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ÖJC schreibt renommierten Rennerpreis 2026 aus

Österreichs prestigeträchtigste Medienauszeichnung würdigt herausragende publizistische Leistungen

3. März 2026 um 12:52
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Der Österreichische Journalisten Club vergibt 2026 wieder den Dr. Karl Renner Publizistik- und Solidaritätspreis. Einreichungen bis 31. März möglich.

Der Österreichische Journalisten Club (ÖJC) hat die Ausschreibung für seine prestigeträchtigsten Auszeichnungen eröffnet: Den Dr. Karl Renner Publizistikpreis und den Dr. Karl Renner Solidaritätspreis für das Jahr 2026. Bis zum 31. März 2026 können sich Redaktionen, Institutionen und Journalistinnen sowie Journalisten unter [email protected] für diese renommierten Preise bewerben.

Der "Ehrenoscar" der österreichischen Medienlandschaft

Der Dr. Karl Renner Publizistikpreis gilt als einer der bedeutendsten Medienpreise Österreichs - oft wird er als "Ehrenoscar" der heimischen Medienbranche bezeichnet. Diese Auszeichnung würdigt herausragende publizistische Leistungen, die sich über mehrere Jahre durch besondere Qualität und gesellschaftliche Relevanz auszeichnen.

Die Jury bewertet dabei nicht nur einzelne Artikel oder Beiträge, sondern das Gesamtwerk von Personen oder Redaktionen. Besonders geschätzt werden vielschichtige und umfassende Vertiefungen in gesellschaftlich relevante Themen, die komplexe Materien einem breiten Publikum verständlich und nachvollziehbar zugänglich machen.

Aktuelle Preisträger als Maßstab

Die jüngsten Preisträger verdeutlichen die hohen Qualitätsansprüche des ÖJC: 2024 erhielten Marlies Fauland und Elisabeth Pfneisl von Holyscreen Media den Publizistikpreis für ihre außergewöhnliche TV-Sendereihe "Der talentierte Herr ...". Diese Auszeichnung unterstreicht die Bedeutung investigativer und tiefgreifender Medienarbeit in der österreichischen Medienlandschaft.

Solidaritätspreis für Mut unter schwierigen Bedingungen

Parallel zum Publizistikpreis vergibt der ÖJC den Dr. Karl Renner Solidaritätspreis, der eine besondere gesellschaftliche Dimension aufweist. Diese Auszeichnung ehrt Journalistinnen und Journalisten, die sich unter widrigsten Umständen für die Pressefreiheit einsetzen und trotz Repressalien, Krieg oder anderen massiven Beeinträchtigungen ihrer Arbeit hervorragende journalistische Qualität liefern.

Die Preisträgerin von 2024, die deutsch-iranische ARD-Journalistin Natalie Amiri, verkörpert exemplarisch diese Courage. Ihre Arbeit im Iran und im Nahen Osten erfolgt unter ständiger Gefahr und politischem Druck, dennoch liefert sie kontinuierlich hochwertige Berichterstattung aus einer der konfliktreichsten Regionen der Welt.

Bedeutung für die Pressefreiheit

Der Solidaritätspreis hat in Zeiten zunehmender Bedrohungen für Journalistinnen und Journalisten weltweit eine besondere Bedeutung erhalten. Er würdigt nicht nur die journalistische Qualität, sondern auch den persönlichen Mut und die Bereitschaft, für die Informationsfreiheit einzustehen - auch wenn dies mit erheblichen persönlichen Risiken verbunden ist.

Transparente Nominierungsverfahren

Das Nominierungsverfahren des ÖJC zeichnet sich durch seine Offenheit aus. Neben direkten Einreichungen durch die Medienunternehmen und Journalisten selbst können auch Vorschläge durch eine Fachjury und den ÖJC-Vorstand erfolgen. Diese doppelte Herangehensweise gewährleistet, dass sowohl selbst beworbene als auch von Experten identifizierte herausragende Leistungen Berücksichtigung finden.

Berechtigt zur Teilnahme sind alle Redaktionen österreichischer Medien sowie alle österreichischen Journalistinnen und Journalisten, unabhängig von der Mediengattung. Ob Print, Radio, Fernsehen oder Online-Medien - alle Bereiche des Journalismus haben gleiche Chancen auf eine Nominierung.

Tradition und Zukunft der Auszeichnung

Die alle zwei Jahre stattfindende Vergabe der Rennerpreise hat sich zu einem wichtigen Fixpunkt im österreichischen Medienjahr entwickelt. Die Preise tragen den Namen des ersten Bundespräsidenten der Zweiten Republik, Dr. Karl Renner, der als Verfechter der Pressefreiheit und demokratischer Werte in die Geschichte einging.

Feierlicher Rahmen im Wiener Rathaus

Die Preisverleihung 2026 findet am 8. Juni im prestigeträchtigen Wappensaal des Wiener Rathauses statt. Dieser historische Rahmen unterstreicht die Bedeutung der Auszeichnung und würdigt die Preisträgerinnen und Preisträger in angemessener Weise. Die Veranstaltung bringt traditionell die Spitzen der österreichischen Medienlandschaft, Politik und Gesellschaft zusammen.

Bedeutung für die österreichische Medienlandschaft

Die Dr. Karl Renner Preise haben sich über die Jahre zu mehr als nur Auszeichnungen entwickelt - sie sind zu wichtigen Qualitätsindikatoren für den österreichischen Journalismus geworden. Sie setzen Standards und motivieren Medienschaffende zu herausragenden Leistungen.

Besonders in Zeiten, in denen die Medienbranche vor vielfältigen Herausforderungen steht - von wirtschaftlichem Druck bis hin zu politischen Anfeindungen - bieten diese Preise wichtige Anerkennung und Unterstützung für qualitätsvollen Journalismus.

Aufruf zur Teilnahme

Der ÖJC ermutigt alle österreichischen Medien und Journalisten, die Chance zu nutzen und sich bis zum 31. März 2026 zu bewerben. Die Auszeichnungen würdigen nicht nur die Leistungen der Preisträger, sondern tragen auch zur Stärkung der gesamten Medienlandschaft bei.

Interessierte finden weitere Informationen und Bewerbungsunterlagen auf der Website des ÖJC unter www.oejc.at oder können direkt per E-Mail an [email protected] Kontakt aufnehmen. Die Geschäftsstelle des Österreichischen Journalisten Clubs steht unter der Telefonnummer +43 1 98 28 555 für Rückfragen zur Verfügung.

Schlagworte

#Journalismus#Medienpreise#ÖJC#Pressefreiheit#Österreich

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