21. März, übernimmt das Tonkünstler-Orchester Niederösterreich unter der Leitung von Fabien Gabel die Bühne. Das Programm "Gulda & Mozart" vereint Friedrich Guldas Konzert für Violoncello und Blasorchester mit Wolfgang Amadeus Mozarts "Linzer" Symphonie C-Dur KV 425 und Erich Urbanners "Konzertante Formen" für Orchester. Als Solist fungiert der Cellist Jaemin Han.
Besonders bemerkenswert ist auch die "Space Mission" am 24. März um 11 Uhr, eine Schulvorstellung für Kinder ab zehn Jahren mit Musik von John Williams, Wolfgang Amadeus Mozart, Richard Strauss und Gustav Holst.
Die renommierte Konzertreihe "Loisiarte" im Loisium Langenlois feiert vom 19. bis 22. März ihr 20-jähriges Bestehen. Unter dem Motto "Connected" steht die Jubiläumsausgabe ganz im Zeichen einer interessanten Gegenüberstellung der Werke von Pēteris Vasks und Antonín Dvořák.
Das hochkarätige Künstleraufgebot umfasst Christian und Nicolas Altenburger, Christopher Hinterhuber, Mio Moser, Patrick Demenga und den Arnold Schoenberg Chor. Im literarischen Part bereichern Julia Stemberger und Joseph Lorenz das Programm. Ein spezielles Kinderkonzert mit dem Titel "Pfoten, Fell und Hörner – Ausgewählte Tiergeschichten mit Musik" rundet das vielseitige Angebot ab.
Abseits der großen Bühnen bieten auch kleinere Veranstaltungsorte bemerkenswerte Programme. In der "babü" in Wolkersdorf präsentiert das András Dés Quartet am 19. März "Decisions We Make", ein Album Release Concert, das zeitgenössischen Jazz mit freien Improvisationen verbindet. Am 21. März folgt Wiener Blond im Trio mit der Vorpremiere "Is was gwesn?", die das Spazierengehen textlich und musikalisch betrachtet.
Die Schlosskapelle von Walpersdorf wird am 20. März zum Schauplatz einer besonderen musikalisch-literarischen Reise. Wolfram Geyer (Rezitation) und Christian Spielauer (Akustikgitarre) präsentieren "Triumph und Tragödie" – eine Begleitung zu Menschen und ihren Schicksalen. Der Eintritt erfolgt durch freie Spenden zugunsten des Kulturvereins Schloss Walpersdorf.
Das Festival "Imago Dei" im Klangraum Krems Minoritenkirche setzt sein Programm mit zwei besonderen Konzerten fort. Am 20. März präsentieren der argentinische Gitarrist und Sänger Alejandro Guyot sowie die Pianistin Elbi Olalla "Piano Canción" – eine Reise durch Tangos von den 1920er-Jahren bis heute, ergänzt durch eigene Stücke und Coverversionen.
Besonders bedeutsam ist die Uraufführung am 22. März: Das musikalische Szenario "Frühling. Leeres Land." von Wolfgang Sauseng und Elisabeth Vera Rathenböck würdigt den 100. Geburtstag Ingeborg Bachmanns. Das Werk basiert auf ihrer frühen Erzählung "Die Karawane und die Auferstehung" aus dem Jahr 1949.
Die Vielfalt der niederösterreichischen Musikszene zeigt sich auch in den unterschiedlichen Genres. Im Casino Baden gastiert am 21. März das Bezirksblasorchester des NÖBV mit dem Programm "Klassik meets Musical", das Werke von Johann Strauss bis zu Musical-Highlights aus "Wicked" und "Das Phantom der Oper" umfasst.
In der Kulturwerkstatt Tischlerei Melk präsentieren Simone Kopmajer und die Lungau Big Band am 21. März "My Favorite Songs" – eine Mischung aus eigenen Kompositionen und Klassikern des "Great American Songbook" in neuen Arrangements.
Niederösterreichs Konzertszene zeigt sich besonders kinderfreundlich. Das Cinema Paradiso St. Pölten bietet am 20. März das Triolino-Konzert "Zischen und Blasen" der Jeunesse für Kinder zwischen drei und acht Jahren mit träumerischen Klängen eines Saxophon-Quartetts.
Den Abschluss des Programms bildet Marko Simsa im Theater Forum Schwechat am 23. März mit "Vivaldi für Kinder". Für Kinder zwischen vier und zehn Jahren interpretiert er Antonio Vivaldis "Die vier Jahreszeiten" mit Vogelstimmen, Donnerschlag und schlafenden Hirten.
Die Konzerte finden an verschiedenen Veranstaltungsorten in ganz Niederösterreich statt, von Horn im Waldviertel bis Schwechat im Süden. Tickets sind über die jeweiligen Veranstaltungsorte sowie online erhältlich. Viele Konzerte bieten ermäßigte Preise für Kinder und Jugendliche, einige Veranstaltungen funktionieren sogar nach dem Prinzip der freien Spende.
Die Bandbreite reicht von intimen Kammerkonzerten bis zu großen Orchesteraufführungen, von traditioneller Volksmusik bis zu experimentellem Jazz. Diese Vielfalt macht Niederösterreich zu einer der kulturell aktivsten Regionen Österreichs und bietet für jeden Musikgeschmack passende Veranstaltungen.