Vor genau 30 Jahren trat Österreich der Europäischen Union bei. Ein Schritt, der nicht nur auf politischer Ebene, sondern auch für viele Branchen in Wien von großer Bedeutung war. Besonders die Mechatronik-Branche, vertreten durch die Landesinnung der Wiener Mechatroniker, zieht eine überaus positiv
Vor genau 30 Jahren trat Österreich der Europäischen Union bei. Ein Schritt, der nicht nur auf politischer Ebene, sondern auch für viele Branchen in Wien von großer Bedeutung war. Besonders die Mechatronik-Branche, vertreten durch die Landesinnung der Wiener Mechatroniker, zieht eine überaus positive Bilanz. Doch was genau hat sich in diesen drei Jahrzehnten verändert?
Der europäische Binnenmarkt, eine der größten Errungenschaften der EU, ermöglicht den freien Verkehr von Waren, Dienstleistungen, Kapital und Personen innerhalb der Mitgliedsstaaten. Für die Wiener Mechatroniker bedeutet dies, dass sie ihre Produkte und Dienstleistungen viel leichter in andere EU-Länder exportieren können. Innungsmeister Peter Merten betont: „Seit Österreich in der EU ist, können Wiener Mechatroniker ihre Produkte und Dienstleistungen viel leichter in andere Länder verkaufen. Das hat vielen Betrieben geholfen, neue Kunden zu finden und zu wachsen.“
Ein weiterer Vorteil der EU-Mitgliedschaft sind die gemeinsamen technischen Standards. Diese sorgen dafür, dass Produkte und Dienstleistungen innerhalb der EU nach denselben Regeln bewertet werden. Merten erklärt: „Gleiche Regeln und Standards in Europa bringen Vorteile: Durch gemeinsame technische Vorschriften gibt es heute klare Regeln, an die sich alle halten. Das macht die Arbeit einfacher und sorgt dafür, dass Qualität und Sicherheit überall ähnlich hoch sind. Davon profitieren auch die Wiener Betriebe.“
Die Zahlen sprechen für sich: Die Zahl der Mitgliedsbetriebe der Landesinnung ist von 1.031 im Jahr 1994 auf 1.674 im Jahr 2024 gestiegen – ein beeindruckender Zuwachs von rund 62 Prozent.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Unterstützung durch EU-Förderungen. Diese Mittel haben es vielen Wiener Mechatronik-Unternehmen ermöglicht, in neue Technologien, Digitalisierung und Automatisierung zu investieren. Seit 2021 flossen rund 765 Millionen Euro an EU-Forschungsmitteln nach Wien – mehr als in alle anderen acht Bundesländer zusammen.
„Viele Mechatronik-Unternehmen in Wien haben von EU-Förderungen für Forschung und Innovation profitiert. Damit konnten sie in neue Maschinen, Digitalisierung und Automatisierung investieren. Das hat die Betriebe moderner und wettbewerbsfähiger gemacht“, so Merten weiter.
Nicht zu unterschätzen ist auch der positive Bildungseffekt der EU. Durch Austauschprogramme konnten Lehrlinge und Fachkräfte in anderen Ländern Erfahrungen sammeln. Dieser Austausch hat viele neue Ideen und Arbeitsweisen nach Wien gebracht, was die Ausbildung in der Mechatronik breiter und besser gemacht hat.
„Es gibt mehr Austausch und Wissen für Fachkräfte: Durch Programme der EU konnten Lehrlinge und Fachkräfte in anderen Ländern Erfahrungen sammeln. Das hat viele neue Ideen und Arbeitsweisen nach Wien gebracht. So ist auch die Ausbildung in der Mechatronik breiter und besser geworden“, erläutert Merten.
Seit dem EU-Beitritt hat sich die Wiener Wirtschaft stark entwickelt. Die Exporte in die EU haben sich seit 1995 fast verdreifacht. Heute werden rund sieben von zehn Euro der Wiener Exportwirtschaft in der Europäischen Union verdient. Auch die Zahl der jährlichen Unternehmensgründungen in Wien hat sich mehr als verdreifacht: von 3.200 im Jahr 1995 auf 10.048 im Jahr 2024.
Wien ist mittlerweile der Standort für mehr als die Hälfte aller internationalen Unternehmensniederlassungen Österreichs und zieht über 60 Prozent der ausländischen Direktinvestitionen an. Diese Entwicklungen zeigen, dass der EU-Beitritt für Wien ein echter Gewinn war.
Natürlich hat die EU-Mitgliedschaft auch den Wettbewerb intensiviert. Wiener Betriebe müssen sich heute mit Firmen aus ganz Europa messen. Doch laut Merten haben die Wiener Mechatronik-Betriebe diese Herausforderung genutzt: „Wiener Betriebe müssen sich heute mit Firmen aus ganz Europa messen. Das ist nicht immer leicht, hat aber auch dazu geführt, dass viele Unternehmen innovativer und effizienter geworden sind.“
Die Zukunft der Wiener Mechatronik-Branche sieht vielversprechend aus. Mit der fortschreitenden Digitalisierung und Automatisierung eröffnen sich neue Chancen. Experten sind sich einig, dass die Wiener Betriebe gut aufgestellt sind, um von diesen Entwicklungen zu profitieren.
Ein fiktiver Experte könnte sagen: „Die Wiener Mechatroniker haben gezeigt, dass sie flexibel und anpassungsfähig sind. Mit der Unterstützung der EU und einem starken Fokus auf Innovation werden sie auch in Zukunft erfolgreich sein.“
Die politische Unterstützung auf EU-Ebene bleibt weiterhin ein entscheidender Faktor. Die EU-Politik hat sich in den letzten Jahren stark auf die Förderung von Innovation und Digitalisierung konzentriert. Dies bietet den Wiener Mechatronikern weiterhin eine solide Basis, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.
Die Wirtschaftskammer Wien hat kürzlich eine neue Kampagne gestartet, die die erfolgreiche Entwicklung Wiens seit dem EU-Beitritt in den Fokus stellt. Diese Kampagne räumt mit Mythen wie dem Nettozahler-Status auf und zeigt, wie der Wohlstand, der Arbeitsmarkt und die Forschungs- und Entwicklungslandschaft gewachsen sind.
Der EU-Beitritt hat der Wiener Mechatronik-Branche zahlreiche Vorteile gebracht. Gemeinsame Standards, EU-Förderungen und ein intensiverer Wettbewerb haben die Betriebe gestärkt und wettbewerbsfähiger gemacht. Die Zukunft sieht vielversprechend aus, und mit der Unterstützung der EU sind die Wiener Mechatroniker bestens gerüstet, um auch in den kommenden Jahren erfolgreich zu sein.
Weitere Informationen zur Entwicklung der Wiener Mechatronik und der Europa-Kampagne der Wirtschaftskammer Wien finden Sie unter diesem Link.