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Kultur

Wohnen im Funkhaus: Historisches Erbe trifft modernes Wohnen

20. Oktober 2025 um 07:40
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Die Wiener Argentinierstraße ist seit Jahrzehnten ein Synonym für Mediengeschichte. Hier steht das legendäre Funkhaus, ein architektonisches Meisterwerk, das nun eine neue Bestimmung findet. Einst das Herzstück der österreichischen Rundfunkgeschichte, wird es jetzt zu einem exklusiven Wohnprojekt um

Die Wiener Argentinierstraße ist seit Jahrzehnten ein Synonym für Mediengeschichte. Hier steht das legendäre Funkhaus, ein architektonisches Meisterwerk, das nun eine neue Bestimmung findet. Einst das Herzstück der österreichischen Rundfunkgeschichte, wird es jetzt zu einem exklusiven Wohnprojekt umgewandelt. Doch was macht dieses Gebäude so besonders, und warum ist seine Umwandlung in Wohnraum von so großer Bedeutung?

Ein Blick zurück: Die Geschichte des Funkhauses

Das Funkhaus wurde in den 1930er-Jahren im Auftrag der Österreichischen Radio-Verkehrs AG (RAVAG) errichtet, dem Vorläufer des heutigen ORF. Die Pläne stammten von renommierten Architekten wie Clemens Holzmeister und dem Atelier Schmid-Aichinger. Die Bauweise war revolutionär, denn die Tonstudios und Sendesäle wurden nicht in klassisch rechtwinkligen Formen, sondern als ungleichseitige Vierecke gebaut, um die Akustik zu optimieren. Diese innovative Architektur machte das Funkhaus zu einem einzigartigen Bauwerk.

Seit 1999 steht das Gebäude unter Denkmalschutz. Es war die Heimat des Radio-Symphonieorchester Wien und von Rundfunksendern wie Radio Wien, Ö1 und Ö3. Die Bedeutung des Funkhauses für die österreichische Medienlandschaft kann kaum überschätzt werden.

Die Transformation: Vom Funkhaus zum Wohnhaus

Heute wird das Funkhaus einer neuen Nutzung zugeführt. Im hinteren Teil des historischen Bestandsgebäudes entstehen 22 neue Innenstadtwohnungen. Diese sind südseitig ausgerichtet und bieten einen großartigen Blick über den Theresianum-Park. Doch das ist nicht alles: Im Innenhof wird ein Neubau errichtet, der weitere 35 Eigentumswohnungen umfasst. Diese werden in einer modernen Holzhybrid-Bauweise gebaut, die Nachhaltigkeit mit innovativem Design verbindet.

  • Historisches Erbe: Die Fassade des Funkhauses bleibt erhalten. In enger Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt werden die Fassadenteile rekonstruiert, Fenster saniert und Verblechungen originalgetreu nachgebildet.
  • Moderne Wohnqualität: Die neuen Wohnungen bieten großzügige Freiflächen und moderne Annehmlichkeiten. Sie verbinden den Charme der Geschichte mit dem Komfort des 21. Jahrhunderts.

Ein Blick auf die Immobilienlandschaft Wiens

Die Umwandlung des Funkhauses in Wohnraum ist ein Spiegel der aktuellen Entwicklungen auf dem Wiener Immobilienmarkt. Die Nachfrage nach innerstädtischem Wohnraum steigt stetig, und historische Gebäude werden zunehmend in Wohnprojekte umgewandelt. Diese Entwicklung ist nicht nur in Wien zu beobachten, sondern auch in anderen europäischen Metropolen.

Ein Experte für Stadtentwicklung kommentiert: "Die Revitalisierung historischer Gebäude ist eine Herausforderung, aber auch eine Chance. Sie ermöglicht es, den Charme und die Geschichte der Stadt zu bewahren und gleichzeitig modernen Wohnraum zu schaffen."

Die Auswirkungen auf die Bewohner

Für die zukünftigen Bewohner der Funkhaus-Wohnungen bedeutet dies, in einem Stück Geschichte zu leben. Die zentrale Lage und die einzigartige Architektur machen die Wohnungen zu begehrten Objekten. Doch nicht nur die neuen Bewohner profitieren: Auch das umliegende Viertel erfährt durch die Revitalisierung einen Aufschwung. Neue Geschäfte und Restaurants könnten entstehen, was die Attraktivität des Viertels weiter steigert.

Ein nachhaltiges Bauprojekt

Die Holzhybrid-Bauweise des Neubaus im Innenhof ist ein Beispiel für nachhaltiges Bauen. Diese Bauweise kombiniert Holzelemente mit anderen Materialien, um eine umweltfreundliche und ressourcenschonende Bauweise zu ermöglichen. Dies ist besonders in Zeiten des Klimawandels von Bedeutung, da der Bausektor einen erheblichen Anteil an den globalen CO2-Emissionen hat.

Ein Bauingenieur erklärt: "Holzhybrid-Bauten sind die Zukunft des Bauens. Sie bieten nicht nur ökologische Vorteile, sondern auch eine hohe Flexibilität in der Gestaltung."

Die Zukunft des Wiener Wohnmarktes

Die Umwandlung des Funkhauses ist ein Beispiel für die Trends, die den Wiener Wohnmarkt in den kommenden Jahren prägen werden. Historische Gebäude werden zunehmend revitalisiert, um den steigenden Bedarf an Wohnraum zu decken. Gleichzeitig wird Nachhaltigkeit ein immer wichtigeres Thema in der Bauwirtschaft.

Für die Stadt Wien bedeutet dies, dass sie ihren historischen Charakter bewahren kann, während sie sich gleichzeitig modernisiert und zukunftssicher macht. Die Bewohner profitieren von einer hohen Lebensqualität und einer lebendigen, vielfältigen Stadt.

Fazit: Eine Win-Win-Situation

Die Umwandlung des Funkhauses in Wohnraum ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie Geschichte und Moderne miteinander verbunden werden können. Die neuen Wohnungen bieten nicht nur hohen Wohnkomfort, sondern tragen auch zur Belebung des Viertels bei. Gleichzeitig wird das historische Erbe des Funkhauses bewahrt und für zukünftige Generationen erlebbar gemacht.

Für Wien ist dies ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einer nachhaltigen und lebenswerten Stadt, die ihre Geschichte schätzt und gleichzeitig den Herausforderungen der Zukunft gewachsen ist.

Mehr Informationen finden Sie auf der Original-Pressemitteilung.

Schlagworte

#Denkmalschutz#Funkhaus#Holzhybrid-Bauweise#Immobilien#Nachhaltigkeit#Wien#Wohnungen

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