Ein dramatisches Szenario zeichnet sich im idyllischen Kaunertal ab. Der WWF Österreich erhebt schwere Vorwürfe gegen das geplante Ausbauprojekt des Kraftwerks Kaunertal. Die Naturschutzorganisation fordert von der UVP-Behörde, die längst überfällige Sicherheitsprüfung endlich in die Wege zu leiten.
Ein dramatisches Szenario zeichnet sich im idyllischen Kaunertal ab. Der WWF Österreich erhebt schwere Vorwürfe gegen das geplante Ausbauprojekt des Kraftwerks Kaunertal. Die Naturschutzorganisation fordert von der UVP-Behörde, die längst überfällige Sicherheitsprüfung endlich in die Wege zu leiten. Die Sicherheit der Bevölkerung steht auf dem Spiel!
Der aktuelle Prüfungsstand ist alarmierend: Die letzte umfassende Begutachtung durch die Staubeckenkommission liegt über zehn Jahre zurück. Seitdem hat sich vieles verändert. Besonders die Auswirkungen der Klimakrise wurden damals kaum berücksichtigt. Der renommierte Geomorphologe Dr. Wilfried Haeberli hat in einem unabhängigen Gutachten aufgedeckt, dass neue Gletscherseen entstehen könnten – eine Gefahr, die die Tiwag, die Projektwerberin, bislang ignoriert hat.
Die Aufdeckung dieser Sicherheitsrisiken durch den WWF lässt die Alarmglocken schrillen. Felsstürze, ausgelöst durch das Auftauen des Permafrosts, könnten verheerende Flutwellen verursachen. Die Staubeckenkommission, bestehend aus Fachexperten und der Sektion Wasserwirtschaft, ist gefordert, die Sicherheit zu gewährleisten und auf den neuesten Stand der Technik zu bringen.
Maximilian Frey vom WWF fordert vehement: „Es ist unverständlich, dass ein Projekt dieser Größe die Gefahrenpotenziale nicht berücksichtigt. Die UVP-Behörde muss dieses Versäumnis umgehend ausgleichen.“ Die Bevölkerung hat ein Recht darauf, dass alle Risiken transparent und umfassend geprüft werden.
Die Uhr tickt, und es bleibt abzuwarten, ob die zuständigen Behörden den Forderungen des WWF nachkommen und das Ausbauprojekt auf Herz und Nieren prüfen. Die Zukunft des Kaunertals hängt davon ab, ob rechtzeitig gehandelt wird, um eine mögliche Katastrophe zu verhindern.