Am 18. Januar 2026 wurde in Wien ein weiterer Meilenstein im kommunalen Wohnbau gesetzt. Mit dem Baustart für den Gemeindebau NEU in der Ichagasse 38 im 21. Bezirk wird die Tradition des leistbaren Wohnens in der österreichischen Hauptstadt fortgesetzt. Dieses Projekt steht nicht nur für moderne und
Am 18. Januar 2026 wurde in Wien ein weiterer Meilenstein im kommunalen Wohnbau gesetzt. Mit dem Baustart für den Gemeindebau NEU in der Ichagasse 38 im 21. Bezirk wird die Tradition des leistbaren Wohnens in der österreichischen Hauptstadt fortgesetzt. Dieses Projekt steht nicht nur für moderne und gut durchdachte Wohnlösungen, sondern auch für eine klare Ausrichtung auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz.
Der Wiener Gemeindebau hat eine lange und stolze Geschichte. Seit den 1920er Jahren steht er für leistbares Wohnen für breite Bevölkerungsschichten. Die ersten Gemeindebauten wurden in der Zwischenkriegszeit errichtet, um der Wohnungsnot entgegenzuwirken. Diese Bauten waren nicht nur funktional, sondern auch architektonisch anspruchsvoll. Die berühmte „Rote Wien“-Periode prägte das Stadtbild nachhaltig. Heute, fast ein Jahrhundert später, setzt die Stadt Wien mit dem Gemeindebau NEU auf zeitgemäße Wohnkonzepte, die den Bedürfnissen der heutigen Gesellschaft gerecht werden.
Im Vergleich zu anderen Städten in Österreich sowie zu unseren Nachbarn in Deutschland und der Schweiz hat Wien eine Vorreiterrolle im sozialen Wohnbau. Während in Deutschland der soziale Wohnungsbau oft von privaten Investoren abhängt, setzt Wien auf ein starkes öffentliches Engagement. In der Schweiz ist der soziale Wohnbau meist genossenschaftlich organisiert, was ebenfalls eine hohe Qualität sicherstellt.
Der neue Gemeindebau in der Ichagasse umfasst 102 Wohnungen, die von Ein- bis Vierzimmerwohnungen reichen. Jede Wohnung verfügt über private Freiflächen wie Balkone oder Terrassen. Besonders beeindruckend ist der Fokus auf Nachhaltigkeit: Mit Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen und Gründächern setzt der Bau klare Akzente in Sachen Klimaschutz. Diese Technologien tragen nicht nur zur Reduzierung der CO2-Emissionen bei, sondern senken auch die Betriebskosten für die Bewohner.
Für die Bewohner bedeutet der neue Gemeindebau eine erhebliche Verbesserung der Lebensqualität. Die Wohnungen sind nicht nur modern und gut geschnitten, sondern bieten auch zahlreiche Gemeinschaftseinrichtungen. Dazu gehören Urban-Gardening-Terrassen und ein naturnaher Spielplatz, der sowohl Kindern als auch Erwachsenen Erholung und Begegnung ermöglicht. Die stufenlose Erschließung der Gebäude sorgt zudem für Barrierefreiheit, was vor allem älteren Menschen und Familien mit kleinen Kindern zugutekommt.
Die Anlage bietet Platz für 130 Fahrräder, darunter auch spezielle Abstellplätze für Lastenräder. Dies fördert die umweltfreundliche Mobilität in der Stadt. Zudem stehen 110 PKW-Stellplätze in der Tiefgarage zur Verfügung. Die Architektur des Projekts stammt von der renommierten ARGE Chaix & Morel et associés / Christian A. Pichler ZT GmbH, die für ihre innovativen und nachhaltigen Designs bekannt ist.
Vizebürgermeisterin Kathrin Gaál betont die Bedeutung des Projekts für die Stadtentwicklung: „Leistbares Wohnen ohne Eigenmittel, unbefristete Verträge und hohe Wohnqualität – dafür steht der Wiener Gemeindebau seit vielen Generationen.“ Diese Philosophie wird auch in Zukunft eine zentrale Rolle spielen, denn die Stadt plant, in den nächsten fünf Jahren weitere 1.500 Gemeindewohnungen zu errichten.
Der neue Gemeindebau NEU in der Ichagasse ist mehr als nur ein Wohnprojekt. Er ist ein Symbol für die gelungene Verbindung von Tradition und Innovation im sozialen Wohnbau. Wien zeigt damit, wie moderne Stadtentwicklung aussehen kann: nachhaltig, sozial und zukunftsorientiert. Mit diesem Ansatz könnte Wien auch anderen Städten als Vorbild dienen.
Interessiert an weiteren Informationen? Besuchen Sie die offizielle Pressemitteilung oder erfahren Sie mehr über ähnliche Projekte in unserem Artikel über den Wohnbau in Wien.