In einer Zeit, in der die Gesellschaft oft über die Herausforderungen des demografischen Wandels diskutiert, setzen die Wiener Senior*innen ein starkes Zeichen für Kreativität und Lebensfreude. Der...
In einer Zeit, in der die Gesellschaft oft über die Herausforderungen des demografischen Wandels diskutiert, setzen die Wiener Senior*innen ein Zeichen für Kreativität und Lebensfreude. Der Literatur-Contest der Häuser zum Leben, der sich dem zeitlosen Thema der Liebe widmete, fand mit einer feierlichen Preisverleihung im Haus Wieden seinen Abschluss. Die Veranstaltung unterstrich, dass literarische Begabung und künstlerisches Schaffen keine Altersgrenzen kennen.
Christian Hennefeind, Geschäftsführer der Häuser zum Leben, betonte bei der Preisverleihung die besondere Qualität der eingereichten Werke: "Unter dem Motto 'Texte über die Liebe' macht der diesjährige Literatur-Contest der Häuser zum Leben erneut vor allem eines sichtbar: die Talente und die kreative Kraft der Wiener Senior*innen."
Die Themenvielfalt der eingereichten Texte reichte von Erinnerungen an die erste große Verliebtheit über bewegende Erzählungen jahrzehntelanger Partnerschaften bis hin zu späten Romanzen und poetischen Reflexionen über Freundschaft und Selbstliebe. Unter den Einreichungen fanden sich auch viele liebevolle Texte über das Leben in den Häusern selbst – kleine Momentaufnahmen, Begegnungen und Geschichten.
Ilse Kilic, Jury-Sprecherin und Präsidentin der Grazer Autor*innen-Versammlung, berichtete: "Ich habe die Texte mit Neugier und Freude gelesen. Manchmal habe ich gelächelt, manchmal wurde ich nachdenklich oder auch traurig. Die vielfältige und zugleich jeweils einzigartige Umgangsweise mit dem Thema Liebe zeigt, dass sowohl die Liebe als auch das künstlerische Schaffen keine Altersgrenzen kennen." Die Einreichungen wurden gemeinsam mit ihren vier Jury-Kolleg*innen bewertet.
Gleich zwei Autorinnen konnten aufgrund gleicher Punktzahl als Gesamtsiegerinnen geehrt werden: Traude Veran, Bewohnerin des Hauses Wieden und Mitinitiatorin des ersten Literatur-Contests, sowie Karin Leroch. Veran wurde mit ihrem Gedicht "Philemon und Baucis" ausgezeichnet, in dem sie von einem langen gemeinsamen Leben und der Kraft der Liebe im Alter erzählt. Leroch überzeugte mit ihrer Kurzgeschichte "Der Eindringling", in der es um Trauerarbeit und einen mysteriösen Besucher geht, der eine Wohnung voller Erinnerungen zum Leben erweckt.
Entstanden ist der Literatur-Contest der Häuser zum Leben aus einer Initiative des Teams und der Bewohner*innen des Hauses Wieden rund um die Psychologin und Schriftstellerin Traude Veran. Veran sagte: "Dieses Jahr musste ich mich einfach selbst wieder mit Stift und Papier zum Tisch setzen." Armin Cehic, Direktor des Hauses Wieden, sagte: "Die Kreativität und Ausdruckskraft unserer Bewohner*innen faszinieren mich jedes Jahr aufs Neue. Der Literatur-Contest zeigt, wie viel Talent und Lebenserfahrung allein in unserem Haus stecken."
Alle Sieger*innen-Texte des Literatur-Contests können in der Sonderausgabe der Senior*innenzeitung der Pensionist*innenklubs TRARA nachgelesen werden. Das Heft steht ab Mitte April auch online auf der Webseite der Pensionist*innenklubs für die Stadt Wien (www.dieklubs.at) zur Verfügung.
Am Österreichischen Vorlesetag, dem 26. März 2026, werden die Sieger*innentexte an fünf verschiedenen Standorten der Häuser zum Leben und der Pensionist*innenklubs von der Schauspielerin Susi Stach, den Autor*innen Marie-Theres Arnbom, Patricia Brooks und Kornelius Taxenbach sowie von Daniel Landau vorgelesen.
Die Häuser zum Leben sind mit 30 Pensionist*innen-Wohnhäusern in 21 Wiener Gemeindebezirken der größte Anbieter von Senior*innenbetreuung in Österreich. Die Häuser zum Leben bieten die meisten Pflege- und Wohnplätze im Land an. Zudem besuchen tausende ältere Menschen täglich die wienweiten Pensionist*innenklubs für die Stadt Wien, die ebenfalls von den Häusern zum Leben betrieben werden. Die Häuser zum Leben werden gefördert vom Fonds Soziales Wien (FSW) aus Mitteln der Stadt Wien.
Am Österreichischen Vorlesetag, dem 26. März 2026, werden die Sieger*innentexte an fünf verschiedenen Standorten der Häuser zum Leben und der Pensionist*innenklubs von der Schauspielerin Susi Stach, den Autor*innen Marie-Theres Arnbom, Patricia Brooks und Kornelius Taxenbach sowie von Daniel Landau vorgelesen.
Datum: 26.03.2026, 15:00 Uhr
Art: Aufführungen/Bühne
Ort: Häuser zum Leben und Pensionist*innenklubs für die Stadt Wien
URL: https://kwp.at/pensionistenklubs/vorlesetag-2026-zuhoeren-und-inspirieren-lassen/