Am Stephansplatz in Wien setzt die Hilfsorganisation ein leuchtendes Zeichen der Solidarität – der härteste Kriegswinter fordert verstärkte Unterstützung
Die Caritas lädt am 19. Februar zur Kerzenaktion am Stephansplatz, um auf das Schicksal von Millionen ukrainischen Kindern aufmerksam zu machen.
Am 24. Februar 2026 jährt sich der russische Angriffskrieg auf die Ukraine zum vierten Mal. Was als schockierender Überfall begann, hat sich zu einem der längsten und verheerendsten Konflikte in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg entwickelt. Die Caritas Wien nimmt diesen traurigen Jahrestag zum Anlass, um mit einer eindrucksvollen Kerzenaktion am Wiener Stephansplatz auf das Leid der Zivilbevölkerung – insbesondere der Kinder – aufmerksam zu machen.
Am Donnerstag, dem 19. Februar 2026, werden ab 17 Uhr tausende Kerzen den Stephansplatz im Herzen Wiens erleuchten. Die symbolische Aktion soll nicht nur an die verheerende humanitäre Situation erinnern, sondern gleichzeitig ein Zeichen der Hoffnung setzen. Caritasdirektor Klaus Schwertner, der in den kommenden Tagen selbst erneut in die Ukraine reisen wird, betont die Dringlichkeit der anhaltenden Unterstützung: „Mit tausenden Kerzen möchten wir am Stephansplatz an die verheerende Situation von Kindern im Krieg erinnern und gleichzeitig ein Zeichen der Hoffnung setzen."
Die Zahlen, die hinter dieser Aktion stehen, sind erschütternd: Nach wie vor sind 10,8 Millionen Menschen in der Ukraine auf humanitäre Hilfe angewiesen. Das entspricht fast einem Drittel der gesamten Bevölkerung des Landes. Besonders betroffen sind die Jüngsten – mehrere Millionen Kinder leiden unter den direkten und indirekten Folgen des Krieges.
Der vierte Kriegswinter gilt als der bisher härteste für die ukrainische Zivilbevölkerung. Systematische Angriffe auf die Energieinfrastruktur haben dazu geführt, dass Millionen Menschen bei eisigen Temperaturen ohne ausreichende Heizung, Strom und warmes Wasser auskommen müssen. Besonders in den frontnahen Gebieten im Osten und Süden des Landes ist die Versorgungslage dramatisch.
Für Kinder bedeutet der Krieg nicht nur physische Gefahren durch Beschuss und Raketenangriffe. Viele haben traumatische Erlebnisse durchgemacht, mussten ihre Heimat verlassen, wurden von Familienmitgliedern getrennt oder haben Angehörige verloren. Der normale Schulalltag ist für Millionen ukrainischer Kinder seit Jahren nicht mehr möglich – Unterricht findet oft nur noch online oder in improvisierten Schutzräumen statt.
Schwertner macht deutlich, dass die humanitäre Unterstützung kein kurzfristiges Projekt sein kann: „Das symbolische Erleuchten der Kerzen wird mit dem dringenden Appell verbunden: Die Hilfe muss weitergehen. Das ist kein Sprint, sondern ein Marathon der Hilfe." Diese Worte unterstreichen die Sorge vieler Hilfsorganisationen, dass mit der Dauer des Konflikts die internationale Aufmerksamkeit und damit auch die Spendenbereitschaft nachlassen könnte.
Die bisherige Bilanz der Caritas-Hilfe kann sich sehen lassen: Seit Beginn des Krieges im Februar 2022 hat die Organisation nach eigenen Angaben mehr als fünf Millionen Menschen mit verschiedenen Formen der Unterstützung erreicht. Diese Hilfe ist vielfältig und orientiert sich an den konkreten Bedürfnissen vor Ort:
„Diese Hilfe wärmt, sie macht satt und gibt Kindern ein Dach über dem Kopf