Der Sommer 2025 ist noch nicht einmal richtig angekommen, da überschlagen sich in Wien bereits die Ereignisse. Erich Valentin, SPÖ-Gemeinderat und Vorsitzender des Gemeinderatsausschusses für Innovation, Stadtplanung und Mobilität, hat am 28. Mai 2025 in einer Pressekonferenz den beeindruckenden For
Der Sommer 2025 ist noch nicht einmal richtig angekommen, da überschlagen sich in Wien bereits die Ereignisse. Erich Valentin, SPÖ-Gemeinderat und Vorsitzender des Gemeinderatsausschusses für Innovation, Stadtplanung und Mobilität, hat am 28. Mai 2025 in einer Pressekonferenz den beeindruckenden Fortschritt der Stadt Wien in Sachen Klimaschutz verkündet. Valentin betonte: „Das erste Klimagesetz Österreichs, besserer Schutz für Bäume, 500.000 Quadratmeter klimafit gestaltete Grünflächen, 25.000 gepflanzte Bäume, geringster Bodenverbrauch Österreichs, größte Radwege-Offensive in der Geschichte Wiens, Mega-Offensiven bei Öffis, Sonnenstrom und anhaltender Treibhausgas-Rückgang: Das ist nur ein Auszug aus einem breiten Portfolio an Klimaschutz-Erfolgen der Wiener Stadtregierung.“
Wien hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem Vorreiter in Sachen Klimaschutz entwickelt. Bereits in den 1980er Jahren begann die Stadt mit der Umsetzung erster Maßnahmen zur Reduzierung von Treibhausgasen. Doch erst seit den frühen 2000er Jahren, als die Auswirkungen des Klimawandels immer deutlicher wurden, intensivierte die Stadt ihre Bemühungen erheblich.
Der massive Rückgang von Treibhausgasen und Energieverbrauch, den Wien seit 2005 verzeichnet hat, ist beeindruckend. Innerhalb von nur 18 Jahren konnte die Stadt ihre umwelt- und klimaschädigenden Treibhausgase um 31 % reduzieren. Besonders erfreulich ist, dass dieser Rückgang in fast allen Sektoren zu verzeichnen ist.
Die Energiewende ist ein Begriff, der in den letzten Jahren in aller Munde ist. Doch was bedeutet er eigentlich? Im Wesentlichen geht es darum, den Energieverbrauch von fossilen Brennstoffen wie Kohle, Öl und Gas auf erneuerbare Energien wie Wind, Sonne und Wasser umzustellen. Wien hat hier beeindruckende Ergebnisse erzielt. Seit 2005 konnte die Stadt ihren Energieverbrauch um ganze 33,7 % senken – ein Wert, der mehr als doppelt so hoch ist wie der Bundesdurchschnitt. Trotz eines Bevölkerungszuwachses von 21 % ist der gesamte Wiener Energieverbrauch gesunken, während der Rückgang bundesweit nur 6 % beträgt.
Ein zentrales Element der Wiener Energiewende ist das Programm „Raus aus Gas“. Bereits im nächsten Jahr startet die zweite Phase dieses Umsetzungsprogramms mit einem Fokus auf Nah- und Fernwärme sowie Kälte. Zudem wird die Initiative „100 Projekte Raus aus Gas“ auf 200 Projekte erweitert.
Wien hat sich zum Ziel gesetzt, eine klimaneutrale Zukunft zu gestalten, und ein wichtiger Schritt auf diesem Weg ist die Nutzung von Sonnenstrom. Valentin hebt hervor: „Wien bewegt sich in Lichtgeschwindigkeit auf eine klimaneutrale Zukunft zu! Nach einer historischen Treibhausgas-Reduktion um 12 % und einem 33-prozentigen Rückgang des heimischen Energieverbrauchs folgt jetzt der nächste große Durchbruch: Zehn Monate früher als erwartet erreichen wir unser Sonnenstromziel von 250 Megawattpeak.“
50 MWp wurden allein auf stadteigenen Flächen installiert. Mittlerweile produzieren Wiens Anlagen eine Gesamtleistung von 250 MWp. Mit dieser Energie könnte eine Wiener U-Bahn 600-mal klimafreundlich um die Erde fahren oder umgerechnet rund 72.000 Wiener Haushalte mit sauberem und krisensicherem Strom versorgt werden. Dazu kommt, dass Wien damit mehr als 57.000 Tonnen CO2 pro Jahr vermeidet.
Ein weiterer zentraler Ansatzpunkt beim städtischen Klimaschutz ist der Verkehrsbereich. Wien setzt auf den Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel (Öffis) sowie der Rad- und Fußwege. Die vielen Investitionen in Wiens umweltfreundliche Mobilität machen sich bezahlt, denn der aktuelle „Modal Split“ zeigt klar, dass die Wiener umweltfreundlich unterwegs sind.
Wien hat sich für die kommenden Jahre viel vorgenommen. Die Stadt plant, den Ausbau der Radwege und der öffentlichen Verkehrsmittel weiter voranzutreiben. Rund 24 km neue Radinfrastruktur sind im Bauprogramm 2025 fixiert. Bis Jahresende werden rund 100 km an neuer Radinfrastruktur errichtet bzw. auf den Weg gebracht sein.
Auch das öffentliche Verkehrsnetz wird weiter ausgebaut. Mit dem Öffi-Ausbau U2xU5 wächst das U-Bahn-Netz um 11 Kilometer und 12 neue Stationen. Dies bringt schnellere Verbindungen, mehr Umsteigemöglichkeiten und schafft Platz für 300 Millionen zusätzliche Fahrgäste im Jahr. Bestehende Linien werden deutlich entlastet, und das Projekt ist eine Jahrhundertchance für eine klimafitte Oberflächengestaltung.
Wien zeigt eindrucksvoll, dass Klimaschutz und Lebensqualität Hand in Hand gehen können. Mit einer Vielzahl von Maßnahmen und Initiativen hat die Stadt gezeigt, dass sie bereit ist, die Herausforderungen des Klimawandels anzunehmen und aktiv zu gestalten. Die Erfolge, die Wien bisher erzielt hat, sind beeindruckend und könnten als Vorbild für andere Städte dienen.
Erich Valentin fasst zusammen: „Klimaschutz ist in Wien kein Schlagwort, sondern gelebte Realität. Wir investieren konsequent in Öffis, Radwege, Begrünung und erneuerbare Energie – für ein klimafittes, lebenswertes Wien heute und für kommende Generationen.“