Am 8. April würdigt Österreich gemeinsam mit der internationalen Gemeinschaft den Welt-Roma-Tag. Was 1971 mit dem ersten Welt-Roma-Kongress als Bürgerrechtsbewegung begann, zeigt heute in Österreich konkrete Erfolge: Das Arbeitsmarktprojekt THARA der Volkshilfe feiert sein 20-jähriges Bestehen und ein geplantes Rom*nja-Denkmal setzt wichtige Zeichen für gesellschaftliche Anerkennung.
Am 8. April würdigt Österreich gemeinsam mit der internationalen Gemeinschaft den Welt-Roma-Tag. Was 1971 mit dem ersten Welt-Roma-Kongress als Bürgerrechtsbewegung begann, zeigt heute in Österreich konkrete Fortschritte: Das Arbeitsmarktprojekt THARA der Volkshilfe feiert sein 20-jähriges Bestehen und ein geplantes Rom*nja-Denkmal setzt wichtige Zeichen für Sichtbarkeit und gesellschaftliche Anerkennung. Trotz dieser Fortschritte bleibt jedoch viel zu tun, unter anderem im Kampf gegen Antiromaismus und für faire Chancen in Bildung, Beschäftigung, Wohnen und Gesundheit.
Seit über zwei Jahrzehnten setzt sich die Volkshilfe mit dem Arbeitsmarktprojekt THARA gezielt für die Stärkung von Rom*nja und Sinti*zze in Österreich ein. Das Jubiläum unterstreicht, dass Selbstermächtigung Wirkung zeigt: "Wir sehen heute eine selbstbewusste junge Generation von Rom*nja und Sinti*zze, die in Österreich aufgewachsen ist, mehrere Sprachen spricht und ihren Platz in unterschiedlichsten Berufsfeldern einnimmt. Das zeigt, wie wichtig langfristige Unterstützung und strukturelle Öffnung sind", erklärt Usnija Buligovic, THARA-Beauftragte der Volkshilfe.
"Empowerment bedeutet, Räume zu schaffen, in denen Menschen ihre Potenziale entfalten können. Die Erfolge der letzten 20 Jahre zeigen klar: Wenn Barrieren abgebaut werden, profitieren einzelne Menschen ebenso wie die gesamte Gesellschaft", so Buligovic.
Der Internationale Tag der Roma erinnert an den ersten Welt-Roma-Kongress 1971 und markiert den Beginn einer internationalen Bürgerrechtsbewegung. Bis heute steht dieser Tag für Selbstvertretung und den Anspruch auf volle gesellschaftliche Teilhabe. Mit der Umsetzung eines lange geforderten Rom*nja-Denkmals wird ein Zeichen für Anerkennung, Sichtbarkeit und politischen Willen gesetzt.
Trotz der erzielten Fortschritte braucht es weiterhin konsequente Maßnahmen gegen Antiromaismus sowie faire Chancen in Bildung, Beschäftigung, Wohnen und Gesundheit. Der Welt-Roma-Tag ist daher nicht nur ein Anlass zum Feiern, sondern auch ein Auftrag, Gleichberechtigung nachhaltig zu sichern.