Am 15. Oktober 2025 fand in Millstatt das 2. Zukunftsforum WanderZEIT 365 statt, eine Veranstaltung, die sich voll und ganz der nachhaltigen Entwicklung des Wandertourismus in der Region südlich des Alpenhauptkamms widmet. Rund 150 Experten aus den Bereichen Tourismus, Regionalentwicklung und Naturv
Am 15. Oktober 2025 fand in Millstatt das 2. Zukunftsforum WanderZEIT 365 statt, eine Veranstaltung, die sich voll und ganz der nachhaltigen Entwicklung des Wandertourismus in der Region südlich des Alpenhauptkamms widmet. Rund 150 Experten aus den Bereichen Tourismus, Regionalentwicklung und Naturvermittlung kamen zusammen, um über die Zukunft des Wanderns zu diskutieren. Doch was macht diese Region so besonders, und warum ist das Wandern hier mehr als nur ein Freizeitvergnügen?
Die Region rund um den Millstätter See, Bad Kleinkirchheim und die Nockberge ist bekannt für ihre sanften Hügel und das milde Klima. Diese geografischen Besonderheiten bieten ideale Voraussetzungen für Wanderer jeden Alters und Fitnesslevels. Die Nockberge, die sogar mit einem UNESCO-Prädikat ausgezeichnet sind, bieten nicht nur eine atemberaubende Kulisse, sondern auch ein Gefühl der Sicherheit, das in steileren Bergregionen oft fehlt.
Wandern ist längst nicht mehr nur ein Hobby für Naturliebhaber. Es ist ein bedeutender Wirtschaftszweig, der Arbeitsplätze schafft und die regionale Wertschöpfung fördert. Laut Klaus Ehrenbrandtner, Geschäftsführer der Kärnten Werbung, kommen 72 Prozent der Gäste in die Region wegen des Wanderns. Diese Zahl unterstreicht die Bedeutung des Wandertourismus für Kärnten und zeigt, dass das Wandern hier nicht nur ein Freizeitvergnügen, sondern ein zentraler Wirtschaftsfaktor ist.
Kristina Madl, die Wanderbeauftragte der Region, betonte die Bedeutung gemeinsamer Standards und einer starken Vernetzung der Betriebe. „Natur allein ist zu wenig“, erklärte sie. „Es braucht exzellente Infrastruktur, gute Orientierung und abgestimmte Angebote.“ Diese Faktoren sind entscheidend, um den Wandertourismus nachhaltig und erfolgreich zu gestalten.
Prominente Gäste wie Manuel Andrack und Nina Ruhland hoben die emotionale und spirituelle Dimension des Wanderns hervor. Andrack beschrieb Wandern als eine spirituelle Erfahrung, die Einkehr, Gipfelglück und Miteinander vereint. Ruhland ergänzte, dass es beim Wandern um Leere, Langsamkeit und Einfachheit gehe. Diese Perspektive zeigt, dass Wandern weit über die physische Aktivität hinausgeht und eine tiefere, emotionale Erfahrung bietet.
Ein weiterer spannender Aspekt des Zukunftsforums war die Rolle der Digitalisierung. Daniel Gollner erläuterte, wie Künstliche Intelligenz (KI) die Urlaubsplanung erleichtern kann, ohne die menschliche Kompetenz zu ersetzen. „KI kann Reiseentscheidungen erleichtern, doch beim Thema Bergsicherheit bleibt der Mensch entscheidend“, erklärte Gollner. Diese Aussage unterstreicht die Balance zwischen Technologie und menschlichem Urteilsvermögen, die im Wandertourismus notwendig ist.
Das Zukunftsforum WanderZEIT 365 setzt ein klares Zeichen für Nachhaltigkeit, Qualität und emotionale Tiefe im Wandertourismus. Die Veranstaltung wird künftig jährlich fortgesetzt, um gemeinsam an der Weiterentwicklung der Region zu arbeiten. Die Millstätter See - Bad Kleinkirchheim - Nockberge Tourismusmanagement GmbH ist offizieller Lizenznehmer des Österreichischen Umweltzeichens für Green Meetings & Green Events. Diese Zertifizierung stellt sicher, dass die Veranstaltung nach den höchsten Umweltstandards durchgeführt wird.
Die Zukunft des Wandertourismus in Kärnten sieht vielversprechend aus. Mit der kontinuierlichen Entwicklung und Verbesserung der Infrastruktur sowie der Einführung innovativer Technologien ist die Region gut aufgestellt, um ihre Position als führende Wanderdestination südlich der Alpen zu festigen. Die jährliche Fortsetzung des Zukunftsforums wird dazu beitragen, dass die Region nachhaltig wächst und sich an die sich ändernden Bedürfnisse der Wanderer anpasst.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Zukunftsforum WanderZEIT 365 mehr als nur eine Veranstaltung ist. Es ist ein Katalysator für die nachhaltige Entwicklung des Wandertourismus in Kärnten, der sowohl wirtschaftliche als auch soziale Vorteile für die Region bringt. Mit einem klaren Fokus auf Qualität, Nachhaltigkeit und emotionaler Tiefe wird das Wandern hier zu einem Erlebnis, das weit über die physische Aktivität hinausgeht und die Seele berührt.