Das Jahr 2025 markiert einen bemerkenswerten Wendepunkt für das Haus der Geschichte Österreich (hdgö) in Wien. Am 20. Januar 2026 wurde bekannt gegeben, dass über 93.000 Besucher*innen das Museum im vergangenen Jahr besucht haben, was einem beeindruckenden Anstieg von 18 Prozent im Vergleich zum Vor
Das Jahr 2025 markiert einen bemerkenswerten Wendepunkt für das Haus der Geschichte Österreich (hdgö) in Wien. Am 20. Januar 2026 wurde bekannt gegeben, dass über 93.000 Besucher*innen das Museum im vergangenen Jahr besucht haben, was einem beeindruckenden Anstieg von 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Diese Zahlen verdeutlichen das wachsende Interesse der Bevölkerung an österreichischer Zeitgeschichte und den aktuellen gesellschaftlichen Fragen, die im hdgö thematisiert werden.
Das Haus der Geschichte Österreich wurde 2018 im Zuge der 100-Jahr-Feier der Republik Österreich eröffnet. Ziel war es, einen Ort zu schaffen, der die komplexe Geschichte des Landes im 20. und 21. Jahrhundert beleuchtet. Die Institution hat sich seitdem als zentrale Anlaufstelle für historische Bildung etabliert und bietet ein breites Spektrum an Ausstellungen und Veranstaltungen an, die sich mit der jüngeren Vergangenheit Österreichs auseinandersetzen.
Mit der Eröffnung des Museums wurde eine Lücke in der österreichischen Museumslandschaft geschlossen. Vor der Gründung des hdgö gab es kein nationales Museum, das sich ausschließlich der Zeitgeschichte widmete. Diese Lücke wurde nun erfolgreich gefüllt, was die steigenden Besucherzahlen eindrucksvoll belegen.
Im Vergleich zu anderen Ländern wie Deutschland und der Schweiz, die bereits etablierte Institutionen für Zeitgeschichte besitzen, hat Österreich mit dem hdgö einen wichtigen Schritt nach vorne gemacht. In Deutschland beispielsweise gibt es das Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn, das seit 1994 besteht und jährlich mehrere Hunderttausend Besucher anzieht. Die Schweiz hingegen hat mit dem Landesmuseum Zürich eine bedeutende Institution, die ebenfalls historische Ausstellungen anbietet. Diese Vergleiche zeigen, dass Österreich mit dem hdgö auf einem guten Weg ist, sich international zu positionieren.
Die steigenden Besucherzahlen im hdgö haben nicht nur eine kulturelle, sondern auch eine gesellschaftliche Bedeutung. Das Museum bietet eine Plattform für Diskussionen über die Vergangenheit und deren Einfluss auf die Gegenwart. Ein konkretes Beispiel ist die Sonderausstellung „Alles Arbeit. Frauen zwischen Erwerbs- und Sorgetätigkeit“, die ab dem 29. Januar 2026 zu sehen ist. Diese Ausstellung beleuchtet die Rolle der Frauenarbeit in den 1950er- und 1960er-Jahren und zieht Parallelen zu heutigen gesellschaftlichen Strukturen.
Ein weiterer Aspekt ist die Bildung. Schulen und Universitäten nutzen das hdgö als wertvolle Ressource für den Geschichtsunterricht. Durch spezielle Bildungsprogramme und Führungen werden Schüler*innen und Studierende dazu angeregt, sich aktiv mit der Geschichte auseinanderzusetzen und eigene Standpunkte zu entwickeln.
Die Besucherzahlen des hdgö sind nicht nur ein Zeichen des gesteigerten Interesses, sondern auch ein Indikator für den Erfolg der Museumsarbeit. Im Jahr 2025 verzeichnete das Museum über 93.000 Besucher, was einem Plus von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Diese Zahlen sind das Ergebnis eines gezielten Programms, das sowohl historische als auch aktuelle Themen behandelt und damit ein breites Publikum anspricht.
Mit dem Rückenwind der erfolgreichen Jahre plant das hdgö, sein Angebot weiter auszubauen. Ab 2026 wird das Museum von einem neu bestellten wissenschaftlichen Beirat begleitet, der aus renommierten Expert*innen besteht. Dieser Beirat wird dazu beitragen, die Qualität der Ausstellungen und Programme weiter zu steigern und neue Impulse für die Museumsarbeit zu geben.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Zugänglichkeit. Jeden Donnerstagabend können die Ausstellungen des Museums bei freiem Eintritt besucht werden. Diese Maßnahme soll dazu beitragen, noch mehr Menschen den Zugang zur Geschichte zu ermöglichen und das Interesse an historischen Themen weiter zu fördern.
Das Haus der Geschichte Österreich hat sich in kurzer Zeit als unverzichtbare Institution in der österreichischen Kulturlandschaft etabliert. Die steigenden Besucherzahlen sind ein Beleg für das wachsende Interesse an der Zeitgeschichte und den gesellschaftlichen Themen, die im hdgö behandelt werden. Mit einem vielfältigen Programm und der Unterstützung eines wissenschaftlichen Beirats blickt das Museum zuversichtlich in die Zukunft. Bleibt die Frage: Wie wird sich das Interesse an der Geschichte weiterentwickeln und welche neuen Themen werden in den kommenden Jahren im Fokus stehen?
Für weitere Informationen besuchen Sie die offizielle Website des hdgö: Haus der Geschichte Österreich.