Am 4. Dezember 2025 wurde ein Bericht des Stadtrechnungshofs veröffentlicht, der die interne Organisation von Wiener Wohnen unter die Lupe nimmt. Die Untersuchung, die auf Anregung der Grünen Wien durchgeführt wurde, zeigt einen erheblichen Reformbedarf auf. Die Ergebnisse sind für die Stadt Wien vo
Am 4. Dezember 2025 wurde ein Bericht des Stadtrechnungshofs veröffentlicht, der die interne Organisation von Wiener Wohnen unter die Lupe nimmt. Die Untersuchung, die auf Anregung der Grünen Wien durchgeführt wurde, zeigt einen erheblichen Reformbedarf auf. Die Ergebnisse sind für die Stadt Wien von großer Bedeutung, da sie die Effizienz der städtischen Hausverwaltung betreffen.
Der Bericht des Stadtrechnungshofs bestätigt die Vermutungen der Grünen Wien: Verwaltungsänderungen und der Anstieg der Beschäftigungszahlen bei Wiener Wohnen und ihren Tochtergesellschaften haben zu Intransparenz und Doppelgleisigkeiten geführt. Diese Probleme wurden über Jahre hinweg nicht effektiv angegangen, obwohl es zahlreiche Reformversuche gab.
Zwischen 2013 und 2023 wurden bei Wiener Wohnen 170 Organisationsänderungen festgestellt. Viele dieser Änderungen waren nicht zielführend oder wurden nicht konsequent umgesetzt. Dies führte zu einem Wildwuchs in der Verwaltung und erschwerte die Transparenz.
Ein weiteres Problem ist die Auslagerung von Call Center Tätigkeiten der Wiener Wohnen Kundenservice GmbH. Diese Dienstleistungen werden von externen Unternehmen durchgeführt, was die Kontrolle über die Arbeitsverhältnisse erschwert. Der Stadtrechnungshof konnte die Arbeitsbedingungen von über 500 Arbeitnehmer:innen nicht überprüfen, da keine Prüfbefugnis bestand.
Im Vergleich zu anderen österreichischen Städten sowie zu Deutschland und der Schweiz zeigt sich, dass Wien in Bezug auf die Effizienz der städtischen Hausverwaltung hinterherhinkt. Während andere Städte erfolgreich Reformen umgesetzt haben, um die Transparenz zu erhöhen und Doppelgleisigkeiten zu vermeiden, bleibt in Wien noch viel zu tun.
Die ineffiziente Verwaltung von Wiener Wohnen hat direkte Auswirkungen auf die Bürger:innen. Beispielsweise kann es zu Verzögerungen bei der Bearbeitung von Anfragen kommen, da die Zuständigkeiten unklar sind. Zudem fühlen sich viele Mieter:innen durch die mangelnde Transparenz und die Auslagerung von Dienstleistungen verunsichert.
Die Zahlen des Stadtrechnungshofs sind eindeutig: 170 Organisationsänderungen in zehn Jahren, mehr als 500 ausgelagerte Mitarbeiter:innen und zahlreiche nicht umgesetzte Reformen. Diese Fakten unterstreichen den dringenden Handlungsbedarf.
Für die Zukunft ist es entscheidend, dass Wiener Wohnen klare Strukturen schafft und die Transparenz erhöht. Eine Möglichkeit könnte die Rückführung ausgelagerter Dienstleistungen in die städtische Verwaltung sein. Zudem sollten Reformen konsequent umgesetzt und auf ihre Wirksamkeit überprüft werden.
Laut Experten ist es wichtig, dass die Stadt Wien ihre Kontrollrechte gegenüber privatwirtschaftlichen Dienstleistern stärkt. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Interessen der Bürger:innen gewahrt bleiben.
Der Stadtrechnungshofbericht zeigt deutlich, dass Wiener Wohnen vor großen Herausforderungen steht. Eine grundlegende Reform der internen Organisation ist notwendig, um die Effizienz zu steigern und die Transparenz zu gewährleisten. Die Stadt Wien muss jetzt handeln, um die städtische Hausverwaltung zukunftsfähig zu machen.
Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Grünen Klubs im Rathaus.