Am 23. Oktober 2025 fand in Wien ein bemerkenswertes Ereignis statt, das die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Österreich und Slowenien auf ein neues Level heben könnte. Beim Wirtschaftsforum der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) wurde intensiv über die zukünftige Zusammenarbeit der beiden Länd
Am 23. Oktober 2025 fand in Wien ein bemerkenswertes Ereignis statt, das die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Österreich und Slowenien auf ein neues Level heben könnte. Beim Wirtschaftsforum der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) wurde intensiv über die zukünftige Zusammenarbeit der beiden Länder diskutiert. Im Mittelpunkt standen innovative Projekte in den Bereichen Wasserstoff, grüne Energie und der Einsatz Künstlicher Intelligenz in Medizin und Biotechnologie.
Österreich und Slowenien verbindet eine lange Geschichte der wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Diese Partnerschaft geht über die geografische Nähe hinaus und ist tief verwurzelt in gemeinsamen wirtschaftlichen Interessen. Bereits seit Jahrzehnten arbeiten Unternehmen beider Länder eng zusammen, was sich in einem Handelsvolumen von über 9 Milliarden Euro widerspiegelt. Diese starke Verbindung wurde beim Wirtschaftsforum erneut betont.
Ein zentrales Thema des Forums war die Erkundung neuer Kooperationsmöglichkeiten. Besonders im Fokus standen dabei die Bereiche Wasserstoff und grüne Energie. Diese Technologien sind nicht nur entscheidend für die Bekämpfung des Klimawandels, sondern bieten auch wirtschaftliche Chancen. Experten sind sich einig, dass die Entwicklung und Implementierung solcher Technologien die Wettbewerbsfähigkeit beider Länder stärken könnte.
Ein weiterer spannender Bereich ist der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in Medizin und Biotechnologie. Hier sehen Experten enorme Potenziale, um die Gesundheitsversorgung zu verbessern und neue Behandlungsmethoden zu entwickeln. Die Zusammenarbeit könnte dazu beitragen, dass beide Länder zu Vorreitern in diesen zukunftsträchtigen Branchen werden.
Das Forum zog rund 300 Teilnehmer aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik an. Unter ihnen waren die slowenische Vizepremierministerin und Außenministerin Tanja Fajon sowie der slowenische Staatssekretär für Internationalisierung, Unternehmertum, Entwicklungsressourcen und Tourismus, Matevž Frangež. Ein Highlight war die „Motivation Keynote“ des ehemaligen slowenischen Skispringers Peter Prevc, der seine Erfahrungen und Erfolge mit den Teilnehmern teilte.
WKÖ-Vizepräsidentin Bettina Dorfer-Pauschenwein hob die Bedeutung der wirtschaftlichen Beziehungen hervor und betonte, dass die Zusammenarbeit oft unterschätzt werde. Sie verwies auf die mehr als 1.400 grenzüberschreitend aktiven Tochterunternehmen und den bilateralen Austausch in Milliardenhöhe.
Slowenien hat große Ambitionen, sich von einem zuverlässigen Zulieferer zu einem innovativen und nachhaltigen Entwickler zu wandeln. Staatssekretär Matevž Frangež betonte die strategische Bedeutung der Partnerschaft mit Österreich und die gemeinsamen Bestrebungen, die europäische Wirtschaft wiederzubeleben. Er sieht die aktuelle Zeit als eine Phase des größten wirtschaftlichen Wandels in der Geschichte der Menschheit, die als Katalysator für gemeinsamen Fortschritt genutzt werden kann.
Ein wichtiger Aspekt der Zusammenarbeit ist die Unterstützung durch die AußenwirtschaftsCenter. Diese Zentren spielen eine entscheidende Rolle, um österreichischen Unternehmen den Markteintritt in Slowenien zu erleichtern und umgekehrt. Sie bieten umfassende Unterstützung und Beratung, um die Geschäftsbeziehungen zu stärken und neue Geschäftsmöglichkeiten zu erschließen.
Österreich ist der größte ausländische Investor in Slowenien, mit einem Anteil von knapp 22 Prozent aller ausländischen Direktinvestitionen. Rund 1.150 österreichische Tochterfirmen sind in Slowenien aktiv, was die enge wirtschaftliche Verflechtung unterstreicht. Diese Unternehmen tragen nicht nur zur wirtschaftlichen Entwicklung Sloweniens bei, sondern profitieren auch von den Chancen, die der slowenische Markt bietet.
Das Forum fiel mit dem Peace Child-Konzert zum 80. Jubiläum der UNO zusammen, ein Symbol für Frieden und Solidarität. Tanja Fajon betonte die Bedeutung von Kultur und Jugendengagement, um Dialog und Gemeinschaft zu stärken. Als UN-Sicherheitsratsmitglied zeigt Slowenien, wie wichtig diese Werte für die internationale Zusammenarbeit sind.
Slowenien spielt eine wichtige Rolle als strategische Logistikplattform in Europa. Die geografische Lage und die gut entwickelten Infrastrukturen machen das Land zu einem wichtigen Knotenpunkt für den Handel. Österreich exportiert mehr Güter nach Slowenien als in alle anderen Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawiens zusammen, was die strategische Bedeutung Sloweniens als Wirtschaftspartner unterstreicht.
Die Zusammenarbeit zwischen Österreich und Slowenien bietet viele Chancen, birgt aber auch Herausforderungen. Die wirtschaftlichen Beziehungen müssen kontinuierlich gepflegt und ausgebaut werden, um den sich wandelnden globalen Herausforderungen gerecht zu werden. Experten sind optimistisch, dass die Partnerschaft weiterhin erfolgreich sein wird, wenn beide Länder offen für Innovationen und neue Technologien bleiben.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Wirtschaftsforum in Wien ein wichtiger Schritt war, um die Beziehungen zwischen Österreich und Slowenien zu stärken. Die vorgestellten Projekte und Potenziale bieten große Chancen für beide Länder, um gemeinsam eine nachhaltige und innovative Zukunft zu gestalten.
Die Veranstaltung wurde von der WKÖ-Internationalisierungsagentur AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA, der slowenischen Wirtschaftsagentur SPIRIT Slovenia, dem Ministerium für Wirtschaft, Tourismus und Sport sowie dem Ministerium für auswärtige und europäische Angelegenheiten der Republik Slowenien organisiert. Weitere Informationen finden Sie auf der offiziellen Webseite der Wirtschaftskammer Österreich.