Initiative Wund?Gesund! lädt zum Dialogforum über Finanzierung und Sparbedarf
Am 24. Februar 2026 diskutieren Experten im APA-Pressezentrum über effiziente Wundversorgung angesichts steigender Gesundheitskosten.
Die österreichischen Gesundheitsausgaben sind 2024 auf ein Rekordhoch von 57,8 Milliarden Euro gestiegen – das entspricht 11,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Angesichts dieser Entwicklung und der angespannten Budgetsituation stehen Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen zur Diskussion. Die Initiative Wund?Gesund! greift diese Herausforderung auf und veranstaltet am 24. Februar 2026 ein Dialogforum zu einem oft übersehenen, aber kostentreibenden Bereich: der Wundversorgung.
Das Dialogforum mit dem Titel "Finanzierung, Sparbedarf und die chronische Wunde: Wie schaffen wir das?" findet um 10:30 Uhr im APA-Pressezentrum statt. Im Gegensatz zu oft abstrakten gesundheitspolitischen Debatten soll hier konkret über Verbesserungen von Prozessen und Betreuungsstrukturen im Wundmanagement gesprochen werden.
"Was bedeuten Finanzierung und Sparbedarf für die Betroffenen?" – diese zentrale Frage steht im Mittelpunkt der Veranstaltung. Dabei geht es nicht nur um Zahlen und Statistiken, sondern um die praktischen Auswirkungen auf Patienten und das Gesundheitssystem.
Am Panel nehmen prominente Vertreter aus Politik und Gesundheitswesen teil. Stadträtin Dr. Kasia Greco (ÖVP) aus Wien wird ebenso diskutieren wie Mag. Karin Scheele (SPÖ), Abgeordnete zum NÖ Landtag und Obfrau des Gesundheitsausschusses. Ergänzt wird das Panel durch Mag. Martina Laschet und Mag. Philipp Lindinger von der Initiative Wund?Gesund!, die die praktische Expertise aus dem Wundmanagement einbringen.
Die Initiative Wund?Gesund! ist ein Zusammenschluss von Unternehmen und Kooperationspartnern aus dem Gesundheitswesen. Ihr Hauptziel ist die optimale Versorgung von Patienten mit passenden Medizinprodukten – von einfachen Wundpflastern über hydroaktive Wundauflagen bis hin zur modernen Wundunterdrucktherapie.
Diese breite Produktpalette verdeutlicht die Komplexität des Wundmanagements und die Notwendigkeit einer strukturierten Herangehensweise. Chronische Wunden stellen nicht nur für Betroffene eine große Belastung dar, sondern verursachen auch erhebliche Kosten im Gesundheitssystem.
Die aktuellen Zahlen der Statistik Austria verdeutlichen das Ausmaß der finanziellen Herausforderung. Mit einem Anstieg der Gesundheitsausgaben um 8,3 Prozent gegenüber 2023 wird deutlich, dass innovative Ansätze zur Kostenkontrolle dringend benötigt werden. Das Wundmanagement bietet hier durchaus Potenzial für Effizienzsteigerungen.
Chronische Wunden betreffen in Österreich Hunderttausende Menschen, insbesondere ältere Patienten und solche mit Grunderkrankungen wie Diabetes oder Gefäßleiden. Eine optimierte Versorgung könnte nicht nur die Behandlungsqualität verbessern, sondern auch Kosten reduzieren.
Das Dialogforum steht sowohl Medienvertretern als auch weiteren Interessierten offen. Eine Teilnahme ist sowohl vor Ort im APA-Pressezentrum als auch online möglich. Der Streaming-Link wird unter https://events.streaming.at/wund-gesund-20260224 zur Verfügung gestellt.
Zur besseren Planbarkeit bittet die Initiative um eine Vorankündigung per E-Mail an [email protected], ob die Teilnahme vor Ort oder online erfolgen soll. Für Film- und Fotogelegenheiten ist gesorgt.
Die Veranstaltung kommt zu einem wichtigen Zeitpunkt. Während überall über Sparmaßnahmen diskutiert wird, zeigt die Initiative Wund?Gesund! konkrete Bereiche auf, in denen durch bessere Organisation und Strukturen sowohl die Patientenversorgung verbessert als auch Kosten optimiert werden können.
Das Wundmanagement ist ein Bereich, in dem sowohl medizinische Expertise als auch wirtschaftliche Überlegungen eine wichtige Rolle spielen. Die richtige Wahl der Behandlungsmethode und der Medizinprodukte kann entscheidend für den Heilungsverlauf und die Kosteneffizienz sein.
Von dem Dialogforum werden konkrete Lösungsansätze erwartet, die über theoretische Diskussionen hinausgehen. Die Teilnehmer aus Politik und Praxis bringen unterschiedliche Perspektiven mit, die zu einem umfassenden Bild der Herausforderungen und Möglichkeiten im Wundmanagement beitragen sollen.
Besonders interessant wird die Diskussion über die praktischen Auswirkungen von Sparmaßnahmen auf die Patientenversorgung sein. Hier geht es um die Balance zwischen Kosteneffizienz und Behandlungsqualität – ein Thema, das weit über das Wundmanagement hinausreicht und für das gesamte Gesundheitssystem relevant ist.
Das APA-Pressezentrum in der Laimgrubengasse 10 im 6. Wiener Gemeindebezirk bietet den passenden Rahmen für diese wichtige gesundheitspolitische Diskussion, die Auswirkungen auf die Versorgung von Patienten in ganz Österreich haben könnte.