Am 30. Januar 2026, einem kalten Wintertag, wird die Bedeutung der Feuchtgebiete weltweit erneut ins Rampenlicht gerückt. Diese Lebensräume, die uns vor Überschwemmungen schützen und die Wasserqualität verbessern, sind bedroht. In Österreich, wo sich solche einzigartigen Biotope ebenfalls befinden,
Am 30. Januar 2026, einem kalten Wintertag, wird die Bedeutung der Feuchtgebiete weltweit erneut ins Rampenlicht gerückt. Diese Lebensräume, die uns vor Überschwemmungen schützen und die Wasserqualität verbessern, sind bedroht. In Österreich, wo sich solche einzigartigen Biotope ebenfalls befinden, ist das Interesse an ihrem Schutz besonders hoch. Die Zoos des Verbands der Zoologischen Gärten (VdZ) setzen sich aktiv für den Erhalt dieser Gebiete ein.
Feuchtgebiete, zu denen Moore, Flussauen und Mangroven gehören, sind wahre Lebensspender. Sie beherbergen rund 40% der weltweiten Artenvielfalt. Doch über ein Drittel dieser Lebensräume ist in den letzten 50 Jahren verloren gegangen. Dieser Verlust betrifft nicht nur die Natur, sondern auch uns Menschen, wie Volker Homes, Geschäftsführer des VdZ, betont.
Feuchtgebiete haben historisch gesehen eine zentrale Rolle im ökologischen Gleichgewicht gespielt. Seit der Ramsar-Konvention 1971, die den Schutz dieser Gebiete international verankert hat, sind viele Anstrengungen unternommen worden, um ihren Erhalt zu sichern. Dennoch schreitet ihre Zerstörung voran, vor allem durch Urbanisierung und Klimawandel. In Österreich gibt es ähnliche Herausforderungen, wobei regionale Initiativen versuchen, durch Renaturierung und Schutzmaßnahmen gegenzusteuern.
Während Österreich auf seine Weise versucht, Feuchtgebiete zu schützen, gibt es auch in Deutschland und der Schweiz ähnliche Bemühungen. In Deutschland sind die Moore im Norden besonders im Fokus, während die Schweiz sich auf die Erhaltung ihrer alpinen Feuchtgebiete konzentriert. Diese länderübergreifenden Bemühungen zeigen, dass der Schutz der Feuchtgebiete eine globale Verantwortung ist.
Die Auswirkungen des Verlusts der Feuchtgebiete sind vielfältig. Sie führen zu einer erhöhten Anfälligkeit für Überschwemmungen und einer Verschlechterung der Wasserqualität. Für die österreichische Bevölkerung bedeutet dies konkret, dass der Verlust solcher Gebiete zu direkten wirtschaftlichen und gesundheitlichen Nachteilen führen kann. Beispiele aus der Region zeigen, dass der Schutz dieser Lebensräume auch den Tourismus fördert, indem er Naturerlebnisse bietet.
Statistiken belegen den dramatischen Rückgang der Feuchtgebiete weltweit. Laut einer Studie sind seit 1970 etwa 35% dieser Gebiete verschwunden. In Österreich sind derzeit rund 10% der ursprünglichen Feuchtgebiete erhalten, was den dringenden Handlungsbedarf unterstreicht. Der VdZ engagiert sich mit Erhaltungszuchtprogrammen, die auch in Österreich durchgeführt werden.
Moderne Zoos spielen eine entscheidende Rolle beim Erhalt bedrohter Arten. Sie züchten nicht nur Tiere wie die Europäische Sumpfschildkröte nach, sondern bereiten sie auch auf die Rückkehr in die Natur vor. Diese Bemühungen sind in Zusammenarbeit mit Naturschutzbehörden und Umweltverbänden besonders erfolgreich. Die Zoos bieten zudem Bildungsprogramme an, um das Bewusstsein für den Artenschutz zu schärfen.
Die Zukunft der Feuchtgebiete hängt von globalen und lokalen Anstrengungen ab. Der VdZ plant, seine Programme auszuweiten und mehr internationale Kooperationen einzugehen. Die EAZA-Kampagne "Wetlands for Life" ist ein Beispiel für solche Bemühungen. Diese Initiative wird von Zoos in Österreich unterstützt und soll die Öffentlichkeit für die Bedeutung der Feuchtgebiete sensibilisieren.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Schutz der Feuchtgebiete eine kollektive Anstrengung erfordert. Die Zoos spielen dabei eine zentrale Rolle, indem sie nicht nur Tiere schützen, sondern auch die Öffentlichkeit informieren. Die Frage bleibt: Wie können wir alle dazu beitragen, diese wertvollen Lebensräume zu erhalten?
Für weitere Informationen besuchen Sie die Quelle.