In Wien, einer Stadt, die für ihre historische Architektur und ihre lebendige Kultur bekannt ist, zieht ein weniger offensichtliches, aber ebenso faszinierendes Projekt die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich. Am 3. Februar 2026 wurde bekannt, dass das multimediale Infocenter „Über Unten“ zum
In Wien, einer Stadt, die für ihre historische Architektur und ihre lebendige Kultur bekannt ist, zieht ein weniger offensichtliches, aber ebenso faszinierendes Projekt die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich. Am 3. Februar 2026 wurde bekannt, dass das multimediale Infocenter „Über Unten“ zum Bau des Wiental-Kanals bereits 10.000 Besucher*innen empfangen hat. Diese beeindruckende Zahl zeigt das große Interesse der Bevölkerung an einem der größten Infrastrukturprojekte Wiens.
Der Wiental-Kanal ist mehr als nur ein Bauprojekt; er ist ein Meilenstein in der Geschichte der Wiener Kanalisation. Seit Januar 2025 begleitet das Infocenter „Über Unten“ dieses Vorhaben, das die Wiener Kanalisation nachhaltig verändern wird. Der Kanal wird entlang des Wienflusses um neun Kilometer verlängert und verläuft durch sechs Bezirke, von Ernst-Arnold-Park bis zum Skatepark Auhof. Dieses Projekt zielt darauf ab, die Wasserqualität im Wienfluss zu verbessern und das Kanalnetz bei Starkregen zu entlasten.
Die Geschichte der Wiener Kanalisation reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück, als die Stadt begann, ein modernes Abwassersystem zu entwickeln. Damals war die Kanalisation ein entscheidender Schritt zur Verbesserung der öffentlichen Gesundheit und zur Verhinderung von Seuchen. Heute steht Wien erneut an der Schwelle zu einem bedeutenden Fortschritt in der Abwasserentsorgung, indem es das größte Kanalbauprojekt seiner Geschichte in Angriff nimmt.
Im Vergleich zu anderen europäischen Städten wie Berlin oder Zürich ist Wien mit dem Wiental-Kanal-Projekt führend in der Modernisierung seiner Infrastruktur. Während Berlin sich auf die Sanierung bestehender Systeme konzentriert, geht Wien mit dem Bau eines neuen, leistungsfähigen Kanalsystems einen Schritt weiter. Zürich hingegen hat ähnliche Projekte abgeschlossen, die jedoch nicht die gleiche Dimension wie das Wiener Projekt erreichen.
Für die Wiener Bevölkerung bedeutet der Wiental-Kanal eine erhebliche Verbesserung der Lebensqualität. Bei Starkregenereignissen wird das Kanalnetz entlastet, was das Risiko von Überschwemmungen in städtischen Gebieten verringert. Zudem ermöglicht der neue Kanal die effiziente Sanierung bestehender Systeme, was langfristige Vorteile für die städtische Infrastruktur mit sich bringt.
Das Projekt umfasst den Bau eines neun Kilometer langen Abwassertunnels, der durch sechs Bezirke verläuft. Die Tunnelbohrmaschine „Krümel“ hat bereits mehr als zwei Kilometer zurückgelegt. Diese Zahlen verdeutlichen den Umfang und die Komplexität des Projekts, das bis 2028 abgeschlossen sein soll.
Laut Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky ist das Projekt nicht nur ein technischer Erfolg, sondern auch ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz. Die modernen Techniken und die sorgfältige Planung sollen sicherstellen, dass der Wiental-Kanal auch zukünftigen Herausforderungen gewachsen ist.
Die Fertigstellung des Wiental-Kanals wird die Wiener Kanalisation auf ein neues Niveau heben. Es wird erwartet, dass das Projekt nicht nur die Wasserqualität verbessert, sondern auch als Modell für andere Städte dient, die ähnliche Herausforderungen bewältigen müssen. Die Stadtverwaltung plant bereits weitere Maßnahmen zur Verbesserung der städtischen Infrastruktur, die auf den Erfahrungen mit dem Wiental-Kanal aufbauen.
Der Wiental-Kanal ist ein Paradebeispiel für die Innovationskraft und das Engagement Wiens für eine nachhaltige Stadtentwicklung. Das Interesse der Bevölkerung, insbesondere der jungen Generation, zeigt, dass die Stadt auf dem richtigen Weg ist, umweltfreundliche und zukunftssichere Lösungen zu schaffen. Bleiben Sie informiert über die Fortschritte dieses beeindruckenden Projekts und besuchen Sie das Infocenter „Über Unten“, um sich selbst ein Bild zu machen.
Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Stadt Wien.