Österreich droht eine Wasserkrise. Was jahrzehntelang undenkbar schien, wird zur bitteren Realität: Auch in der Alpenrepublik wird das kostbare Nass knapp. Anlässlich des Weltwassertags am 22. März...
Österreich droht eine Wasserkrise. Anlässlich des Weltwassertags am 22. März schlagen Greenpeace, die Arbeiterkammer Wien und younion _ Die Daseinsgewerkschaft Alarm. Die Organisationen fordern von der Bundesregierung unter anderem ein transparentes Wasserentnahme-Register, eine ganzheitliche Wasserstrategie und den entschädigungsfreien Vorrang für Trinkwasser vor allen anderen Nutzungen.
Die Daten der Geosphere Austria zeigen: Knapp die Hälfte der Messstellen in Österreich weist derzeit niedrige oder sehr niedrige Grundwasserstände auf. Der vergangene Winter war nach Angaben der Organisationen vor allem im Dezember und Jänner deutlich zu trocken, der Februar konnte den Wassermangel abschwächen, aber nicht ausgleichen, und im März fiel bisher kaum Niederschlag.
Sebastian Theissing-Matei, Wasserexperte bei Greenpeace Österreich, sagt dazu: "In Österreich sind wir es gewohnt, dass Wasser jederzeit aus dem Hahn fließt, doch auch bei uns wird das Wasser immer öfter knapp. Auch dieser Winter war für das österreichische Grundwasser wieder eher eine Durststrecke. Die Bundesregierung muss Österreich Dürre-Fit machen. Nur so bleibt unser lebenswichtiger Wasserschatz für alle erhalten."
Die OTS weist darauf hin, dass Dürren in Österreich häufiger geworden sind und nennt eine Projektion: Bis 2050 drohen Österreichs Grundwasserreserven um fast ein Viertel zu schrumpfen, während Industrie, Landwirtschaft und Haushalte gleichzeitig bis zu 15 Prozent mehr Wasser benötigen. Die Allianz fordert Maßnahmen, um Nutzungskonflikte zu verhindern.
Die Allianz aus Greenpeace, Arbeiterkammer Wien und younion nennt fünf Kernforderungen:
Das vollständige Forderungspapier der Allianz ist in der OTS verlinkt: https://act.gp/Wasser-Forderungen