Am Donnerstag, den 13. November 2025, versammelten sich führende Experten an der Landesverteidigungsakademie in Wien, um an der Jahrestagung der Wissenschaftskommission beim Bundesministerium für Landesverteidigung teilzunehmen. Die Veranstaltung, die unter dem Motto „Wandel: Herausforderungen staat
Am Donnerstag, den 13. November 2025, versammelten sich führende Experten an der Landesverteidigungsakademie in Wien, um an der Jahrestagung der Wissenschaftskommission beim Bundesministerium für Landesverteidigung teilzunehmen. Die Veranstaltung, die unter dem Motto „Wandel: Herausforderungen staatlicher Selbstbehauptung in einer multipolaren Welt“ stand, bot eine Plattform für den Austausch über die Rolle der Wissenschaft in der Sicherheitspolitik. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner eröffnete die Tagung mit einer eindrucksvollen Rede, in der sie die Bedeutung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit für die österreichische Sicherheits- und Verteidigungspolitik hervorhob.
Die Wissenschaftskommission beim Bundesministerium für Landesverteidigung, gegründet 1992, spielt eine zentrale Rolle in der wissenschaftlichen Beratung der Verteidigungsministerin. Mit 253 Mitgliedern, von denen 80% aus zivilen Organisationen stammen, fungiert sie als Brücke zwischen Wissenschaft und Bundesheer. Ihre Aufgaben umfassen die Unterstützung des Planungs- und Lehrbedarfs sowie die Förderung von Kooperationen mit wissenschaftlichen Einrichtungen im In- und Ausland.
Verteidigungsministerin Tanner betonte, dass wissenschaftliche Expertise und interdisziplinäre Forschung unerlässlich sind, um den technologischen Wandel zu meistern und Desinformationskampagnen entgegenzuwirken. Hybride Bedrohungen, die sowohl militärische als auch nicht-militärische Mittel umfassen, erfordern ein tiefes Verständnis der zugrunde liegenden Technologien und Strategien.
Die Experten diskutierten aktuelle globale Herausforderungen, darunter medizinische Probleme im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg und Abhängigkeiten im internationalen Handelsnetzwerk. Im Vergleich dazu stehen andere europäische Länder wie Deutschland und die Schweiz vor ähnlichen Herausforderungen, jedoch mit unterschiedlichen strategischen Ansätzen. Während Deutschland verstärkt auf europäische Zusammenarbeit setzt, verfolgt die Schweiz eine neutralere Position.
Die Arbeit der Wissenschaftskommission hat direkte Auswirkungen auf die österreichische Bevölkerung. Ein Beispiel ist die Verbesserung der nationalen Sicherheitsmaßnahmen, die durch die wissenschaftliche Forschung unterstützt werden. Dies führt zu einem sichereren Umfeld für alle Bürger und fördert das Vertrauen in die staatlichen Institutionen.
Die aktuelle Funktionsperiode der Wissenschaftskommission läuft vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2027. Mit 253 Mitgliedern, darunter 80% zivile Experten, leistet die Kommission einen bedeutenden Beitrag zur Sicherheitsforschung in Österreich. Die Auszeichnung von Univ. Prof. Dr. Michael Kunze und Hon.-Prof. Brigadier aD Dr. Alfred Vogel mit dem Militär-Verdienstzeichen unterstreicht die Anerkennung herausragender wissenschaftlicher Leistungen.
Die Prognosen für die Zukunft der Wissenschaftskommission sind vielversprechend. Mit fortschreitender technologischer Entwicklung wird die Bedeutung der wissenschaftlichen Forschung weiter zunehmen. Die Kommission plant, ihre internationalen Kooperationen auszubauen und verstärkt auf neue Technologien zu setzen, um die Sicherheit Österreichs nachhaltig zu gewährleisten.
Die Jahrestagung der Wissenschaftskommission hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig die Verbindung zwischen Wissenschaft und Verteidigungspolitik ist. Die strategische Nutzung wissenschaftlicher Erkenntnisse stärkt die sicherheitspolitische Handlungsfähigkeit Österreichs und bietet einen wertvollen Beitrag zur nationalen und internationalen Sicherheit. Es bleibt zu hoffen, dass die Kommission ihre erfolgreiche Arbeit fortsetzt und auch in Zukunft eine zentrale Rolle in der Sicherheitsforschung einnimmt.
Interessierte Leser können mehr über die Arbeit der Wissenschaftskommission auf der offiziellen Webseite des Bundesministeriums für Landesverteidigung erfahren.