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Johannes Aigner holt zweites Paralympics-Gold in Folge

Niederösterreichischer Para-Skifahrer dominiert auch im Super-G

9. März 2026 um 10:10
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Der Gloggnitzer Johannes Aigner setzt seine Erfolgsserie bei den Paralympics fort und gewinnt mit Guide Nico Haberl Gold im Super-G.

Doppelter Triumph für die Familie Aigner

Die Paralympics in Milano Cortina entwickeln sich zu einem wahren Märchen für die niederösterreichische Familie Aigner. Nach dem Silbererfolg von Veronika Aigner am Montag krönte ihr Bruder Johannes den Tag mit einer weiteren Goldmedaille. Gemeinsam mit seinem Guide Nico Haberl dominierte der 24-jährige Sehbehinderte aus Gloggnitz auch den Super-G der Männer und untermauerte damit seine Stellung als einer der besten Para-Skifahrer der Welt.

Konstanz auf höchstem Niveau

Bereits in der Abfahrt hatte Johannes Aigner seine erste Goldmedaille bei diesen Paralympics gewonnen. Mit dem erneuten Triumph im Super-G beweist der Niederösterreicher seine außergewöhnliche Konstanz auf höchstem Niveau. "Nach seinem Gold-Auftakt in der Abfahrt zeigt Johannes nun auch mit der Goldenen im Super-G, dass er zur absoluten Weltspitze gehört", würdigte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner die beeindruckende Leistung des Athleten.

Die technische Perfektion und die unglaubliche Geschwindigkeit, mit der Aigner und sein Guide Haberl die anspruchsvolle Strecke bewältigten, ließen der Konkurrenz keine Chance. "Johannes Aigner hat heute einmal mehr seine Extraklasse unter Beweis gestellt", lobte die Landeshauptfrau den jungen Sportler.

Erfolgsgeschichte aus Gloggnitz

Johannes Aigner stammt aus Gloggnitz im Bezirk Neunkirchen und hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der erfolgreichsten Para-Skifahrer Österreichs entwickelt. Seine Karriere ist geprägt von kontinuierlicher Steigerung und der engen Zusammenarbeit mit seinem Guide Nico Haberl, der ihm als "sehende Augen" auf der Piste zur Seite steht.

Die Partnerschaft zwischen Athlet und Guide ist im Para-Skiing von entscheidender Bedeutung. Haberl muss nicht nur selbst ein ausgezeichneter Skifahrer sein, sondern auch die Fähigkeit besitzen, seinem Partner über Funk präzise Anweisungen zu geben. Das Vertrauen zwischen den beiden muss absolut sein, da sie bei Geschwindigkeiten von über 100 km/h gemeinsam die Strecke hinunterfahren.

Familie Aigner im Paralympics-Rausch

Die Paralympics in Milano Cortina 2026 sind für die Familie Aigner zu einem besonderen Erlebnis geworden. Während Johannes bereits seine zweite Goldmedaille feiern konnte, holte seine Schwester Veronika eine wertvolle Silbermedaille. Diese familiäre Erfolgsgeschichte unterstreicht die starke Tradition des Para-Sports in Niederösterreich und zeigt, wie wichtig die Unterstützung im familiären Umfeld für Spitzensportler ist.

"Die Erfolgsserie der Familie Aigner bei den Paralympics reißt nicht ab", freute sich Landeshauptfrau Mikl-Leitner über die herausragenden Leistungen der Geschwister. Diese Erfolge sind nicht nur für die Athleten selbst von großer Bedeutung, sondern inspirieren auch andere Menschen mit Behinderung, ihre sportlichen Träume zu verfolgen.

Para-Skiing: Höchste technische Anforderungen

Der Super-G zählt zu den technisch anspruchsvollsten Disziplinen im Para-Skiing. Die Kombination aus hoher Geschwindigkeit und präziser Kurventechnik erfordert von den Athleten absolute Perfektion. Für sehbehinderte Sportler wie Johannes Aigner kommt die zusätzliche Herausforderung hinzu, sich vollständig auf die Anweisungen ihres Guides verlassen zu müssen.

Die Strecken bei Paralympics sind identisch mit jenen der nicht-behinderten Skifahrer, was die Leistungen der Para-Athleten umso bemerkenswerter macht. Sie fahren dieselben steilen Hänge, nehmen dieselben Sprünge und bewältigen dieselben technischen Passagen – und das oft in Zeiten, die nur wenige Sekunden langsamer sind als die der besten nicht-behinderten Skifahrer der Welt.

Niederösterreich als Para-Sport-Hochburg

Die Erfolge von Johannes und Veronika Aigner unterstreichen die starke Position Niederösterreichs im österreichischen Para-Sport. Das Bundesland hat in den vergangenen Jahren kontinuierlich in die Förderung von Athleten mit Behinderung investiert und verfügt über eine ausgezeichnete Infrastruktur für die Nachwuchsförderung.

"Diese Erfolge sind auch ein Verdienst der hervorragenden Arbeit unserer Sportvereine und Trainer in Niederösterreich", betonte die Landeshauptfrau. Die systematische Förderung junger Talente und die professionelle Betreuung der Spitzensportler zahlen sich nun bei den Paralympics aus.

Ausblick auf weitere Wettkämpfe

Mit bereits zwei Goldmedaillen in der Tasche geht Johannes Aigner als einer der Topfavoriten in die noch ausstehenden Rennen. Seine konstanten Leistungen und die perfekte Harmonie mit Guide Nico Haberl lassen auf weitere Erfolge hoffen. Für das österreichische Para-Team sind die Medaillen von Johannes und Veronika Aigner ein wichtiger Baustein für eine erfolgreiche Paralympics-Bilanz.

Die Paralympics in Milano Cortina haben gezeigt, dass der österreichische Para-Sport auf einem sehr hohen Niveau steht und international konkurrenzfähig ist. Die Erfolge der Familie Aigner sind dabei nur die Spitze des Eisbergs einer breit aufgestellten und professionell geführten Para-Sport-Bewegung in Österreich.

Inspiration für kommende Generationen

Die Erfolge von Johannes Aigner haben weit über den sportlichen Bereich hinaus Bedeutung. Sie zeigen Menschen mit Behinderung, dass mit Entschlossenheit, Training und der richtigen Unterstützung außergewöhnliche Leistungen möglich sind. Diese Vorbildwirkung ist ein wichtiger Aspekt des Para-Sports und trägt zur gesellschaftlichen Inklusion bei.

Für junge Athleten in Niederösterreich und ganz Österreich sind Johannes und Veronika Aigner lebende Beweise dafür, dass Paralympics-Erfolge auch aus kleineren Gemeinden wie Gloggnitz möglich sind. Diese Erfolgsgeschichte motiviert Sportvereine und Trainer, weiterhin in die Nachwuchsförderung zu investieren und Talente zu entdecken und zu fördern.

Schlagworte

#Paralympics#Johannes Aigner#Para-Skiing#Niederösterreich#Gold#Super-G

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