Wien erlebte am 28. Mai 2025 eine musikalische Eröffnung der Superlative, als das Bundesfinale von prima la musica im ehrwürdigen Schlosstheater Schönbrunn eingeläutet wurde. Dieser prestigeträchtige Wettbewerb, der als größter Jugendmusikwettbewerb Österreichs gilt, zog nicht nur zahlreiche Musikbe
Wien erlebte am 28. Mai 2025 eine musikalische Eröffnung der Superlative, als das Bundesfinale von prima la musica im ehrwürdigen Schlosstheater Schönbrunn eingeläutet wurde. Dieser prestigeträchtige Wettbewerb, der als größter Jugendmusikwettbewerb Österreichs gilt, zog nicht nur zahlreiche Musikbegeisterte, sondern auch prominente Persönlichkeiten aus Politik und Kultur an.
Nicht nur der Wettbewerb an sich sorgte für Aufsehen, sondern auch das 30-jährige Bestehen der Trägerorganisation Musik der Jugend. Diese Organisation hat sich in den letzten drei Jahrzehnten als unermüdlicher Förderer junger musikalischer Talente etabliert. Seit ihrer Gründung haben rund 100.000 Kinder und Jugendliche an ihren Wettbewerben teilgenommen, darunter auch der bekannte podium jazz.pop.rock.
Österreich hat eine lange Tradition der Musikförderung, die bis in die Zeiten von Mozart und Beethoven zurückreicht. Die Förderung junger Musikerinnen und Musiker ist ein zentrales Element dieser Tradition. Prima la musica setzt genau hier an und bietet jungen Talenten die Möglichkeit, sich auf einer großen Bühne zu präsentieren.
Das Eröffnungskonzert im Schlosstheater Schönbrunn wurde von hochkarätigen Gästen besucht. Der Abteilungsleiter für Musik und darstellende Kunst des Ministeriums, Stefan Hahn, und Gemeinderätin Dolores Bakos waren ebenso anwesend wie Gemeinderat Peko Baxant. Diese Anwesenheit unterstreicht die Bedeutung, die der Wettbewerb in der österreichischen Kulturlandschaft genießt.
Vizekanzler und Kulturminister Andreas Babler betonte in seiner Rede die Rolle Österreichs als Kunst- und Kulturnation. „Bei uns werden die Talente von Musikerinnen und Musikern bereits im jungen Alter gefördert und ihnen wird mit dem Wettbewerb die verdiente Bühne geboten“, sagte er mit Nachdruck.
Bürgermeister Michael Ludwig hob die Bedeutung Wiens als internationale Musikmetropole hervor. Er dankte allen, die mit großem Engagement zur Förderung des musikalischen Nachwuchses beitragen. „Wien bleibt eine Stadt der Musik, tief verwurzelt in der Tradition und gleichzeitig ein fruchtbarer Boden für neue Generationen an Künstlerinnen und Künstlern“, so Ludwig.
Mit rund 900 jungen Musikerinnen und Musikern, die sich aus ganz Österreich, Südtirol und Liechtenstein qualifiziert haben, verspricht der Wettbewerb spannende Darbietungen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich über Landeswettbewerbe für das Finale qualifiziert, das bis zum 9. Juni an der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien sowie der MUK Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien stattfindet.
Der Wettbewerb umfasst sowohl Kammermusik- als auch Solowertungen. In diesem Jahr stehen Solowertungen für Holz-, Blechblasinstrumente und Schlagwerk im Mittelpunkt, während in der Kammermusik Tasten-, Streich- und Zupfinstrumente sowie Vokalmusikensembles präsentiert werden. Besonders spannend ist die Wertung Ensemble Musik kreativ, bei der freie Besetzungen erlaubt sind und auch andere Künste in die Performance einbezogen werden können.
Peter Hofmayer, Bundesgeschäftsführer von Musik der Jugend, äußerte seine Freude über die Eröffnung des Wettbewerbs im Schlosstheater Schönbrunn. „Es ist eine große Ehre, den Bundeswettbewerb prima la musica 2025 in diesem wundervollen Ambiente eröffnen zu dürfen“, sagte er.
Für viele junge Musikerinnen und Musiker ist die Teilnahme an prima la musica ein wichtiger Meilenstein in ihrer musikalischen Laufbahn. Beim Eröffnungskonzert traten unter anderem Preisträgerinnen und Preisträger der letzten Jahre auf, wie das Minetti-Quartett und Louie’s Cage Percussion.
Ania und Sophie Druml, ehemalige Schülerinnen der Musikschulen Wien und mehrfache Teilnehmerinnen von prima la musica, berichteten von ihren Erfahrungen. „Die Teilnahme hat uns sehr geprägt – wir haben viel gelernt: musikalisch, aber auch im Umgang mit Auftritten, Drucksituationen und Feedback. Besonders bereichernd war das gemeinsame Musizieren in der Kammermusik und die Förderung danach“, erzählten sie.
Die Zukunft von prima la musica sieht vielversprechend aus. Die Ausschreibung für 2026 wird im September veröffentlicht, und Anmeldungen sind ab November möglich. Der Wiener Landeswettbewerb 2026 findet in der zweiten Februarhälfte statt. Die Organisatoren hoffen, dass auch in den kommenden Jahren zahlreiche junge Talente den Weg auf die Bühne finden werden.
Die Organisation Musik der Jugend wird von allen Bundesländern getragen und entwickelt ihre Formate laufend weiter. Dies ermöglicht eine kontinuierliche Anpassung an die Bedürfnisse der jungen Musikerinnen und Musiker und garantiert eine hohe Qualität der Wettbewerbe.
Wien, als Stadt der Musik, profitiert enorm von Veranstaltungen wie prima la musica. Sie stärken das kulturelle Profil der Stadt und fördern den Nachwuchs, der die Musikszene in den kommenden Jahren prägen wird.
In Wien gibt es 15 Musikschulen mit insgesamt 29 Standorten, die mehr als 12.000 Kinder und Jugendliche auf ihrem musikalischen Weg begleiten. Diese Schulen sind das Rückgrat der musikalischen Ausbildung und spielen eine entscheidende Rolle bei der Vorbereitung der jungen Talente auf Wettbewerbe wie prima la musica.
Das Eröffnungskonzert von prima la musica im Schlosstheater Schönbrunn war nicht nur ein musikalisches Highlight, sondern auch ein eindrucksvolles Zeichen für die Bedeutung der Musikförderung in Österreich. Die Veranstaltung zeigt eindrucksvoll, wie junge Menschen mit Leidenschaft und Förderung Großes leisten können. Wien, als Gastgeberstadt, unterstreicht einmal mehr seine Rolle als kulturelles Zentrum Europas.
Für weitere Informationen besuchen Sie die Webseite von Musik der Jugend Wien - Musikwettbewerbe.