Während Österreicherinnen und Österreicher täglich selbstverständlich den Wasserhahn aufdrehen und sauberes Trinkwasser genießen, kämpfen Menschen in der Ukraine seit Jahren um dieses Grundbedürfnis.
Während Österreicherinnen und Österreicher täglich selbstverständlich den Wasserhahn aufdrehen und sauberes Trinkwasser genießen, kämpfen Menschen in der Ukraine seit Jahren um dieses Grundbedürfnis. Zum Weltwassertag macht ein Hilfsprojekt zwischen der Stadt Wien – Wiener Wasser und der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 deutlich, wie wertvoll sauberes Wasser ist.
Das Projekt „Kinder- und Umwelthilfe Ukraine“ startete 2008. Seit dem Start finanzierte die Stadt Wien – Wiener Wasser 170 Wasseraufbereitungsanlagen in der Ukraine – ein Beitrag, der mehr als 180.000 Menschen zugutekam.
"Der Zugang zu sauberem Trinkwasser ist ein Menschenrecht. Gemeinsam mit GLOBAL 2000 setzen wir uns dafür ein, dass dieses Recht für viele Menschen in den kriegsgebeutelten Gebieten der Ukraine verwirklicht wird", betont Wiens Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky.
Die Kooperation mit einem ukrainischen Hersteller – einer Tochter des österreichischen Unternehmens BWT AG – ermöglicht nach Angaben von GLOBAL 2000 moderne Technologie bei gleichzeitig kürzeren Lieferwegen.
Die Region Charkiw steht seit Beginn des russischen Angriffskrieges unter Beschuss. Raketen und Drohnen treffen regelmäßig zivile Infrastruktur – mit Folgen für Umwelt, Böden und Wasser.
„Sauberes Trinkwasser ist für unsere Arbeit von entscheidender Bedeutung. Schon vor mehr als zehn Jahren wurde in unserem Kinderkrankenhaus eine Wasseraufbereitungsanlage installiert, damit kranke Kinder Wasser ohne Schwermetalle und andere schädliche Stoffe erhalten. Damals waren wir eine der ersten Einrichtungen in der Region“, sagt Maryna Kutscherenko, Medizinische Direktorin für Kinderheilkunde im Städtischen Krankenhaus Nr. 25 in Charkiw.
Wie wichtig sichere Wasserversorgung im Krieg sein kann, zeigte sich bereits zu Beginn der großflächigen Invasion 2022. Damals lebten viele Ärztinnen, Ärzte und Mitarbeitende direkt im Krankenhaus, weil der öffentliche Verkehr nicht funktionierte. Auch Kinder mit ihren Eltern und Bewohner:innen aus der Umgebung suchten dort Schutz. „Die funktionierende Wasseraufbereitung war in dieser Zeit lebenswichtig – für medizinische Behandlungen, für die Zubereitung von Nahrung und für den Alltag im Krankenhaus“, so Kutscherenko.
Die Installationen erleichtern den Alltag in Bildungseinrichtungen, Krankenhäusern und anderen Einrichtungen: Wasser muss nicht mehr teuer gekauft, in Kanistern transportiert oder aus unsicheren Quellen bezogen werden, heißt es in der OTS.
Im Regionalen Klinischen Zentrum für medizinische Rehabilitation und palliative Hilfe für Kinder „Hippokrates“ in Charkiw berichten Verantwortliche, dass vor der Installation Wasser organisiert und in großen Behältern in die Einrichtung gebracht werden musste. "Seit der Installation der Wasseraufbereitungsanlage hat sich unsere Situation grundlegend verändert", sagt Direktor Roman Marabjan. "Heute steht sauberes Wasser direkt im Zentrum zur Verfügung."
GLOBAL 2000 erklärt, dass die Kooperation mit dem ukrainischen Hersteller hilft, logistische Herausforderungen besser zu bewältigen und moderne Technologie vor Ort verfügbar zu machen.
Auch 2025 konnte das Projekt fortgesetzt werden. "Wir haben weitere neun Anlagen installiert, vor allem in Bildungseinrichtungen, und damit mehreren tausend Kindern Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglicht", sagt Juliana Matusova, Projektleiterin von „Kinder- und Umwelthilfe Ukraine“ von GLOBAL 2000. Die Nachfrage sei groß, und gemeinsam mit lokalen Behörden bereite man die nächste Projektphase mit weiteren Installationen in der Region vor.
„Unsere Hilfe ist nachhaltig und wird auch nach einem hoffentlich baldigen Ende des Krieges den Menschen in der Ukraine zugutekommen“, sagt Juliana Matusova. GLOBAL 2000 und die Stadt Wien – Wiener Wasser setzen die Zusammenarbeit fort, um den Zugang zu sauberem Trinkwasser zu verbessern.
Pressebilder zu dieser Aussendung sind in Kürze unter https://presse.wien.gv.at/bilder abrufbar.